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Ohne Not abgespeckt: Der neue Google Reader ist eine große Enttäuschung
Google hat wie angekündigt seinen RSS-Reader überarbeitet und dabei die integrierten Social-Features entfernt. Das Resultat ist enttäuschend.Zehn Tag nach seiner Ankündigung, dem Google Reader einen fischen Anstrich zu verpassen und einige der existierenden Social-Features zu entfernen, hat der Internetgigant Nägel mit Köpfen gemacht und die neue Version seines RSS-Readers lanciert.
Meinen damaligen Artikel zu der Meldung schloss ich mit erzwungenem Optimismus: Immerhin bestand ja tatsächlich die Chance, dass der Wegfall der von mir und anderen Viellesern geliebten Funktion zum Sharing von Beiträgen innerhalb des Readers und zum Abonnieren der von anderen Nutzern geteilten Texte durch die in Aussicht gestellte Verknüpfung des Google Readers mit Google+ gar kein Drama werden würde sondern ein ähnlich effektives oder noch besseres Informationsmanagement ermöglicht hätte.

Leider scheint dem nicht der Fall zu sein. Denn die Integration von Google+ in den optisch an andere Google-Dienste angepassten und um besagte Sharing-Features erleichterten neuen Reader beschränkt sich lediglich auf einen prominent platzierten +1-Button unterhalb eines jeden aufgeklappten Artikels.
Dort wo bisher der Google-Reader-Like-Button platziert war, prangt nun das +1 und schreit nach einem Klick. Dieser zieht ein öffentliches +1 nach sich und erlaubt zudem das Teilen des Beitrags mit ausgewählten Google+-Kreisen – analog zu dem +1-Button für externe Websites, der auch unterhalb der netzwertig.com-Artikel zu finden ist.

Der entscheidende Vorteil der Sharing-Funktionen war nicht das Teilen an sich sondern die Fähigkeit, die von anderen auf diese Weise hervorgehobenen Beiträge in einem separaten Stream innerhalb des Google Reader oder der an diesen angeschlossenen RSS-Apps wie Reeder zu konsumieren. Dies ist nun nicht mehr möglich.
Angenommen, alle von mir bisher im Google Reader abonnierten Nutzer gehen zum Teilen ihrer Beiträge über den +1-Button über (was nicht garantiert ist), würde dies bedeuten, dass ich jeweils bei Google+ vorbeischauen müsste, um nachzuschauen, welche Artikel sie empfohlen haben. Zumal dies auch voraussetzen würde, dass sie Inhalte nicht nur mit einem +1 versehen sondern aktiv mit ihren Circles teilen. Die Gefahr, dass diese Artikel dann im schnell fließenden Contentstream untergehen, ist groß.
Doch selbst wenn die in ihrer Zahl zugegebenermaßen kleine Google-Reader-Gemeinde es schafft, das bestehende Vernetzungsbild und den bisherigen Sharing-Prozess in Google+ nachzubilden, ändert dies nichts daran, dass diese Inhalte nur noch über Google+ selbst bezogen werden können und nicht mehr über den Google Reader oder dessen 3rd-Party-Anwendungen.
Für Google existiert derzeit ein wichtiges strategisches Ziel: Google+ Omnipräsenz zu verleihen. Alles, was diesem Bestreben auch nur theoretisch im Weg steht, wird platt gemacht. Dieser grundsätzliche Ansatz ist nachvollziehbar (wenn auch traurig).
Trotzdem wäre es wünschenswert gewesen, wenn Google bei der Integration einen Schritt weiter gegangen und das Darstellen der von einzelnen User via Google+ empfohlenen Artikel innerhalb des Google Readers (und damit auch über Google-Reader-Apps) erlaubt hätte – zum Beispiel indem es die persönliche Google+-Profilseite mit den +1-Empfehlungen mit einem Button “im Google Reader abonnieren” versehen hätte.
In seiner neuen Form ist der Google Reader eine ohne große Not deutlich beschnittene Fassung des Vorgängers, die statt einem Like-Button nun eine +1-Schaltfläche beinhaltet.
Was für eine Enttäuschung (wenn auch mit Ansage)!
In den nächsten Tagen werden Google-Reader-Freunde mit Sicherheit intensiv Alternativen diskutieren – die leider rar gesät sind. Falls ihr Vorschläge habt, wie man die jetzt weggefallene Sharing-Funktionalität anderweitig nachbilden kann, lasst es uns in den Kommentaren wissen.
Die inoffizielle Google Reader API scheint “Shared Items” momentan noch nicht abgeschaltet zu haben. Über Reeder konnte ich heute früh noch Beiträge teilen, die anschließend auf meinem ebenfalls noch erreichbaren Google-Reader-Profil auftauchten. Von Dauer wird dieser Zustand aber sicher nicht sein.
Dieser Text ist mir was wert: Verwandte Artikel"News Junkies" halten den Atem an: Google will seinen RSS-Reader aufräumenSein bei Bloggern und "News Junkies" beliebtes RSS-Werkzeug Reader hat Google seit Jahren vernachlässigt. Doch für die nächste Woche ist eine neue Version angekündigt - mit Änderungen, die nicht leicht zu verdauen sind. (21. Oktober 2011)Sorge um die Zukunft des Google Reader: Twitter als Alternative zu RSS-ReadernOffene Formate zur Bereitstellung und Organisation von Nachrichten gehen in sozialen Netzwerken auf oder werden nicht weiterentwickelt. Wie werden Vielleser zukünftig innerhalb von Netzwerkstrukturen ihren Informationsbedarf ökonomisch gestalten können? Twitterlisten sind eine Lösung! (26. Oktober 2011)Beliebte RSS-App: Reeder soll unabhängig werdenDie iOS- und Mac-App Reeder gehört zu den favorisierten RSS-Werkzeugen vieler am Nachrichten- und Bloggeschehen Interessierter. Zukünftig will der Schweizer Reeder-Macher Silvio Rizzi die Abhängigkeit seiner Anwendung vom Google Reader verringern. (24. Oktober 2011)SPONSOREN
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november 2011
Eigenmarken-Vergleich: Rewe reißt Mandarinen – und Tengelmann schweigt
Vorhang auf für den "Superstar am Markenhimmel", der sämtliche Eigenschaften besitzt, die es für eine langfristige Karriere im Supermarktregal benötigt: ein "Mehr an Genuss", ein "Mehr an Qualität", "den besonderen Geschmack" und ein geheimnisvolles Logo, das aus drei Albinomuffins besteht.

(Alternative Interpretationsvorschläge für dieses Signet schreiben Sie bitte in die Kommentare.)

Zur Erinnerung: Es geht – ein letztes Mal – um Produkte, die von den Supermärkten unter eigenem Namen angeboten werden, einmal als Billigmarke, und einmal als etwas teurere Mittelmarke. Die Frage an die Unternehmen lautet: Wo ist eigentlich der Unterschied? Mal abgesehen von den fantastischen Werbeformulierungen, wie sie sich natürlich auch Kaiser's Tengelmann für seine "Star Marke" ausgedacht hat, den bereits erwähnten "Superstar am Markenhimmel". Immerhin gibt es in den Läden der Unternehmensgruppe viele Produkte auch unter dem Namen "A&P" ("attraktiv & preiswert") zu kaufen, und der einzige Unterschied, der auf den ersten Blick erkennbar ist, ist (außer der Verpackung) einmal mehr der Preis.

Einkaufszettel 1: "A&P""Kidney Bohnen dunkelrot", 400-g-Dose: 0,35 Euro"Spitzen-Langkornreis im Kochbeutel", 500-g-Packung: 0,49 Euro"Orangensaft aus Orangesaftkonzentrat Fruchtgehalt: 100%", 1-l-Packung: 0,95 EuroMacht zusammen: 1,79 Euro

Einkaufszettel 2: "Kaiser's Tengelmann Star Marke""Kidney Bohnen dunkelrot", 400-g-Dose: 0,69 Euro"Spitzen-Langkornreis im Kochbeutel", 500-g-Packung: 0,99 Euro"Orangesaft aus Orangensaftkonzentrat Fruchtgehalt: 100%", 1-l-Packung: 1,29 EuroMacht zusammen: 2,97 Euro

Auf die Bitte, das "Mehr an Genuss", das "Mehr an Qualität" und "den besonderen Geschmack" zu erklären, die bei diesem Einkauf vermutlich den Preisunterschied von 1,20 Euro ausmachen, reagiert Kaiser's Tengelmann noch zugeknöpfter als Edeka – und antwortet: es sei "uns nicht möglich, Auskunft zu geben".

Sonst nichts.

Das ist vor allem deshalb spannend, weil es dem Konkurrenten Rewe, nach Edeka zweitgrößter Lebensmittelhändler Deutschlands, sehr wohl möglich ist: Aus der Zentrale in Köln kommt die ausführlichste Rückmeldung aller angefragten Unternehmen.

"Die Hauptunterschiede bzw. Differenzierungsmerkmale auch hinsichtlich des Preises liegen in der Verpackung, in der Qualität und der Verarbeitung", fasst Rewe-Sprecher Raimund Esser zusammen. Und wird dann sehr konkret, zum Beispiel wenn's um die Mandarinen aus der Dose geht, einmal unter dem Logo der Billigmarke "ja!", einmal als Mittelmarke mit dem roten Rewe-Logo, beide in der 300-g-Dose mit identischen Nähwertangaben, zweimal "hergestellt in China".

"Bei der Preiseinstiegsmarke 'ja!' sind die Mandarinen in einer herkömmlichen Dose, die mit einem Dosenöffner geöffnet werden müssen. Die Mandarinen von 'Rewe' sind in einer aufwendigeren 'Convenience-Dose', die vom Verbraucher schnell und einfach ohne Dosenöffner über einen 'Ring-Pull' geöffnet werden können."

Auch beim Inhalt kann Rewe differenzieren:

"Hinsichtlich der Roh-Warenspezifikation verfügen die 'ja!'-Mandarinen über eine andere Spezifikation als die 'Rewe'-Mandarinen. Konkret sprechen wir hier von 'ganzen Segmenten' ('Rewe'-Mandarinen) und 'gerissenen Segmenten' ('ja!'-Mandarinen). Die Fehlertoleranzen bei der Rohware, sprich Qualitätskriterien (Größe der Früchte, ganze Stücke, angerissene Stücke), sind bei 'Rewe'-Produkten viel enger gefasst als bei 'ja!'-Produkten. Insgesamt gibt es alleine bei Mandarinen drei verschieden Größenklassen."

Klingt nachvollziehbar – bis auf die Tatsache, dass auf beiden eingekauften Mandarinen-Dosen "ganze Segmente" als Inhaltsangabe steht. Mit 49 Cent ist das "ja!"-Produkt deutlich günstiger als dieselbe Menge "Rewe"-Mandarinen mit 95 Cent.

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Die geschälten Tomaten aus der Dose von "Rewe" für 79 Cent sind sogar mehr als doppelt so teuer als die von "ja!" für 35 Cent. Die Unterschiede beträfen auch hier wieder Verpackung und Auswahl, erklärt das Unternehmen. Und:

"Die 'Rewe'-Tomaten' unterliegen höheren Qualitätskriterien, wie höher spezifizierterer Tomatensaft oder mehr Tomatenfeststoff im Saft als die preislich günstigeren 'ja!'-Tomaten."

Als letztes geht's um Orangensaft: Die "Rewe"-Variante kostet 1,29 Euro, die von "ja!" zwar 1,43 Euro, allerdings ist im Billigmarkenkarton auch deutlich mehr drin als in der Mittelmarkenflasche (1,5 Liter statt 1 Liter). Bei der Herstellung greife man "auf viele verschieden Hersteller zurück und das Produkt ist extrem saison- und ernteabhängig", sagt Rewe-Sprecher Esser. Der wesentliche Unterschied besteht aber diesmal im – immerhin klar erkennbaren – Unterschied bei Menge und Verpackung:

"Ein Tetra Pack ist in der Herstellung wesentlich günstiger als die hochwertigere PET-Flasche, in der der 'Rewe'-Orangensaft verkauft wird. Die 1-Liter-PET-Flasche mit dem 'Rewe'-Orangensaft bietet dem Verbraucher wesentlich mehr Convenience und Frische, weil der Frischeartikel Orangensaft nach Öffnung spätestens nach vier Tagen entleert sein sollte. Diese Wahrscheinlichkeit ist bei einem 1-Liter-Behältnis wesentlich größer."

Nun gehören Sie vielleicht zu den Lesern, die selbst ganz gut einschätzen können, wie lange sie benötigen, um Ihre "Frischeartikel" auszutrinken, und die deshalb gut darauf verzichten können, deshalb für eine hübschere Verpackung mehr Geld auszugeben, die sowieso die meiste Zeit im Kühlschrank steht. Aber es bleibt ja jedem selbst überlassen, ob er beim Einkaufen ein paar Euro draufzahlen möchte, wenn er dafür keinen Dosenöffner betätigen muss, auf die Segmentierungsgröße von Mandarinen Wert legt und sich mehr Tomatenfeststoff im Saft wünscht.

Es wäre halt nur schön, wenn diese Unterschiede von vornherein so offen kommuniziert würden, dass man nicht erst mehrere Wochen Anfragezeit einkalkulieren muss, um nachher am Supermarktregal die richtige eine Entscheidung zu treffen.

Fotos: Supermarktblog

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october 2011
SKANDAL UND ABZOCKE! Google Maps API wird ab 2012 kostenpflichtig. Für gerade mal 1.000 Einblendungen zahlt der API-Nutzer 2,83 EUR bis 7,06 EUR
Was für eine Nachricht, was der Todesstoß für tausende von kleinen und großen Webseiten, die mit einer Landkarte von Google Maps irgendwelche Informationen und Dinge darstellen, bedeutet. Die Google Maps API, die man in Apps, Landkarten, Locationfinder, Wissenschaftliche Webseiten, Wetterseiten, Routenplanern, wird ab 2012 kostenpflichtig.Google Maps API - Für Startups und kleine Unternehmen ab 2012 quasi unbezahlbarDie Preise für das weitere Nutzung der Google Maps API sind angesichts der Tatsache, dass dies bisher kostenlos war, unverschämt hoch. Google wird so viele Millionen Euro am Tag, alleine nur in Deutschland, verdienen. Die Google Maps API (Version 3) kostet den Entwickler stolze 4 Dollar (2,83 EUR) für nur 1.000 Starts eines Kartenfenster von Google Maps, auf eines der vielen Mashups und Kartendienste, am Tag. Damit sind vor allen mobile Entwickler und moderne Lösungen betroffen. 25.000 Einblendungen sind aber pro Tag kostenlos. Die Google Maps API (Version 2), die man meist auf Anfahrtsplänen auf privaten Webseiten oder normalen Webseiten im Internet findet kostet wahnsinnige 10 Dollar (7,06 EUR) für 1.000 Nutzungen. Hier sind 2.500 Einblendungen aber pro Tag kostenlos.Dies ist eine Abzocke von Google, sind die wahnsinnigen Preise für gerade mal 1.000 Karteneinblendungen viel zu hoch angesetzt. 1.000 Einblendungen am Tag sind im optimalfall 1.000 Besucher. Auf einer Hotelbewertungsseite sind 3 bis 8 Karteneinblendungen, pro Benutzer noch wenig. Wenn dann dort 30.000 Besucher am Tag kommen, kann man sich denken wie teuer das wird.Und da alles jetzt viel Geld kostet, hat Google auch noch, vor lauter Irrsinn, eine Begrenzung eingebaut. So wird die API, je nach Version, bei 2.500 oder 25.000 Karteneinblendungen deaktiviert. Also 50.000 Einblendungen (sprich 50.000 Besucher) können es nur maximal werden. Dann ist alles vorbei (bis morgen früh).Jeder Entwickler und Webmaster darf ab sofort Angst haben weil, Beispielweise ab 18 Uhr, die API nicht mehr läuft, weil die Obergrenze der Nutzungen erreicht ist. Müssen wir uns drauf einstellen, dass man Abends auf diversen Webseiten einige Karteneinblendungen nicht sehen können?Sicherlich fühlen sich jetzt viele Entwickler an den Kopf geknallt. Erst wurden sie mit einer tollen API angelockt und jetzt müssen sie dafür bezahlen. Google hat mit seiner API und den einzigartigen Möglichkeiten in all den Jahren jede Konkurrenz die Luft zum Atmen genommen. Keiner hatte eine so vielseitige und schlaue API. Die einzige brauchbare Alternative ist die von OpenLayers (OpenStreetMap) und Bing Maps von Microsoft. Und hier steckt die Chance für die Millionen von Entwicklern und privaten Nutzern der Google Maps API. Sie müssen bis 2012 dorthin wechseln oder teuer für die Google Maps API bezahlen.Eine große Chance bedeutet das jetzt für OpenStreetMap bzw. Openlayers und andere OpenStreetMap Entwickler, dem Platzhirsch Google mit seinem Eigentor, vom Tron zu jagen. Nur muss vor allen OpenLayers, die tolle Möglichkeiten mit der Kartensubstanz von OpenStreetMap weiter ausbauen. Bis 2012 muss man hier das Realisieren, was Google Maps API so stark gemacht hat. Die API muss auch generell für mobile Endgeräte funktionieren, bessere MySQL- und KML-Einbindung und endlich eine API mit Routenplaner, Landkarten und Satellitenbilder. Ein Skandal ist die Tatsache wie Google mit den Entwicklern der Google Maps API umgeht. Man veröffentlicht natürlich sofort eine detaillierte Preisliste für Google Maps API, aber ein Datum, wann es 2012 mit dem Bezahlen los geht, sagt Google nicht. Und 2012 startet schon in wenigen Wochen. Einige Webseiten und App-Entwickler die auf Google gesetzt haben, haben quasi keine Zeit mehr auf die API von OpenStreetMap (Openlayers), Bing, Yahoo und Nokia zu wechseln.Warum Google das macht sagt der Internetriese natürlich nicht. Aber es muss mit dem Teufel zu gehen, wenn Google nicht die Strategie auf dem Zettel stehen hat, mit der teuren API unbequeme Konkurrenz, die mit der API zur Nutzung und Darstellung von Beispielsweise Hotelbuchungswebseiten, Locationfinder und anderen Suchwebseiten die mit Google Maps Informationen darstellen, so den Saft abdrehen zu wollen, um die eigenen Google Dienste, im Internet und in der Suche in Google noch mehr in den Vordergrund zu bringen. Wer weiß, was Google alles noch vor hat. Die Weltherrschaft im Internet haben sie ja schon bereits. Quelle: http://googlegeodevelopers.blogspot.com/2011/10/introduction-of-usage-limits-to-maps.html
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october 2011
Callcenter adé: Wie die Taxi-Branche auf myTaxi reagiert
Die Smartphone-App myTaxi macht den bisherigen Taxi-Bestellprozess über Callcenter überflüssig. Die bedrohten Funkzentralen reagieren, wie man dies bereits aus anderen Industrien kennt.Der digitale Wandel sorgt dafür, dass Unternehmen aus einer Vielzahl von Branchen Gefahr laufen, durch eine ausbleibende Evolution der angebotenen Produkte und Dienste sowie eine mangelnde Anpassungsfähigkeit an neue Marktdynamiken und Online-Konkurrenten die sich rapide verändernden Bedürfnisse der Kunden nicht mehr befriedigen können.
Ein ganz aktuelles Beispiel dafür sind die Taxizentralen, über die Fahrgäste zumeist telefonisch Taxis bestellen können. Taxifahrer, die auf die Leistungen der in der Regel regional aktiven Funkzentralen zurückgreifen wollen, zahlen eine monatliche Pauschale sowie eine Vermittlungsgebühr pro Fahrt und erhoffen sich auf diese Weise, die Zahl der Touren und damit ihre Umsätze zu erhöhen.

Lange Zeit hat sich an diesem für Taxifahrer vergleichsweise kostspieligen und für Fahrgäste umständlichen System nichts geändert. Doch dann kam das Hamburger Startup Intelligent Apps und zerstörte mit seiner Smartphone-App myTaxi innerhalb von anderthalb Jahren in 14 Städten die Funkzentralen-Idylle.
Mit myTaxi ersparen sich Fahrgäste den Anruf bei der Taxivermittlung. Stattdessen können sie in wenigen Schritten über die mobile App ein Taxi bestellen, die dank GPS-Ermittlung auch ganz genau weiß, wo die Abholung geschehen soll. Fahrer zahlen pro vermittelter Fahrt 0,79 Euro (in Wien 0,99 Euro) an Intelligent Apps, eine Monatsgebühr fällt nicht an.
Während die Attraktivität von myTaxi für Fahrer von der jeweiligen Stadt, der dortigen Verbreitung der App bei Verbrauchern sowie von den Gebühren der Taxizentralen abhängig ist, stellt die Anwendung für Fahrgäste einen Segen dar, zumal der Nutzwert von myTaxi mit jeder weiteren verfügbaren Region steigt.
Die Funkzentralen sehen in myTaxi nicht überraschend eine Bedrohung. Denn weil die Taxi-Bestellung über das Smartphone deutlich bequemer ist, schneller geht, eine ungefähre Fahrpreisinformation im Voraus beinhaltet und man sich die Angabe einer Adresse oder die Beschreibung des Standortes spart, ist die mobile App deutlich besser zur Befriedigung der Kundenbedürfnisse geeignet als das bisherige telefonische Verfahren.
Die etablierten Taxizentralen stehen nun vor der Entscheidung, wie sie auf die neue, überlegene Konkurrenz reagieren.
Kundenorientiert Ansatz: Dem neuen Wettbewerber mit eigener Lösung Paroli bieten Sie akzeptieren die Tatsache, dass die Taxibestellung in Zukunft immer stärker ohne Callcenter abgewickelt wird, weil dies aus Kundensicht Vorteile bietet, und versuchen, mit einer eigenen überregionalen App dagegenzuhalten. Die iPhone- und Android-App Taxi.EU ist ein Beispiel hierfür: In mehr als 40 Städten in Deutschland und diversen Nachbarländern kann per GPS-Standortermittlung ein Taxi gerufen werden.
Der Service der Berliner Funkzentralen-Betreiberin Taxi Pay GmbH ist an das System ausgewählter Taxizentralen angeschlossen und erhebt den Anspruch, das leistungsfähigste System seiner Art in Europa zu sein – unter anderem weil Taxifahrer für die Entgegennahme von Buchungen nicht Smartphones verwenden, sondern professionelle, speziell für diesen Zweck geschaffene Hardware.
Ich war ehrlich gesagt überrascht, im Rahmen meiner Recherchen für diesen Beitrag auf eine App im Stile von Taxi.EU zu stoßen. Zumindest auf dem Papier klingt das Angebot dem von myTaxi mindestens ebenbürtig und besitzt dazu den Vorteil, in deutlich mehr Städten einsatzbereit zu sein als der Dienst der Konkurrenz aus Hamburg.
Auch der Taxiverband Deutschland plant eine deutschlandweite mobile App. Diese soll allerdings frühestens 2012 verfügbar sein.
Innovationsfeindlicher Ansatz: Dem neuen Wettbewerber Steine in den Weg legen Einige Taxizentralen versuchen, die neue Konkurrenz durch juristische Anfeindungen oder andere fragwürdige, innovationsfeindliche Attacken an der weiteren Expansion zu hindern. Bei heise online ist von einem aktuellen Fall zu lesen, bei dem zwei Wiener Funkzentralen Taxiunternehmen, die gleichzeitig myTaxi zur Kundenakquise einsetzen, mit der Kündigung drohen.
Angeblich sollen von mit den Fahrern von über die App gebuchten Taxis Konflikte vom Zaun gebrochen worden sein, damit man sie anschließend von den Services der Funkzentrale (momentan noch immer die Existenzgrundlage für die meisten Fahrer) abschneiden konnte.
Kundenbedürfnisse sollten im Vordergrund stehen Man nenne mich einen Idealisten, aber oberstes Ziel von Unternehmertum sollte es meiner Ansicht nach sein, die Bedürfnisse der Zielgruppe bestmöglich zu erfüllen und auf diese Weise Geld zu verdienen. Firmen, bei denen das Profitstreben den Kundenfokus in den Hintergrund treten lässt, tendieren fast automatisch zu ethisch fragwürdigem Vorgehen oder dazu, von einem stärker kundenorientierten Wettbewerber überholt zu werden.
Funkzentralen, die glauben, sie könnten myTaxi zu Fall bringen, agieren nach diesem traurigen Muster und sollten sich fragen, warum sie überhaupt im Taxigeschäft tätig sind, wenn ihnen die sich verändernden Bedürfnisse der Kundschaft so egal sind. Zumal mir keine Branche bekannt ist, in der derartiges Bewahrer-Verhalten langfristig von Erfolg gekürt war.
Natürlich ist es für etablierte Firmen eine Herausforderung, wenn ihrem bisher wasserdicht erscheinenden Geschäftsmodell durch digitale Konkurrenz die Existenzberechtigung genommen wird. Wer aber den Kunden in den Mittelpunkt stellt, statt sich dem zum Scheitern verurteilten Erhalt des Status Quo zu verschreiben, wird besser auf die veränderten Rahmenbedingungen reagieren können. Die Medienbranche kann davon ein Lied singen.
Dieser Text ist mir was wert: Verwandte ArtikelDigitalisierung: Der Irrtum mit dem fliegenden SchiffVor fast hundert Jahren nahm man an, dass der heutige Personenluftverkehr von Schiffe transportierenden Zeppelinen abgewickelt werden würde. Mit den Folgen der Digitalisierung befasste Unternehmen können aus falschen Prognosen wie dieser viel lernen. (7. März 2011)Digitale Revolution: Das Ende der SternchentexteViele kostenpflichtige Angebote rund ums Netz fokussieren sich noch immer darauf, Kunden durch Zwang möglichst an sich zu binden, statt ganz einfach ihre Bedürfnisse zu befriedigen. (29. November 2010)Der Fall UberCab: Auch auf der anderen Seite ist das Gras nicht immer grünerAuch in San Francisco, dem Herz der globalen Internetbranche, kann Bürokratie zur Innovationsbremse werden. Was dem Startup UberCab gerade passiert ist, wäre in Deutschland vermutlich als "typisch deutsch" bezeichnet worden. (25. Oktober 2010)SPONSOREN
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october 2011
Charging Station for $6+
Materials: SOLBRAND, NEDDA, cardboard, glue gun, scissors/razor blade, drill and drill bit, (Optional: KAPPLA surge protector)
Description: It was time to make a charging station (we have 3 cell phones and quite a few ipods.... don't ask :)

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october 2011
Growing up table
Materials: Vika Artur trestle, Vika Amon table top
Description: My son, Oscar, is turning three I was thinking to get him a table so he have somewhere to sit and do his drawing. I went to a couple of stores to see what they had to offer but after a while I started to wonder how many tables I had to buy before I could get him a "big boy" table. Wandering around at the IKEA workspace department I saw the Vika Artur trestle and had an idea so I ended up buying four "legs" two Amon 23" x 39" and an Amon corner. After a couple of day thinking and measuring I started by shortening the three upper parts 5", or just so you get rid of the old holes, to fit with Vika Amon table top. To lower the legs, and to keep the right angles, I measured 18 1/8" on each corner and cut them. Then I drilled a new hole, for the shelf, 2 1/5" up. The shelf must be made smaller to fit, so the "end parts" have to be shortened 2 7/8" and the "shelf planks" 6 11/16".

The end result is one big table, or two small, that is adjustable from 20" to 29" and I don't have to go shopping for tables any more.
~ Jonas Bergstrom, Stockholm, Sweden
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october 2011
the understatement: Android Orphans: Visualizing a Sad History of Support
Android Orphans: Visualizing a Sad History of Support



The announcement that Nexus One users won’t be getting upgraded to Android 4.0 Ice Cream Sandwich led some to justifiably question Google’s support of their devices. I look at it a little differently: Nexus One owners are lucky. I’ve been researching the history of OS updates on Android phones and Nexus One users have fared much, much better than most Android buyers.

I went back and found every Android phone shipped in the United States1 up through the middle of last year. I then tracked down every update that was released for each device - be it a major OS upgrade or a minor support patch - as well as prices and release & discontinuation dates. I compared these dates & versions to the currently shipping version of Android at the time. The resulting picture isn’t pretty - well, not for Android users:

Other than the original G1 and MyTouch, virtually all of the millions of phones represented by this chart are still under contract today. If you thought that entitled you to some support, think again:

7 of the 18 Android phones never ran a current version of the OS.
12 of 18 only ran a current version of the OS for a matter of weeks or less.
10 of 18 were at least two major versions behind well within their two year contract period.
11 of 18 stopped getting any support updates less than a year after release.
13 of 18 stopped getting any support updates before they even stopped selling the device or very shortly thereafter.
15 of 18 don’t run Gingerbread, which shipped in December 2010.
In a few weeks, when Ice Cream Sandwich comes out, every device on here will be another major version behind.
At least 16 of 18 will almost certainly never get Ice Cream Sandwich.
Also worth noting that each bar in the chart starts from the first day of release - so it only gets worse for people who bought their phone late in its sales period.

Why Is This So Bad?
This may be stating the obvious but there are at least three major reasons.

Consumers Get Screwed
Ever since the iPhone turned every smartphone into a blank slate, the value of a phone is largely derived from the software it can run and how well the phone can run it. When you’re making a 2 year commitment to a device, it’d be nice to have some way to tell if the software was going to be remotely current in a year or, heck, even a month. Turns out that’s nearly impossible - here are two examples:

The Samsung Behold II on T-Mobile was the most expensive Android phone ever and Samsung promoted that it would get a major update to Eclair at least. But at launch the phone was already two major versions behind — and then Samsung decided not to do the update after all, and it fell three major OS versions behind. Every one ever sold is still under contract today.

The Motorola Devour on Verizon launched with a Megan Fox Super Bowl ad, while reviews said it was “built to last and it delivers on features.” As it turned out, the Devour shipped with an OS that was already outdated. Before the next Super Bowl came around, it was three major versions behind. Every one ever sold is still under contract until sometime next year.

Developers Are Constrained
Besides the obvious platform fragmentation problems, consider this comparison: iOS developers, like Instapaper’s Marco Arment, waited patiently until just this month to raise their apps’ minimum requirement to the 11 month old iOS 4.2.1. They can do so knowing that it’s been well over 3 years since anyone bought an iPhone that couldn’t run that OS. If developers apply that same standard to Android, it will be at least 2015 before they can start requiring 2010’s Gingerbread OS. That’s because every US carrier is still selling - even just now introducing2 - smartphones that will almost certainly never run Gingerbread and beyond. Further, those are phones still selling for actual upfront money - I’m not even counting the generally even more outdated & presumably much more popular free phones.

It seems this is one area the Android/Windows comparison holds up: most app developers will end up targeting an ancient version of the OS in order to maximize market reach.

Security Risks Loom
In the chart, the dashed line in the middle of each bar indicates how long that phone was getting any kind of support updates - not just major OS upgrades. The significant majority of models have received very limited support after sales were discontinued. If a security or privacy problem popped up in old versions of Android or its associated apps (i.e. the browser), it’s hard to imagine that all of these no-longer-supported phones would be updated. This is only less likely as the number of phones that manufacturers would have to go back and deal with increases: Motorola, Samsung, and HTC all have at least 20 models each in the field already, each with a range of carriers that seemingly have to be dealt with individually.

Why Don’t Android Phones Get Updated?
That’s a very good question. Obviously a big part of the problem is that Android has to go from Google to the phone manufacturers to the carriers to the devices, whereas iOS just goes from Apple directly to devices. The hacker community (e.g. CyanogenMod, et cetera) has frequently managed to get these phones to run the newer operating systems, so it isn’t a hardware issue.

It appears to be a widely held viewpoint3 that there’s no incentive for smartphone manufacturers to update the OS: because manufacturers don’t make any money after the hardware sale, they want you to buy another phone as soon as possible. If that’s really the case, the phone manufacturers are spectacularly dumb: ignoring the 2 year contract cycle & abandoning your users isn’t going to engender much loyalty when they do buy a new phone. Further, it’s been fairly well established that Apple also really only makes money from hardware sales, and yet their long term update support is excellent (see chart).

In other words, Apple’s way of getting you to buy a new phone is to make you really happy with your current one, whereas apparently Android phone makers think they can get you to buy a new phone by making you really unhappy with your current one. Then again, all of this may be ascribing motives and intent where none exist - it’s entirely possible that the root cause of the problem is just flat-out bad management (and/or the aforementioned spectacular dumbness).

A Price Observation
All of the even slightly cheaper phones are much worse than the iPhone when it comes to OS support, but it’s interesting to note that most of the phones on this list were actually not cheaper than the iPhone when they were released. Unlike the iPhone however, the “full-priced” phones are frequently discounted in subsequent months. So the “low cost” phones that fueled Android’s generally accepted price advantage in this period were basically either (a) cheaper from the outset, and ergo likely outdated & terribly supported or (b) purchased later in the phone’s lifecycle, and ergo likely outdated & terribly supported.

Also, at any price point you’d better love your rebates. If you’re financially constrained enough to be driven by upfront price, you can’t be that excited about plunking down another $100 cash and waiting weeks or more to get it back. And sometimes all you’re getting back is a “$100 Promotion Card” for your chosen provider. Needless to say, the iPhone has never had a rebate.

Along similar lines, a very small but perhaps telling point: the price of every single Android phone I looked at ended with 99 cents - something Apple has never done (the iPhone is $199, not $199.99). It’s almost like a warning sign: you’re buying a platform that will nickel-and-dime you with ads and undeletable bloatware, and it starts with those 99 cents. And that damn rebate form they’re hoping you don’t send in.

Notes on the chart and data

Why stop at June 2010?
I’m not going to. I do think that having 15 months or so of history gives a good perspective on how a phone has been treated, but it’s also just a labor issue - it takes a while to dredge through the various sites to determine the history of each device. I plan to continue on and might also try to publish the underlying table with references. I also acknowledge that it’s possible I’ve missed something along the way.

Android Release Dates
For the major Android version release dates, I used the date at which it was actually available on a normal phone you could get via normal means. I did not use the earlier SDK release date, nor the date at which ROMs, hacks, source, et cetera were available.

Outside the US
Finally, it’s worth noting that people outside the US have often had it even worse. For example, the Nexus One didn’t go on sale in Europe until 5 months after the US, the Droid/Milestone FroYo update happened over 7 months later there, and the Cliq never got updated at all outside of the US.

Thanks primarily to CNET & Wikipedia for the list of phones.↩

Yes, AT&T committed to Gingerbread updates for its 2011 Android phones, but only those that had already been released at the time of the July 25 press release. The Impulse doesn’t meet that criteria. Nor does the Sharp FX Plus.↩

A couple of samples just from the past week: 1, 2 - in comments.↩
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october 2011
Facebook-Manager Tom Furlong im Interview: “Für Nutzer in Europa wird sich die Performance verbessern”
Facebook wagt mit seinen Servern den Sprung über den großen Teich und errichtet sein erstes Rechenzentrum in Europa. Im Interview erläutert Facebook-Manager Tom Furlong die Hintergründe, in Nordschweden drei riesige Serverhallen zu errichten.Am gestrigen Donnerstag wurde offiziell verkündet, was schon länger als Gerücht zu hören war: Facebook wird im nordschwedischen Luleå sein erstes Rechenzentrum in Europa und gleichzeitig das erste außerhalb der USA errichten. Drei Serverhallen mit einer Fläche von 28.000 Quadratmetern sollen etappenweise gebaut und sukzessive mit zunehmendem Bedarf in Betrieb genommen werden – kurioserweise gefördert mit gut 10 Millionen Euro aus EU-Töpfen (übersetzte Quelle).
Tom Furlong, bei Facebook als “Director Site Operations” für die Server des 800 Millionen aktive Mitglieder zählenden sozialen Netzwerks zuständig, war gestern in Luleå vor Ort. Am Freitagmorgen traf ich ihn in Stockholm zu einem Interview und befragte ihn zu den Hintergründen der Entscheidung, erstmals Server in Europa aufzustellen, und was dieser Schritt für den anhaltenden Datenschutz-Konflikt zwischen der EU und Facebook bedeutet.
Wenn Nutzer heute von einem beliebigen Ort auf der Welt Facebook ansteuern – von wo kommen dann die Inhalte? Grundsätzlich von einem unserer Rechenzentren in den USA. Für europäische Nutzer ist dies gewöhnlich das an der US-Ostküste, für Anwender aus dem Asien-Pazifik-Raum eines an der Westküste. Bisher nutzten wir ausschließlich geleasten Serverplatz in Rechenzentren im Großraum San Francisco (Bay Area) sowie in Virginia. Vor einigen Monaten aber ging unser erstes eigenständig konzipiertes und errichtetes Rechenzentrum in Oregon ans Netz. Die Nummer zwei entsteht momentan in North Carolina und wird im nächsten Jahr fertiggestellt.
Andere US-Internetkonzerne wie Google und Amazon haben ihre Rechenzentren über den Globus verteilt. Facebook also bisher nicht. Müsste sich dies nicht in deutlichen Geschwindigkeitseinbußen niederschlagen? Da jede Nutzern präsentierte Facebook-Seite individuell generiert wird, bringt dies automatisch eine gewisse Latenz mit sich. Die zusätzlich durch die Distanz zum Server auftretende Verzögerung ist deshalb kaum wahrnehmbar. Aber unser Ziel ist es natürlich, angefragte Seiten so schnell wie möglich auszuliefern, sowohl durch Verbesserungen der Softwarearchitektur, als auch durch die Verringerung der physischen Entfernung. Nun unser erstes eigenes Rechenzentrum außerhalb der USA zu errichten, ist daher ein natürlicher Schritt für Facebook und wird für europäische Anwender mit einem zusätzlichen Performance-Gewinn einhergehen.
Wieso fiel die Wahl auf Schweden? Welche anderen Regionen standen zur Debatte? Ich möchte mich ungern darüber äußern, bei welchen Ländern wir uns gegen ein Engagement entschlossen haben. Zu Beginn standen im Prinzip alle Länder Westeuropas zur Diskussion. Bei der Wahl des am besten geeigneten Ortes müssen viele, von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich priorisierte Kriterien erfüllt sein. Für uns waren dies ein geeignetes Klima, ein robustes Stromnetz mit ausreichender Kapazität zu geringen Kosten und die Verfügbarkeit einer hinreichend großen Landfläche. Eine Rolle spielen zudem das allgemeine Geschäftsklima, regulatorische, administrative und steuerliche Aspekte sowie die Verfügbarkeit von gut ausgebildetem Personal.
Beim Blick auf eine optimale Energieversorgung verengt sich die Zahl möglicher Standorte automatisch auf die Regionen, in denen viel Strom erzeugt wird, und der Klima-Aspekt sorgt für einen Fokus auf nördliche Breitengrade. Schließlich fiel die Wahl deshalb auf Schweden. Von acht Standorten, die uns von Invest Sweden, einer staatlichen Behörde zur Ansiedlung ausländischer Unternehmen, vorgeschlagen wurden und die wir besucht haben, blieben am Ende zwei übrig, woraufhin Luleå dann den Zuschlag erhielt.
Wäre nicht Island, das sich seit einiger Zeit als sicherer Standort für Serveranlagen anpreist, auch eine Alternative gewesen? Tatsächlich sprechen viele Argumente für Island, vor allem die ausgezeichnete Verfügbarkeit von Wasser- und Erdwärmekraft. Allerdings ist durch die abgelegene geografische Lage die Latenzzeit nicht optimal – man ist ein wenig zu weit von sowohl den USA als auch Europa entfernt.
Der Luleå-Standort soll anders als die US-Rechenzentren zu einem großen Teil mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Spielt das Thema Nachhaltigkeit für Facebook zukünftig eine größere Rolle? Datenzentren müssen da errichten werden, wo es aus geschäftlichen und operativen Gesichtspunkten sinnvoll ist. Wir benötigen die Kapazitäten an der Ost- und Westküste der USA, wo aber ungefähr die Hälfte der Energie aus Kohlekraftwerken stammt und 20-25 Prozent aus Kernkraft. Insofern werden wir auch zukünftig in manchen Fällen die vorhandenen Ressourcen nutzen müssen, selbst wenn uns “grüner Strom” lieber wäre. Aber das ist eben einer der Gründe, der für die Etablierung in Nordschweden spricht. Während wir die Quellen der verfügbaren Energie nur bedingt beeinflussen können, versuchen wir stetig, die Effizienz unserer Systeme zu erhöhen. Durch eine smarte Systemarchitektur, die wir im Rahmen des Open Compute Project auch anderen zugänglich machen, können wir die verfügbaren Serverkapazitäten besser nutzen.
Wird Facebook in den nächsten Jahren in Europa noch weitere Rechenzentren bauen? Man soll ja niemals nie sagen. Für die nahe Zukunft gibt es jedoch keine konkreten Pläne dafür. Das Datencenter in Schweden ist für uns ein großer Schritt. Zumal wir zuerst eine Serverhalle bauen und anschließend zwei weitere, die bei Bedarf in Betrieb genommen werden können. Vorerst sind wir froh, uns nicht nach einem weiteren Standort umschauen zu müssen.
Wären denn Deutschland oder die Schweiz attraktive Standorte für ein Facebook-Rechenzentrum? Ich denke, dies sind immer potenzielle Optionen. Aber wie gesagt: Momentan sind wir mit dem Bau in Luleå beschäftigt, der uns sowieso erst ab 2013 die anvisierte Serverkapazität liefern wird. Es ist schon eine Herausforderung, die Entwicklung der nächsten zwölf Monate vorherzusagen. Zwei bis drei Jahr sind dann erst recht schwierig.
Die EU und einige ihrer Mitgliedsländer wie zum Beispiel Deutschland versuchen seit längerem, Facebook zu zähmen und sehen unter anderem ein Problem darin, dass Daten wie IP-Adressen im Zusammenhang mit dem Like-Button auf externen Websites an Server außerhalb der EU gesendet werden. Wird Facebook das Luleå-Rechenzentrum nutzen, um Zugeständnisse zu machen und beispielsweise Daten von Anwendern aus der EU primär in Schweden statt in den USA zu lagern? Facebooks Head of Corporate Communications EMEA Stefano Hesse übernimmt das Wort. Es spielt eigentlich keine Rolle, wo das Rechenzentrum steht. Entscheidend ist, dass man die europäische Rechtslage sowie die am Firmensitz in Irland befolgt – das machen wir und befinden uns in stetigem Kontakt mit den politischen Entscheidungsträgern. Die Server in Schweden werden 2013 ihren Betrieb aufnehmen und ich gehe davon aus, dass auch dann Facebook-Nutzer aus Europa von unterschiedlichen Serverstandorten aus bedient werden. Aber für eine Aussage, wie das dann im Detail aussehen wird, ist es einfach noch zu früh.
Aber mit einem Rechenzentrum in einem EU-Land riskiert Facebook, dass sich der Druck von Politik und Datenschützern weiter erhöht, oder? Im schlimmsten Fall könnten dann sogar die Ermittlungsbehörden auftauchen und die Server beschlagnahmen. Stefano Hesse: Ein solches Szenario würde eine ganz außerordentliche Notsituation voraussetzen und ist sonst in keiner Weise rechtskonform. Wir versuchen, bestmöglich mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten und wenn beispielsweise aus Deutschland ein Einwand oder eine Anfrage kommt, dann haben wir dafür ein Team bei Facebook, das sich damit auseinandersetzt.
Das heißt, dass es keine Pläne gibt, in Luleå speziell die Daten europäischer Nutzer zu speichern? Stefano Hesse: Wir müssen das tun, was am besten für unsere Nutzer ist – vor allem hinsichtlich Effizienz und Sicherheit. Wo die Daten liegen, spielt keine Rolle. Was wir heute noch nicht wissen, ist, wie sich die Rahmenbedingungen und Gesetzeslage bis 2013 verändert hat.
Tom, wird es nicht schwer, Facebook-Mitarbeiter aus Kalifornien zum Umzug ins kalte Luleå zu bewegen? Tom Furlong: Das wird sicherlich eine Herausforderung. Wir möchten aber ohnehin den Großteil des erforderlichen Personals lokal oder aus anderen Ländern Europas rekrutieren. Aber sicherlich werden wir in nächster Zeit viele Flugmeilen anhäufen. Und eventuell finden sich ja ein oder zwei US-Kollegen, die sich einen längeren Aufenthalt in Nordeuropa vorstellen können.
Dieser Text ist mir was wert: Verwandte ArtikelWer weiß was über die Nutzer: Die wirkliche Datenkrake heißt AmazonGoogle, Facebook und vielleicht auch Apple bereiten Datenschützern Kopfschmerzen. Aber sie vergessen einen großen Konzern im Internet, der viel sensiblere Informationen über uns hat als alle anderen: Amazon. (25. Oktober 2011)Facebook zur Sichtbarkeit von geschützten Inhalten: "Wir haben keine Einstellungen verändert"Facebooks nutzerdefinierte Freundeslisten zur Begrenzung der Sichtbarkeit von Inhalten für bestimmte Kontakte funktionieren seit einigen Tagen nicht mehr so zuverlässig wie zuvor. Facebook aber beteuert, keine Einstellungen verändert zu haben. (22. September 2011)Sichtbarkeit von Inhalten: Kein Verlass auf Facebooks Privatsphäre-EinstellungenFacebook verfeinert seine Privatsphäre-Einstellungen stetig und will Mitgliedern glaubhaft machen, dass sie die volle Kontrolle über ihre Daten besitzen. Doch gleichzeitig verändert das soziale Netzwerk eigenmächtig die Sichtbarkeit der Nutzerinhalte. (16. September 2011)SPONSOREN
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october 2011
Der Brief, den Schlecker jetzt schreiben sollte
Ab und zu rufen mich Unternehmen an, die ein Social-Media-Problem haben. Wenn zum Beispiel auf einem praktisch unverlinkten Blog mit drei Artikeln ein Unternehmensvorstand mit Hitler verglichen wird – das aber unangenehm weit oben in der Google-Suche zum Namen auftaucht. Manchmal aber geht es auch um Shitstorms, für die ich eine gewisse Expertise entwickelt habe. Und in Zeiten von Shitstorms kann man bedeutend mehr falsch als richtig machen, deshalb berate ich Unternehmen in dieser Richtung, wenn ich absurd hohe Honorare einen Sinn darin sehe und Lust darauf habe (ist nicht immer so).

Mit Schlecker habe ich keinerlei geschäftlichen Kontakt, außer dass ich dort meinen Lieblingsdeoroller kaufe. Aber das, was mit und um Schlecker im Internet – Blogs, Twitter, Google+, Facebook, Online-Medien – momentan passiert, ist ein wunderschöner Trainingsshitstorm für deutsche Unternehmen. Also, schön für alle außer Schlecker. Obwohl das Stürmchen relativ egal ist im Vergleich zu ungefähr allem anderen, was derzeit passiert, haben im Moment die nichtschleckerschen Beteiligten ihre helle Freude an seiner Aufrechterhaltung. Schlecker, namentlich der Unternehmenssprecher Florian Baum, sollte deshalb einen Brief (Blogbeitrag) an die Öffentlichkeit schreiben. “When you’re in a hole, stop digging”, so heisst es auf dem mit Marketingweisheiten gesättigten, amerikanischen Sprichwortmarkt. Den Brief habe ich im Folgenden probeweise formuliert: Die andersfarbige, kleine Schrift dazwischen sind meine internen Kommentare, die die strategischen und taktischen Funktionen des Briefs erläutern sollen.

Liebe digitale Öffentlichkeit,

wir, das Unternehmen Schlecker, und ich, Florian Baum, sind erstaunt. Nicht die angenehme Art von Erstaunen, das lässt sich vermutlich erahnen. Es fühlt sich eher an, als würde man einen kritischen Unbekannten auf der Straße treffen, der verwickelt einen in ein Gespräch, man versucht etwas unbeholfen, verständnisvoll zu sein – und stellt hinterher fest, dass das Gespräch live ins Fernsehen übertragen wurde.

Im ersten Abschnitt werden explizit zwei Parteien ins Spiel: Baum und Schlecker. Der Sprecher soll alles Negative auf sich ziehen, um Schaden vom Unternehmen abzuwenden. Die Situation wird auf eine Art beschrieben, die für jeden nachvollziehbar ist und zumindest ein gewisses Verständnis für Schlecker aufkommen lässt. Der Vergleich ist essentiell, um die Deutungshoheit über das Geschehene zu gewinnen. Dazu kommt mit “unbeholfen” die erste Andeutung eines eigenen Fehlers.

Ich habe einen Fehler gemacht. Genau genommen habe ich sogar mehrere Fehler gemacht. Nicht soviele wie damals, als ich in der achten Klasse unglücklich verliebt war und zweimal sitzen blieb – aber drei oder vier sind es schon:

• Ich habe völlig unterschätzt, welche Wellen ein Brief schlagen kann, von dem ich dachte, ihn an eine Einzelperson zu schreiben
• Ich habe mich zu Formulierungen hinreissen lassen, die in der Öffentlichkeit missverstanden werden mussten (das war unklug und unsympathisch)
• Ich habe diese beiden Fehler viel zu spät bemerkt und deshalb
• versucht, sie so gut es geht zu verteiden. Was nicht so wahnsinnig gut geklappt hat.

Das alles tut mir leid, besonders, falls sich jemand angriffen oder verspottet gefühlt haben sollte.

Der zweite Abschnitt ist auf die Fehler bezogen – wenn Shitstorms vorhanden sind, muss jemand Fehler gemacht haben. Findet die Öffentlichkeit jedenfalls, und um die geht es hier, deshalb entschuldigt man sich. Persönlicher Stolz ist gefälligst an der Garderobe abzugeben. Zugegeben werden die Fehler von der Einzelperson, wenn irgend möglich (gibt auch andere Fälle). Deshalb fängt hier jeder Punkt mit “ich” an. Das Unternehmen wird damit aus dem Fokus geschoben. Mit einem überraschenden, unterhaltsam formulierten Eingeständnis eigener Unzulänglichkeit am Anfang (“sitzen geblieben”) wird eine erfrischende Distanz zur eigenen Person aufgebaut. Das wirkt der fatalen Arroganz des ersten Briefs entgegen. Trotzdem wird das Wort “Arroganz” vermieden, es tritt sich sonst fest. Dazu kommt eine explizite Entschuldigung in der Sache, die aber die Vorwürfe nicht explizit wiederholt. Die Entschuldigung wird halbgar nicht relativiert.

Dass die Situation – für uns so überraschend – eskalieren konnte, liegt an etwas für mich einigermaßen Neuem: Fachleute sprechen von “Social Media”. Ich glaube, dabei handelt es sich eigentlich um Sie alle. Ich habe zwar (drei Semester über der Regelstudienzeit wegen eher durchschnittlichen Organisationstalents) etwas mit Medien studiert, aber damals gab es das noch nicht, das Internet von heute. Wo man mit vielen, mit ausgesprochen vielen Leuten in direktem Kontakt steht und wo deshalb Regeln herrschen, mit denen ich noch nicht allzuvertraut bin. Obwohl ich regelmäßig Beiträge in unserem Unternehmensblog schreibe, ist für die meisten vermutlich keine Riesenüberraschung, dass ich persönlich bisher mit Social Media nicht soviel anfangen konnte. Aber daraus ergibt sich eine Chance.

Im dritten Abschnitt folgt in direkter Ansprache ein subtiles Kompliment für die Leser und Shitstormteilnehmer: Ihr habt etwas Wichtiges verstanden, was ich so noch nicht kannte. Das ist auch das Eingeständnis der eigenen, persönlichen Unzulänglichkeit – aber diesmal im Fachlichen (es gab ja menschliche und fachliche Fehler bisher). Deshalb wird behutsam erklärt, warum hier offensichtlich ein Mangel an KnowHow herrscht, direkt verbunden mit einer Wendung ins Positive: der folgende Abschnitt über die Chancen wird vorbereitet.

Denn wenn Sie mir auch nichts glauben, dann doch wenigstens, dass wir, das Unternehmen Schlecker und insbesondere ich, die Kraft und die Energie des Internet in den letzten Tagen kennengelernt haben. Die Chance liegt nun darin, diese Kraft auch im positiven Sinn zu nutzen. Mir persönlich will nicht in den Kopf, dass diese sozialen Medien angeblich nur für den Aufschrei taugen sollen – darin muss gerade für Unternehmen auch eine Chance liegen. Und die wollen wir versuchen zu nutzen (und würden uns freuen, wenn Sie dabei mitmachen, müssen Sie aber natürlich nicht).

Der vierte Abschnitt ist der Zukunft zugewandt und dreht die Kraft der eben leicht angeschleimten, digitalen Öffentlichkeit ins Positive. Sowie von Zukunft und positiven Dingen die Rede ist, kommt auch wieder das Unternehmen Schlecker ins Spiel. Die Chancen werden hervorgehoben, die Digitale Öffentlichkeit eingeladen mitzumachen, ohne sich allzu uncharmant aufzudrängen. Und es gibt ein Versprechen, sich mit den Leuten im Internet – die das Stürmchen ja verursacht haben – positiv auseinanderzusetzen. Das erhöht die Aufmerksamkeit für folgende, positive Aktionen.

Abschließend wollen wir uns für den ärgerlichen Eindruck entschuldigen, der durch meine Fehler entstanden ist. Wir wollen alles dafür tun, um zu beweisen, dass dieser Eindruck falsch ist: wir mögen nämlich unsere Kunden, alle Kunden, sie zahlen uns die Miete, wir sind von ihnen abhängig. Und das ist auch der Grund, warum wir versuchen, Artikel, die jeder braucht, so preisgünstig anzubieten, dass sie auch jeder kaufen kann.

Im Schlussteil aber nicht zu positiv euphorisch werden, es handelt sich immerhin um eine Art Entschuldigungsbrief mit zerknirschter Grundstimmung. Deshalb nochmal eine explizte Entschuldigung, auch von Schlecker (“…wollen wir uns ent…”), ohne das Unternehmen dabei in den Vordergrund zu rücken. Nochmal persönlich Stellung beziehen (“meine Fehler”). Dann drehen ins Pathos. Pathos ist verrufen, aber nur bei (hihi) Hochgebildeten Superironikern, bei den meisten kommt Pathos gut an, wenn es richtig eingesetzt wird. Schlecker hat viele Jahre daran gearbeitet, dass Drogerieartikel in Deutschland erschwinglicher sind als irgendwo sonst (im Verhältnis), das kann man also ruhig andeuten.

Mit lieben Grüßen,
Florian Baum
Unternehmenssprecher Schlecker
Social Media-Beauftragter in spe

Halb ernsthafter, halb unterhaltsamer Schlussakkord im neuen Titel des Unternehmenssprechers, der eine nachhaltige Änderung der Haltung und des Verständnis anzeigen soll

Anmerkung: wenn dieser Brief bei Euch jetzt nicht mehr funktionieren sollte, liegt das natürlich zum einen an der unendlichen Weisheit der digitalen Öffentlichkeit, also von Euch, und zum anderen an dem, was Goethe so formuliert hat: “Man erkennt die Absicht und ist verstimmt.”
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october 2011
The Awkward, Unanswered Questions That Led to Coldplay's Spotify Embargo
Coldplay have opted to not have their latest album Mylo Xyloto made available on streaming services…all of them, though of course Spotify is the core motive for this move.

It is yet another thrust of the wedge which is inserting itself between the streaming service and artists.

The download / streaming revenue disparity

Coldplay – with apparently begrudging support of their label EMI - have made a business decision that they would prefer to have a smaller number of people listening to Mylo Xyloto to ensure that a larger number of them are buying it.

The problem with Spotify is that it generates so little income per activity to artists compared to downloads, but this is not just a Spotify issue.  In my earlier post showing PledgeMusic’s Benji Rogers’ digital income I showed how the average pay out per activity for streaming services (premium ones included) is over 300 times smaller than the average pay out per activity on iTunes.

Now, to be clear, we are not comparing apples with apples here (no pun intended).  An activity on iTunes is a one-off paid download, whilst an activity on a streaming service is one stream and that play could occur multiple times for the same song.  Yet it still leaves a rather large number of plays required before you start catching up with an iTunes pay out.

The three possible reasons why artists get so little from streaming services

So what is broken with the model?  Streaming services already feel that they pay out too much to rights owners: services typically pay out in the region of 80% of their income to rights holders. So increasing their royalty payments would likely put many services out of business, unless of course they hiked their prices. But 9.99 a month is a hard enough sell as it is, let alone anything higher.

So where is the money going? Here are three possible scenarios:

The long tail is getting mined, and some.  One possibility is that users of streaming services are spending their time listening to such a vast diversity of catalogue that any one artist only gets a minimal amount of plays and thus only small pay outs.  However, with discovery features so weak on most services, the opposite is more likely to be true for the majority of users.  Indeed 24/7’s CEO Frank Taubert once stated that a third of 24/7’s catalogue had never been downloaded, not even once. (24/7, remember, is the service that powers the remarkably successful TDC Play unlimited music service in Denmark).

Messy metadata is to blame. Streaming service metadata is a complex beast.  With so many different sets of fields from different rights holders having to be blended into one massive dataset by each service, and each time in a slightly different way.  There is always going to be room for error.  This may be causing some proportion – possibly a significant share – of plays not getting reported.  When Benji Rogers decided to test how well Spotify paid out, he left his albums on permanent stream for a month.  Yet his digital income reports for that month not only fell well short of that number of plays, some of the catalogue was listed as not having even been played once.  Given the complexity of rights reporting it is unrealistic not to expect at least some loss of data quality along the path of point-of-listening: in-service reporting; in-service data cleansing; data warehousing; distributing data to rights holders; rights holder data analysis; rights holder accounting; rights holder pay outs to artists.

Rights holders aren’t distributing all royalties appropriately. The conspiracy theory is that the big bad labels are collecting swathes of digital income from streaming services and then secretly squirreling away the majority of it for themselves.  Though this is less likely than it may seem, there are a number of label practices which can cumulatively contribute to creating the effect.  All artist/label contracts have stipulations about recouping costs – some of which are skewed against artists – and most have different stipulations about digital pay outs.  So there are contractual and accounting reasons why some artists will not see all the income they expect.  The notoriously Byzantine accounting practices of major labels are another potential related factor.  The Achilles Heel of major label public relations, questionable accounting practices have resulted in many an artist horror story.  The possibility of sums of unpaid royalties, stuck in escrow somewhere until forgotten about is every artist’s nightmare.

The likelihood is that all three scenarios play a role.  I don’t believe that any party, Spotify or the labels included, have intentionally embarked on strategies to cheat artists out of money.  But there is a distinct possibility that not all involved parties are exactly incentivized to plug the holes in their processes to thus bring the increased accuracy and effectiveness which could result in larger artist pay outs.

Digital commercial practices complicate matters further

The waters are further muddied by major labels becoming stake holders in some digital services, raising the prospect of portions of income from those services being joint venture income and therefore not subject to reimbursement to artists.  Add to that the issue of the large advances services have to pay labels in anticipation of actual revenues, how much of that is paid to artists, and when, and especially if the service doesn’t ever generate the income guaranteed by its advance.

All these are valid issues that would benefit markedly from an open dialogue across the value chain.  Spotify is left looking like the pantomime villain but is likely no more than a cog in a machine that nobody seems to really want to fix other than the artists.

But fixed it must be.  Spotify and YouTube (NSDQ: GOOG) massively outpace most other digital music services in adoption and usage, yet they deliver a tiny fraction of the income.  Artists cannot afford for these services to behave like radio (i.e. the tool to drive sales) when they are also becoming the end product for many music fans.

The case is clear for a transparent and robust dialogue between labels, artsists and services.

Coldplay have the benefit of being big enough to dictate terms.  Most other artists don’t have that benefit.  Greater transparency, effectiveness and accuracy in revenue reporting and distribution will help drive not only artist trust, but, via increased income, greater support too.

The alternative is that piracy gets another free shot at goal, which is what Coldplay have already likely delivered, driving many Spotify users back to Torrents to find Mylo Xyloto for themselves.
entertainment  music  companies  spotify  from google
october 2011
Warum man den Eltern nicht gehorchen sollte
In der U-Bahn. Ein Mädel zur Freundin:

„Es ist voll wichtig, dass du nicht auf deinen Vatta hörst. Denn wenn du jetzt lieb bist und gehorchst und so, dann ändert das deinen Geist. Dann wirst du willensschwach, so voll unterwürfig, verstehst du. Dann stehst du hinterher auf diese besitzergreifenden Typen, die dich schlagen und so. Dann macht der dir ‘n Kind, haut dir eins in die Fresse und du hockst zu Hause, weil du Hartz Vier hast und voll devot bist. Und das alles nur, weil du immer brav warst. Weil: Das polt dich um im Hirn. Deswegen besser jetzt voll Streit mit den Eltern haben und hinterher glücklich mit ‘nem Kerl.“
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october 2011
Why Coldplay and Adele Aren’t Bringing New Albums to Spotify
Coldplay isn’t making its latest album, Mylo Xyloto, available on Spotify or any other streaming music subscription service.

Fans will either need to purchase physical copies or MP3 downloads from places like Apple’s iTunes store, Microsoft’s Zune store or Amazon.

The reason for the decision isn’t entirely clear. An anonymous industry source told Cnet that Coldplay wants Mylo Xyloto to be heard as “one cohesive work” — which hardly makes any sense, given that the songs are available for individual purchase online.

The decision is more likely financially motivated. As one of the world’s best-selling music artists, Coldplay stands to make a great deal more money by encouraging the tens of millions of consumers who have streaming music subscriptions to purchase the songs.

Recording artists only make about three-tenths of a cent every time one of their songs is streamed, and 20 cents for every song sold on iTunes, according to estimates published in Rolling Stone.

The decision not to stream appears to be an effective one, as The Guardian points out. Adele’s latest album, 21 — which hasn’t been made available on Spotify — recently broke sales records worldwide. And Mylo Xyloto is on track to hit number one.

SEE ALSO: 11 Apps and Services for Sharing, Discovering and Organizing Music

In an emailed statement, the band’s record label, EMI, said, “We always work with our artists and management on a case-by-case basis to deliver the best outcome for each release.”

Spotify, for its part, said that it respects Coldplay’s decision not to have its music on Spotify, whatever the reason. “We do however hope that they will change their minds as we believe that the Spotify model is adding, and will continue to add, huge value to the music industry,” a spokesperson said. “Right now we have already convinced millions of consumers to pay for music again, and … as we increase in scale, we will continue to re-educate millions of additional consumers as to the value of music, and we will thereby revitalize artists’ ability to make music and make money from it.”

Rhapsody declined to comment.

Should Artists Delay Album Releases on Streaming Services?

For popular, established artists such as Coldplay and Adele, electing to withhold their new releases from streaming services — for some time, at least — is likely a financially savvy strategy.

This is not necessarily the case for less established artists. Speaking of its client Idle Warship‘s decision to distribute its latest album on Spotify three weeks before its official release, Element 9 VP Stu Pflaum said, “I think we gain more than we lose, especially with an underground project like Idle Warship where it’s not that well known. Just getting the music in people’s hands is the ultimate goal.”

“Our web traffic has more than tripled in terms of site visitors and discussion,” he said in a separate interview with Billboard. “Nobody is pirating the album even after we’ve distributed promo copies. And most importantly, we’re getting real-time feedback from listeners on which tracks they favor and are able to adjust our marketing accordingly with most of our budget still intact. The group and the album have a legitimate buzz now.”

It will be interesting to see whether a trend is established among best-selling and lesser-known artists, and the timeliness with which each group releases new songs and albums on streaming music services.

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october 2011
Mystery solved: Why Steve Jobs’ car never had a license plate
Steve Jobs was never one for ostentation displays of wealth. He lived in a modest house in a residential neighbourhood of Palo Alto, had an open driveway and kids from neighbouring houses came up trick-or-treating to his house every Halloween. He was a normal guy—a normal guy who changed the world with his genius, but a normal guy nevertheless.

Well, except for his car.

Jobs was infamous for his penchant for parking in the handicapped slot in the parking lot and for driving a silver Mercedes SL55 AMG with a blank license plate. How did he do it? Did he just pay the fine every time he was caught? Was he granted a special leave by the California government to indulge himself? Surely, surely, he didn’t change cars every few months just to go without a license plate, right?

Right?

Yeah, that’s exactly what he did, according to this story by ITWire, which spoke to a former senior security official at Apple, Jon Callas, about Job’s numberless numberplate:

Steve (or someone close to him) spotted a loophole in the California vehicle laws.  Anyone with a brand new car had a maximum of six months to affix the issued number plate to the vehicle.

So Jobs made an arrangement with the leasing company; he would always change cars during the sixth month of the lease, exchanging one silver Mercedes SL55 AMG for another identical one.  At no time would he ever be in a car as old as six months; and thus there was no legal requirement to have the number plates fitted.

All that for a license plate! How about that, huh?
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october 2011
Why Google and Microsoft need to fear Siri
Tech.pinions' Tim Bajarin has opined on why they feel Google and Microsoft hate Siri, citing some excellent sources. As the article states, Google's Andy Rubin told the Wall Street Journal's Walt Mossberg, "You shouldn't be communicating with the phone; you should be communicating with somebody on the other side of the phone." Likewise, Bajarin quotes Microsoft's Andy Lees saying it "isn't super useful."

The reasons he gives behind Microsoft and Google's dismissal comes down to two no-brainer answers: Jealously and knowing that Siri will develop into such a powerhouse that it will be a threat to business. And, you know what? He's right.

Bajarin points out that Siri is a front to some major databases including Yelp and Wolfram Alpha. And, just wait until Apple allows developers at Siri's API. The possibilities will be endless. Even now, like Remember the Milk has done, developers are figuring out ways to make Siri work for them. Siri's future paves the way for similar technology to be introduced across all Apple products. Tech.pinions sees Siri as "the gatekeeper to natural language searching" and urges Apple to acquire as many databases as it can to promote this. I think Apple should open the API to developers.

I also think it's more than gatekeeping.

I had the absolute thrilling experience Tuesday to watch someone be introduced to an Apple product for the first time. I was in a Verizon store starting the process of switching carriers, and the other woman in there was picking up her new iPhone 4S.

It was amazing to see her use Siri for the first time, as the salesman asked for hamburger joints, and Siri responded with several locations. He had her instruct Siri to call her spouse, which it did. She talked for a bit, then started playing with the other features. She called one of her children using FaceTime. I finished my business and left before she did, but watching her morph from skeptic to fan was brilliant. Apple's most likely gained another lifetime customer.

And a big chunk of it is that Siri makes an already easy-to-use device even easier. Right out of the package, you can press and hold a button and have Siri do so much for you. My grandmother, who had crippling arthritis by the end of her life, could have used Siri to enrich her life.

To circle back to Rubin's quote, you're not just communicating with your phone. You're using it as a bridge to be able to connect with people on the other side of the phone easier. Whoever possesses the technology and ability to do this will be the one to dominate the industry in the future, and right now, the ball is in Apple's court.
Why Google and Microsoft need to fear Siri originally appeared on TUAW - The Unofficial Apple Weblog on Wed, 26 Oct 2011 19:00:00 EST. Please see our terms for use of feeds.
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october 2011
Klarnamenzwang bei Facebook: Konto blockiert!
„Bob?“ – „Ja, Brian?“ – „Da nennt sich einer »Malcolm Bunge«.“ – „Ist nicht wahr! So ein Idiot! Hätte er sich nicht wenigstens einen richtigen Namen einfallen lassen können? Komm, sperr den Arsch. Ich lass mich hier doch nicht zum Affen machen!“ – „Ok Bob.“

Fünf Minuten später…

„Bob?“ – „Ja, Brian?“ – „Bob, der Typ hat gerade wieder versucht sich einzuloggen.“ – „Der soll uns erstmal beweisen, dass er wirklich »Malcolm Bunge« heißt. Sag ihm, dass er seinen Ausweis einscannen soll.“ – „Gute Idee Bob! Todsicheres System! Absolut nicht zu fälschen!“ – „Sag ich doch, Brian.„

„Mmmh… Bob..?“ – „Jaaa Brian?!“ – „Ich glaube der Typ ist sauer. Er hat uns nicht seinen Ausweis eingescannt, sondern etwas geschrieben und hochgeladen. Wie hat der das gemacht? Gibt es Programme für sowas?“ – „Weiß ich nicht, Brian. Zeig mal, was schreibt er?„

Ich bitte um Verständnis, dass ich nicht gewillt bin meinen Ausweis einzuscannen und damit noch mehr Privatsphäre aufzugeben.
Weiterhin ist der SCAN eines Ausweises so ziemlich die letzte Art, wie jemand von euch sicher sein kann, dass ich bin, wer ich bin. Bei Bedarf bitte „Photoshop“ googlen.

Sollten dennoch Zweifel an meiner Identität bestehen, bitte ich um eine Mail an eine meiner bei Facebook angegeben Adressen, oder einen Anruf auf meine bei Facebook angegebene Telefonnummer. Ich verspreche auch, dass meine Photoshop-Kennnisse nicht so weit gehen, dass ich eine Antwort per Mail oder gar per Telefon fälschen kann. Ehrenwort.

Weiterhin würde mich interessieren wieso von einer Sekunde auf die nächste mein Konto blockiert wurde. Hack? Facebook-Politik? Ein Fehler im System?

In diesem Sinne,
Malcolm Bunge

„Du, Bob…“ – „Brian, was ist?“ – „Ich habe mal dieses »Photoshop« gegooglet. Es scheint, als gäbe es tatsächlich ein Programm, mit dem man Ausweise fälschen kann, bevor man sie zu uns hoch lädt. Vielleicht sollten wir uns etwas anderes einfallen lassen.“ – „Verdammt, Brian. Ich weiß nicht wie ich das finden soll. Echt jetzt, sowas kann man fälschen? Ok, dann schreib doch bitte zurück, dass er es einscannen und bittebittebitte nicht fälschen soll. Damit dichten wir unser System ab.“ – „Ich weiß ja nicht, Bob…“ – „Ja, verdammt, dann schreibe ihm eben eine Mail!“ – „Aber Bob, wie beweist er uns dann, dass er wirklich »Malcolm Bunge« heißt?“ – „Scheiße Brian, wieso muss ich immer für uns zwei denken? Er soll als »MALCOLM BUNGE« antworten!“ – „Gute Idee, Bob. Du bist wirklich der weltallerschlaueste Bob der Welt.“

Hallo,

Facebook ist eine Gemeinschaft, in der Nutzer ihre wahren Identitäten verwenden. Alle Nutzer müssen ihre echten Vor- und Nachnamen sowie ihre echten Geburtstage angeben, damit immer klar ist, mit wem Du Dich verbindest. Dein Konto ist vorübergehend gesperrt, weil Dein Profil nicht Deinen echten Namen enthält.

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Idioten.
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october 2011
Spielstunde
Die Söhne verstehen meinen Humor auch nicht immer.
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october 2011
Google Maps - The “map” or “satellite”...
Google Maps - The “map” or “satellite” button” shows the actual area behind it.

/via Hugo
maps  google  satellite  plan  map  submission  from google
october 2011
Kundendienst per Social Media – die Traurigkeit des Erfolgs
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In den vergangenen Wochen stritt ich mich heftig mit Sixt. Dieser Streit ist nun beigelegt – dank Kundendienst per Facebook. Das ist einerseits toll, andererseits sehr, sehr traurig.

Es war Anfang Oktober, als ich in Hamburg für einen Tag einen Wagen inklusive eines mobilen Navigationsgerätes mietete. Als ich das Fahrzeug zurückgab fragte ich die Servicekraft, ob ich den Navi auf dem Beifahrersitz liegen lassen sollte. Antwort: Klar, kein Problem. Eine Woche später erhielt ich einen Anruf von Sixt. Der Navigator sei verschwunden. Ich schilderte die Geschichte und bekam die Antwort: “Ja, dann kann man halt nichts machen.”

In dieser Zeit passierte eine weitere Abtrusität. Die Kriminalpolizei Berlin-Schönefeld rief an. Ich hätte ja einen Wagen in München gemietet, ob ich Kontakt zum Fahrer hätte. Ich erklärte, dem sei nicht so – der Beamte meinte, Sixt habe die Daten weitergegeben, da sei wohl ein Fehler unterlaufen. Er gab mir die Direktwahl zu der Dame, einer Schadenbearbeiterin bei Sixt, die ihm diese Infos gab. Sie sagte, da sei wohl ein Fehler passiert. Sie würde meinen Fall mit dem Navigator bearbeiten und beim ganzen Copy und Paste könne da schon mal der falsche Datensatz reinrutschen.

So viel zum Gefühl für Datenschutz im Alltag.

Als nächstes kam eine Rechnung. Also, eigentlich zwei.

Zum einen die, die ich schon abgebucht worden war – und die Korrektur derselben. Letztere lag um netto 133,40 Euro höher. Grund: “navi verlust”. Übrigens auch so klein geschrieben.

Nun versuchen Sie mal, sich bei Sixt zu beschweren. Jene Rechnungen enthalten nämlich nur E-Mail und Fax. Wer über die Buchungshotline versucht, eine Beschwerde einzureichen, landet beim Hinweis, dass es ja E-Mail und Fax gebe. Trotzdem, ich weiß gar nicht mehr genau wie, landete ich bei einem Kundenbetreuer, einem netten noch dazu. Er sagte, er werde sich kümmern, das ginge doch alles so nicht, er kenne auch den Filialleiter in Hamburg persönlich – noch am folgenden Tag werde er sich melden. Eine Woche später hatte ich nicht von ihm gehört, selbstverständlich aber war der erhöhte Betrag abgebucht worden. Ich schrieb eine E-Mail – keine Antwort.

Dann mal schauen, was in Sachen Social Media wohl passiert. Ich schilderte die Geschichte auf der Facebook-Seite von Sixt. Einen Tag später dann das:

Das ist guter Kundenservice. Richtig guter. Aber: Warum nicht gleich so?

Diese Frage lässt sich täglich Dutzende von malen stellen. Denn Sixt ist ja nicht das einzige Unternehmen, bei dem der beste Service für den Kunden über Social Media zu bekommen ist. So können die Twitterer der Deutschen Telekom nicht das grundsätzliche Problem des Konzerns, seine offensichtlich nicht miteinander verbundenen Datenbanken, beheben. Trotzdem: Das beste was geht, geht über Twitter. Inzwischen ist das Team dahinter auf 18 Personen angewachsen. Und sogar die Deutsche Bahn kann kundig und flott mit Kunden kommunizieren – ebenfalls per Twitter.

Natürlich dürfte die Zahl der Anfragen via Social Media ein Bruchteil dessen sein, was die beiden Logistikkonzerne täglich an Kundenproblemen zugetragen bekommen. Doch dies ist aus meiner Sicht nicht der einzige Grund. Der andere ist die Kontaktform.

Der Anruf bei einer Hotline ist für beide Seiten ineffizient und nervig. Der Kunde ist kein geborener Top-Redner und versucht sein Problem ohne vorgeschriebenen Text mündlich zusammenzufassen, möglicherweise noch im Zustand höchster Erregung im Angesicht nicht funktionierender Datenleitungen oder falscher Abrechnungen. Der Mitarbeiter des Unternehmens – wenn es sich nicht ohnehin um einen Dienstleister handelt, der Hilfskräfte auf Hartz-IV-Niveau beschäftigt – muss zwanghaft höflich begrüßen und arbeitet mit vorgegebenen Gesprächsabläufen.

(Quelle: Twitter-Feed von Thomas Gigold.)

So passierte es mir einst bei anhaltenden Problemem mit T-Home Entertain, dass ich bei drei Gesprächen dreimal meine gesamten Router inklusive der Wlan-Bridge neu starten sollte. Meine Beteuerung, genau dies habe ich doch vor dem Telefonat getan, wurde kein Glauben geschenkt. Eventuell durfte ihr auch kein Glauben geschenkt werden – weil es so in den Vorschriften steht.

Wer über Social Media kommuniziert muss dagegen auf den Punkt kommen. Erst recht auf Twitter – der Punkt kommt da nach 140 Zeichen. Das reicht nicht um alle Probleme zu klären. Ein großer Teil der Anfragen wird so aber schneller und entspannter aus dem Weg geräumt als per Telefon. Somit ist Kundendienst per Social Media effizienter als solcher über herkömmliche Wege.

Natürlich heißt das nicht, dass wir morgen alle Call Center abstellen können. Denn nicht alle Menschen werden auf diesem Weg ihre Beschwerden äußern. Doch sollten Unternehmen mit Serviceanspruch definitiv Facebook & Co. in ihre Service-Kanäle aufnehmen. Weil sie Kunden schneller und besser bedienen können – und gleichzeitig auf Dauer Geld sparen. Auf Dauer werden sie ohnehin nicht darum herum kommen. “Weniger als 1% der Milennials (also der nach 1980 geborenen) käme auf die Idee, ein Call Center anzurufen”, sagte Amanda Mooney von Edelman Shanghai auf der Konferenz Picnic. Dies ermittelte der PR-Konzern im Rahmen seines “Trust Barometers”.

Und ganz nebenbei kann es auch passieren, dass die wieder zufriedenen Kunden jene Zufriedenheit öffentlich kund tun. Auch nicht so schlecht.

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october 2011
Jetzt noch schokoladiger! Real erklärt die Preisunterschiede seiner Eigenmarken
Was nehmen Sie alles mit, wenn Sie einkaufen gehen? Die EC-Karte natürlich. Eine Tasche vielleicht? Und den Einkaufszettel. Richtig. Die meisten Menschen sind allerdings so leichtsinnig, etwas ganz Entscheidendes zuhause zu lassen, nämlich: Verständnis. Dabei braucht es das im Supermarkt gleich haufenweise. Gerade hat Edeka an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass Kunden "Verständnis" benötigen, um zu verstehen, dass das Unternehmen die Unterschiede seiner Eigenmarken lieber nicht erklären möchte.

Und jetzt sagt Real-Unternehmenssprecher Markus Jablonski:

"Wir bitten um Verständnis, dass wir zu einzelnen Eigenmarken grundsätzlich keine Erläuterungen machen, die über die bereits sehr ausführlichen Kennzeichnungen auf den Verpackungen hinausgehen."

Die Frage, die dieser Antwort vorausging, war dieselbe wie bei Edeka: Was rechtfertigt den Preisunterschied bei Produkten der Mittelmarke (in diesem Fall: "Real Quality") zu denen der Billigmarke (in diesem Fall: "Tip"). Glücklicherweise ist die Verständnisportion, die Real seinen Kunden abverlangt, kleiner als bei der Konkurrenz. Denn im Gegensatz zu Edeka bemüht sich Sprecher Jablonski dann doch, einige generelle Unterschiede zu erläutern.

Erstens: Qualität

"Grundsätzlich weisen Real-Quality-Produkte eine bessere Produktqualität auf als vergleichbare Tip-Produkte", heißt es beim Unternehmen. Weniger grundsätzlich geht's leider nicht. Aber manchen Produkten sieht man die Qualitätsunterschiede glücklicherweise an, zum Beispiel den Lebkuchenherzen (Zartbitter, ungefüllt) in der 150-Gramm-Tüte, die rechtzeitig zu Weihnachten bereits seit Ende des Sommers im Angebot sind. Auf der "Real Quality"-Packung steht gut erkennbar: "jetzt noch schokoladiger". Die Nährwertangaben auf der Rückseite sind identisch mit denen auf der "Tip"-Tüte, aber der Schokoladigkeitsvorzug steckt im Detail. Statt 23 Prozent Zartbitter-Schokolade ("Tip") verwendet das "Real Quality"-Produkt nämlich 25 Prozent.

"Tip"-Lebkuchenherzen ungefüllt für 0,49 Euro"Real Quality"-Lebkuchenherzen ungefüllt für 0,79 EuroPreisunterschied für 2 Prozentpunkte mehr Schokolade: 30 Cent

Bei den Schoko-Butterkeksen, die es in der Vollmilch-Variante sowohl von "Tip" als auch von "Real Quality" gibt, beide in der 125-Gramm-Packung, lohnt es sich ebenfalls, genauer hinzusehen. Die Zutatenangeben sind zwar nahezu identisch, aber die günstigeren Kekse haben bloß langweilige Kaffeetassenmuster in den Schokoüberzug gepresst und nicht, wie die teureren, unterschiedliche Segelschiffe.

"Tip"-Schoko-Butterkekse für 0,69 Euro"Real Quality"-Schoko-Butterkekse für 0,99 EuroPreisunterschied für schönere Motive: 30 Cent

Zweitens: Verpackung

Raten Sie erstmal: In welcher Packung Kamillentee ist mehr drin?

Natürlich: in der kleineren (und günstigeren). Aber das hat rein qualitative Gründe, erklärt Real, denn die 20 Doppelkammerbeutel zu je 1,5 Gramm Kamillentee sind bei "Real Quality" noch einmal einzeln verpackt: "Dies dient unter anderem dem Aromaschutz, ermöglicht dem Kunden aber auch eine bessere und hygienischere Handhabung des Produktes", erklärt Real. (Wäre natürlich schön, wenn das auch auf der Verpackung draufstünde.) Der Tee selbst scheint sich bei den Marken hingegen nicht zu unterscheiden, zumindest liefert die Verpackung keine Anhaltspunkte. In beiden Fällen steht dort – ganz ausführlich: "Zutaten: Kamille".

25 Beutel "Tip"-Kamillentee für 0,45 Euro20 Beutel "Real Quality"-Kamillentee für 1,29 EuroPreisunterschied für hygienischere Handhabung 20 Papiertütchen: 84 Centbzw. Preisunterschied pro Beutel:  4,65 Cent

Drittens: Zusatzstoffe

Weniger Zusatzstoffe für mehr Geld – das ist doch mal ein klarer Mehrwert. Real erklärt, dass die "Real Quality"-Kondensmilch "nicht nur einen höheren Fettgehalt und eine umweltfreundlichere und wiederverschließbare Verpackung" habe als die "Tip"-Kondensmilch, "sondern wir verzichten hier auch auf den Einsatz von Stabilisatoren und garantieren eine längere Mindesthaltbarkeit".

Stimmt: Die "Tip"-Kondensmilch ist nur bis Mai 2012 haltbar, die von "Real Quality" zwei Monate länger. Und der höhere Fettgehalt beläuft sich auf exakt 0,5 Prozentpunkte (8 statt 7,5).

"Tip"-Kondensmilch 7,5 Prozent Fett (340 g) für 0,44 Euro"Real Quality"-Kondensmilch 8 Prozent Fett (170 g) für 0,59 EuroPreisunterschied für Stabilisatorenverzicht und Haltbarkeit: 2,21 Euro pro Liter

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Weil in den großen Real-Märkten so viel Platz ist, finden sich darüber hinaus haufenweise Produkte der beiden Eigenmarken, bei denen – außer der Verpackung – auf Anhieb kein Unterschied zu erkennen wäre. Manche Produkte stehen auch direkt nebeneinander, im Tiefkühlregal zum Beispiel das "Schlemmerfilet Bordelaise", für das beide Male derselbe Fisch verwendet wird, wobei die "Real Quality"-Variante 50 Cent mehr kostet und 20 Gramm weniger beinhaltet.

Real-Sprecher Markus Jablonski sagt trotzdem: "Wir sind davon überzeugt, dass wir mit unserer Strategie und der breiten Range an Eigenmarken-Produkten, ergänzt durch mehrere zehntausend unterschiedliche Markenartikel, die unterschiedlichen Bedürfnisse und Wünsche unserer Kunden erfüllen. Dies zeigen uns auch regelmäßige Kundenbefragungen."

Wenn das mit den Kundenbefragungen schon so gut klappt: Ließe sich dann nicht auch mal eine Kundenbeantwortung organisieren?

Zur Auflockerung kommt zum Schluss noch ein Rätsel: Das Stollenkonfekt der Eigenmarke "Tip" (mit Marzipanfüllung) ist aufs Kilo umgerechnet 4,72 Euro günstiger als das Stollenkonfekt der Eigenmarke "Real Quality" (mit Bratapfelfüllung). Erkennen Sie den Qualitätsunterschied auf den ersten Blick?

Fotos: Supermarktblog

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october 2011
For You, Verbohrt
Deutsche Firmen, die sich für englische (oder deutsch-englische) Firmenmottos und Werbeslogans entscheiden, könnten natürlich einfach dazu stehen. Sie werden sich ja etwas dabei gedacht haben.

Nehmen wir zum Beispiel die Firma Schlecker, die mit dem Motto „FOR YOU. VOR ORT.“ von sich reden gemacht hat. Wenn denen jetzt jemand einen empörten Brief schreiben würde, in dem die mögliche Rolle dieses harmlosen Wortspiels bei einem endgültigen Untergang der deutschen Sprache angesprochen und eine sofortige Ersetzung desselben durch einen rein deutschen Werbespruch gefordert würde, könnte Schlecker wie folgt antworten:

Vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir verstehen, dass nicht jeder unseren deutsch-englischen Slogan mag, aber uns und unseren Kunden gefällt er. Er ist einzigartig, er fällt auf, er bleibt im Gedächtnis hängen -- kurz, er erfüllt alle Anforderungen an ein prägnantes Firmenmotto. Die deutsche Sprache hat die Aufnahme hunderter von lateinischer, französischer und englischer Fremdwörter glänzend überstanden, und wir glauben nicht, dass sie ausgerechnet an diesem harmlosen Wortspiel zugrunde gehen wird. [Hypothetischer Antwortbrief der Fa. Schlecker]

Aber man muss natürlich nicht zu seinen Slogans stehen. Man könnte beim Erhalt eines sprachkritischen Briefes auch sofort einknicken, dem Briefschreiber zustimmen, dass die Pflege der deutschen Sprache ein hohes gut ist, dass die eigenen Kunden aber leider zu dumm sind, um das einzusehen. Dass die Kunden in ihrer Beschränktheit eben auf deutsch-englischem Sprachmischmasch bestehen und man nicht umhin komme, ihnen genau das zu liefern.

Die Firma Schlecker hat sich in Person des Leiters ihrer Unternehmenskommunikation, Florian Baum, M.A., für den zweiten Weg entschieden. In einem Schreiben, das die sprachpuristische Deutsche Sprachwelt auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht hat, offenbart der zunächst seine Liebe zum gehobenen Sprachgebrauch:

Persönlich kann ich das nachvollziehen, denn als Geisteswissenschaftler fühle ich mich im privaten Sprachgebrauch der Stiltugend der Latinitas verpflichtet und sehe die Bestrebungen des Vereins Deutsche Sprache mit großem Wohlwollen.

Es reicht nicht, einfach Deutsch zu sprechen -- nein, es muss eine Stiltugend gepflegt werden, und zwar eine, die sich an der lateinischen Sprache orientiert (denn Latein ist natürlich viel gebildeter als Englisch).

Aber leider ist Florian Baum mit seiner latinophilen Ader allein unter Sprachbanausen:


Schlecker hat nach einem neuen Unternehmensmotto gesucht. Dieses Motto sollte die durchschnittlichen Schlecker-Kunden, die niederen bis mittleren Bildungsniveaus zuzuordnen sind, ansprechen. [...]



Der so zustande gekommene Vorschlag „FOR YOU. VOR ORT.“ machte am Ende vor allem deshalb das Rennen, weil er beim für unsere Haupt-Zielgruppen repräsentativen Testpublikum am besten abschnitt ... [d]ie Zielgruppe unseres Werbespruchs sind auch nicht die vielleicht 5% der Bevölkerung, zu denen Sie und Ihre Mitunterzeichner gehören (nämlich promovierte Akademiker, Philologen und andere reflektierte Sprachverwender) – sondern die übrigen 95%.


In diese Beleidigung der sprachlichen Reflektiertheit seiner Kunden flicht Baum zwischendurch auch das ein, worauf er sich lieber hätte beschränken sollen, nämlich ein klares Bekenntnis zum Firmenmotto und dessen gewünschtem Effekt:

Dies lag nicht zuletzt daran, dass er durch sein provokant kalauerndes Denglisch im Gedächtnis hängen bleibt und gleichzeitig kontroversen Gesprächsstoff liefert. Mit einer rein deutschen, sprachrichtigen Formulierung würden diese Effekte verloren gehen. [...] Zweck eines Werbespruchs ist nicht, einen Beitrag zur Bereicherung oder Reinhaltung der deutschen Sprache zu liefern [...] Die Funktion eines Werbespruchs ist es, in [der] breiten Masse der Bevölkerung nachhaltig positive Aufmerksamkeit zu erregen.

Das ist natürlich alles mehr oder weniger richtig, aber der Schaden war bereits geschehen: Baum hatte sich und den Briefschreiber als Teil einer Sprachelite dargestellt, die Kunden seines Unternehmens aber als ungebildete Sprachverhunzer. Da half es nichts, dass das „Schlecker Team“ sich schnell in die empörte Diskussion dieser elitären Phantastereien einschaltete:

Bevor hier jetzt die Empörungswellen hochschlagen: wir möchten niemanden kritisieren oder uns gar zu Wächtern des Bildungsniveaus in Deutschland aufschwingen. Und selbstverständlich freuen wir uns, wenn sich 95 Prozent der Deutschen von unserem neuen Motto FOR YOU. VOR ORT. angesprochen fühlen und bei uns einkaufen. Mit den übrigen fünf Prozent führen wir gerne auch eine Debatte dazu, inwieweit das Motto polarisiert, oder ob sich unsere Sprache nicht schon seit tausenden Jahren immer wieder durch frische kulturelle Einflüsse weiter entwickelt und neu erfunden hat. Vielleicht dürfen wir diese Diskussion auch Debatte verstehen, die jeder modernen Gesellschaft weltweit gut zu Gesicht steht: daran zu arbeiten, dass sich das Bildungsniveau in allen gesellschaftlichen Gruppen immer weiter entwickelt. [Kommentar des „Schlecker Team“ auf der Facebook-Seite der Deutschen Sprachwelt]

Im Gegenteil, dieser Kommentar macht alles noch viel schlimmer. Erstens behauptet er plötzlich, 95 Prozent der Deutschen würden sich vom Firmenmotto angesprochen fühlen -- dafür gibt es aber keinerlei Beleg. Zweitens wird die imaginäre 5%-Elite des Florian Baum nocheinmal bestätigt -- nur mit dieser (aber nicht mit der breiten Masse) sei man bereit, über die Entwicklung der deutschen Sprache zu sprechen. Außerdem sei es natürlich wichtig, am „Bildungsniveau“ derjenigen zu arbeiten, die an dieser Diskussion (noch?) nicht teilnehmen können.

Wenn du dir eine Grube gegraben hast, möchte man dem „Schlecker Team“ zurufen, hör doch auf, dich immer tiefer einzubuddeln! Es ist ja erfreulich, dass sich Schlecker in eine Facebook-Diskussion einschaltet, aber doch bitte mit einer klaren Entschuldigung für die unglücklich gewählten Formulierungen des Leiters der Unternehmenskommunikation.

Und wenn dann die nationale Presse die Geschichte aufgreift (Der Westen und die Financial Times Deutschland)? Kommt man dann zur Einsicht, dass man sich verrannt hat?

Nein. Man haut dann im firmeneigenen Blog nocheinmal kräftig in dieselbe Kerbe:

Der Verein für Sprachpflege e. V. hatte uns eine Anfrage zu unserem neuen Werbemotto „For You. Vor Ort.“ geschickt. Darauf haben wir in einem persönlichen Brief geantwortet. Dieser Brief wurde nun in der Facebook-Gruppe der Zeitschrift „Deutsche Sprachwelt“ veröffentlicht mit der Überschrift: „Schlecker verteidigt seinen Spruch „For You. Vor Ort.“ mit dem „niedrigen Bildungsniveau“ seiner Kunden.“ Tun wir das?

Ja, möchte man rufen, das tut ihr, und zwar schwarz auf weiß und für jeden nachlesbar. Aber bei Schlecker sieht man das ganz anders:

Nein, wir verteidigen nicht unser Unternehmensmotto. Wir haben uns bewusst auch deshalb für das Motto entschieden weil es polarisiert, weil sich Menschen darüber austauschen und weil es in Erinnerung bleibt. Genau das ist die Kernaufgabe eines Unternehmensmottos. [...] Und ja, wir stehen zu diesem Motto [...]

Na gut, denkt man, ihr verteidigt es nicht, aber ihr steht dazu. Immerhin. Aber was ist denn jetzt mit der Bildung:


[...] wir stehen zu diesem Motto, wie wir auch zu einer unserer wichtigsten Zielgruppen stehen: Menschen mit einfachem bis mittlerem Bildungsniveau. Menschen also, die ganz normal einen Haupt- oder Realschulabschluss gemacht haben und heute in vielfältigen Berufen das Rückgrat unserer Gesellschaft bilden – zum Beispiel als Handwerker, Briefträger, Krankenschwestern, Büroangestellte oder auch als Hausfrauen und -männer.



Fakt ist: Sie bilden die breite Mehrheit in Deutschland – nach Angaben des Statistischen Bundesamts mehr als 60 Prozent. Vor allem für sie gibt es Schlecker – For You. Vor Ort.


Ach so! Eure Kunden sind ungebildet, und euer deutsch-englisches Firmenmotto richtet sich an eure Kunden, aber eurer deutsch-englisches Firmenmotto richtet sich nicht an eure Kunden, weil sie ungebildet sind. Das ist natürlich etwas anderes. Wie konnte da bloß der Eindruck entstehen, dass ihr eure Kunden für Idioten haltet?

Komisch, dass niemandem bei Schlecker aufgefallen ist, dass die eigenen Kunden so ungebildet gar nicht sein können, wenn der Werbespruch tatsächlich wirken soll. Das Wortspiel „FOR YOU. VOR ORT“ erfordert nicht nur Englischkenntnisse auf einem Niveau, das den Lateinkenntnissen des Florian Baum vergleichbar sein dürfte, sondern auch eine gewisse sprachliche Intelligenz, die deutlich oberhalb der emotionalen Intelligenz der gesamten Abteilung Unternehmenskommunikation der Firma Schlecker angesiedelt ist.

Von mir heute deshalb ehrlich gemeinte Glückwünsche an die Deutsche Sprachwelt zu dieser genialen Demaskierung sprachgestalterischer Doppelzüngigkeit. Man könnte fast Sympathien für eure sprachnörglerische Agenda entwickeln.

(Natürlich nur fast.)

 

© 2011, Anatol Stefanowitsch
_Sprachkritik_  from google
october 2011
Sorge um die Zukunft des Google Reader: Twitter als Alternative zu RSS-Readern
Offene Formate zur Bereitstellung und Organisation von Nachrichten gehen in sozialen Netzwerken auf oder werden nicht weiterentwickelt. Wie werden Vielleser zukünftig innerhalb von Netzwerkstrukturen ihren Informationsbedarf ökonomisch gestalten können? Twitterlisten sind eine Lösung!Googles Ankündigung, seinen RSS-Reader aufzuräumen und dabei näher an Google+ zu binden, hat bei „News Junkies“ Unmut hervorgerufen (nachzulesen beispielsweise hier, hier, hier oder hier - mittlerweile gibt es auch eine Petition). Twitter bietet Nutzern mit seiner Listenfunktion jedoch eine oftmals unterschätzte und vielfach ungenutzte Möglichkeit, sich ihren Informationsfluss vergleichbar effizient organisieren zu können.

Nachrichtenlesen ist Arbeit
Die Kompetenz, sich einen Interest Graph aufzubauen und diesen auch organisieren und pflegen zu können, stellt die Voraussetzung dafür dar, nicht nur in einer Informationsgesellschaft zu leben, sondern auch daran zu partizipieren.
Der Google Reader bot sich bisher in seiner Schlichtheit und einfachen Handhabung als ideales Tool an, Nachrichtenströme dahingehend organisieren und strukturieren zu können. Googles derzeitiges Bestreben, sein Portfolio zu verkleinern und die verbleibenden Dienste weiter zu zentralisieren, lässt jedoch offen, inwieweit dessen Funktionalität erhalten bleiben wird.
Der Interest Graph geht im Activity Stream auf
Ich selbst habe nie ausführlich RSS-Reader genutzt, sondern versuche meinen Nachrichtenkonsum komplett über Twitter abzubilden. Die Vielzahl an übersichtlich gestalteten, funktionalen und gut zu handhabenden mobilen Clients, deren geringer Datenhunger und der damit verbundene schnelle Zugriff auch innerhalb karger UMTS-Landschaften, waren und sind für mich hierbei die relevanten Entscheidungsfaktoren.
Nachrichten, Statistiken, Analysen, Nutzermeinungen und eigene persönliche Haltungen fließen hier innerhalb nur einer Oberfläche zusammen. News über diesen Weg kommentiert zu verteilen und dabei bereits von einem Stimmungsbild zu gleichen Themen in der Netzwerkumgebung beeinflusst worden zu sein, schafft jedoch eine andere Situation, als wenn die gleichen News aus einer vorgelagerten Stufe, einem Reader, lediglich an Twitter weiterleitet werden, da man dann nicht vergleichbar nah an der Stimmungslage der Leser und somit möglicher Rezipienten ist. Das Meinungsbild im Netzwerk beeinflusst die eigenen Kommentare. Diese Beiträge bilden dadurch weniger ein nüchternen Feed, als vielmehr ein Activity Stream.
Twitterlisten können die besseren Circles sein
Eine Twitter-Timeline „abzuarbeiten“, ist ab einer bestimmten Anzahl an gefolgten Konten nicht mehr effizient zu handhaben. Die Listen-Funktion des Nachrichten-Netzwerks kann aber bei gezielter Nutzung eine Schlüsselfunktion darstellen, um dem Informationsfluss eine Struktur zu geben, die den Einsatz eines „vorgelagerten“ RSS-Readers überflüssig macht:
Wenn man Listen nicht für Dritte erstellt, sondern diese Funktion einzig als Strukturhilfe für sich selbst betrachtet, kann man sich eine Ordnerstruktur vergleichbar der eines Readers aufbauen. Das Listen-Feature ist hierbei zwar auf 20 Topics beschränkt, diese lassen sich dafür jedoch sehr bequem über mobile Clients erstellen und auch verwalten.

Der wesentliche Punkt dabei ist, dass man als Nutzer, sobald man seinen Listen-Pool erstellt hat, reine Listen-Followings anlegen kann, ohne den jeweiligen Accounts dabei folgen zu müssen.
Dadurch hat man die Möglichkeit, sich themenspezifische Kanäle aufzubauen und mit Inhalt befüllen zu lassen, der in der Haupt-Zeitleiste nicht erscheint. Retweets und Erwähnungen sind innerhalb der Listen ebenfalls möglich, eine funktionale Einschränkung gegenüber „echten“ Followings gibt es also nicht.
Dieses Feature stellt eine ausgezeichnete Möglichkeit dar, gleichzeitig beliebig viele Inhalte abonnieren zu können und dennoch Ordnung und Übersichtlichkeit aufrecht zu erhalten, um dadurch ein effizientes und produktives Arbeiten innerhalb dieser Plattform zu ermöglichen.
Die Vorteile eines RSS-Readers (Organisation) und die Vorteile von Twitter (höhere Netzwerkeffekte als beispielsweise durch die nun vor dem Aus stehende Shared-Item-Funktion im Google Reader) lassen sich hier sinnvoll in einer einzigen Umgebung miteinander kombinieren.
Ein weiterer positiver Effekt ist, dass sich gerade Einsteiger, die erst noch Follower gewinnen müssen und sich eine Reputation aufbauen möchten, direkt von Beginn an ein positives Verhältnis von Followern zu Followings schaffen können. Automatisierte Newsfeeds oder Prominente, die jeweils nicht zurück folgen würden, deren Inhalte man aber dennoch lesen möchte, lassen sich in Listen ablegen und belasten dadurch nicht diesen Quotienten, der Neulingen, die vielleicht Ihren thematischen Schwerpunkt auch noch gar nicht gefunden haben, den Aufbau eines Netzwerkes sonst zusätzlich erschweren könnte.
Mobil verfügbare Nachrichten erhöhen die Produktivität
Voraussetzung für diese Art der Nutzung ist jedoch eine Kenntnis der Funktionen mobiler Clients.
Twitter selbst hat es leider bisher versäumt, dieser Listenfunktion eine besondere Beachtung zu schenken. So wird die Option, aus Listen-Followings retweeten zu können, lediglich von Drittanbieter-Clients unterstützt. Unter iOS bieten z.B. Echofon und TweetDeck diese Funktion, ebenso wie die Einstellung, sich bestimmte Listen beim Start des Clients direkt auf dem Homescreen anzeigen zu lassen.
Dadurch erhalten Nutzer die Möglichkeit, sich gegebenenfalls eine Toppliste mit den jeweils wichtigsten Followings und Listen-Followings ohne Umwege anzeigen zu lassen. Eine Option, von der ich im Alltag oft Gebrauch mache. Ich arbeite meinen Newsstream über diesen Weg gern in über den Tag verteilten Zeitfenstern ab (Wartezeiten, Staus). Was mich inhaltlich interessiert, aber eventuell zu umfangreich oder aufgrund einer schlechten Datenverbindung zu zeitintensiv in der Bearbeitung ist, lege in Diensten wie Instapaper oder Read It Later ab, solange bis wieder ein WLAN in Reichweite ist.
Ein weiterer empfehlenswerter mobiler Client unter iOS ist Tweetbot. Die Listenfunktion kommt hier sogar zweifach zur Anwendung: Durch die Wahlmöglichkeit, entweder alle Tweets einer Liste zu lesen oder aber ein bestimmtes Following innerhalb einer Liste selektiv abrufen zu können, stellt dieser Client zusätzlich Unterordner innerhalb der Listenstruktur zur Verfügung.
Der zeitliche Aufwand, sich mit dieser Methode einen persönlichen Nachrichtenpool innerhalb des eigenen Twitter-Accounts aufzubauen, dürfte dabei mit dem der Einrichtung eines RSS-Readers vergleichbar sein.
Dieser Text ist mir was wert: Verwandte ArtikelUmfrage: Welchen Stellenwert haben RSS-Reader für euch?Wir wollen von euch wissen, wie das von Twitter angeführte Echtzeitweb eure RSS-Nutzung beeinflusst hat. (14. September 2010)Beliebte RSS-App: Reeder soll unabhängig werdenDie iOS- und Mac-App Reeder gehört zu den favorisierten RSS-Werkzeugen vieler am Nachrichten- und Bloggeschehen Interessierter. Zukünftig will der Schweizer Reeder-Macher Silvio Rizzi die Abhängigkeit seiner Anwendung vom Google Reader verringern. (24. Oktober 2011)"News Junkies" halten den Atem an: Google will seinen RSS-Reader aufräumenSein bei Bloggern und "News Junkies" beliebtes RSS-Werkzeug Reader hat Google seit Jahren vernachlässigt. Doch für die nächste Woche ist eine neue Version angekündigt - mit Änderungen, die nicht leicht zu verdauen sind. (21. Oktober 2011)SPONSOREN
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october 2011
#OccupyReader
Petition to Google: don't kill Google Reader

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october 2011
Happy Landings
Die vollbesetzte Maschine startet schwerfällig durch die leichten Böen, der Pilot hält die übliche Begrüßungsansprache: "Guten Morgen, meine Damen und Herren, wir begrüßen Sie an Bord von LH 318, bei leicht böigem Wetter werden wir unsere Destination Florenz in etwa zwei Stunden ... SCHEISSE!! Was war das?? Oh, mein Gott!! ..."
Die Maschine wackelt.
Danach Totenstille.
Nach wenigen Augenblicken beginnen die ersten Passagiere in Panik zu geraten, manche beten, Stewardessen eilen durch die Gänge nach vorne, hier und da Geschrei.
Dann plötzlich wieder die Stimme des Piloten: "Meine Damen und Herren, wir entschuldigen uns für die kleine Störung beim Start der Maschine - mein Co-Pilot hat mir kochenden Kaffee in den Schritt gegossen, Sie sollten mal sehen, wie meine Hose vorne aussieht!"
Darauf aus einem der hinteren Gänge die laute Stimme eines Passagiers: "DU ARSCHLOCH! Du solltest mal sehen, wie meine Hose hinten aussieht!!"
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october 2011
Mobile Plattform: foursquares Zukunftsaussichten sind besser denn je
Nach Jahren des geduldigen Experimentierens scheint foursquare ein Rezept gefunden zu haben, um seine Reichweite über die Tech-Avantgarde hinaus zu erhöhen. Die Zukunftsaussichten für das New Yorker Startup sind heute besser denn je.Lange Zeit war ich skeptisch, ob es dem innerhalb der Social-Web- und Geek-Gemeinde angesagten Location-Dienst foursquare gelingen würde, sich über die vergleichsweise kleine Gruppe der Tech-Avantgarde hinaus auch bei Durchschnittsnutzern beliebt zu machen. Der Fokus auf dem Check-In an Orten stand einer solchen Entwicklung ebenso im Weg wie die Tatsache, dass auch Facebook eine entsprechende Funktionalität anbietet (wenn auch mittlerweile etwas abgewertet).
Doch in letzter Zeit bewegt sich das im Frühjahr 2009 gestartete Unternehmen aus New York und versucht, Nutzern abseits des schnöden Eincheckens an beliebigen Orte zusätzliche Anreize zu geben, die mobilen Apps des Dienstes zu installieren. Darin liegt der Schlüssel zu beschleunigtem Wachstum.

Ein großer Schritt war vor zwei Wochen der Launch des “Radar”-Features innerhalb von foursquares iPhone-App: Mit diesem können sich foursquare-Nutzer erstmals über Ereignisse in der unmittelbaren Umgebung informieren lassen, und dass sie dafür die App geöffnet haben müssen. Der Service macht sich hierfür die neuen Geofencing-Optionen von iOS 5 zunutze und liefert damit auf einen Schlag auch Anwendern einen Mehrwert, die keine Lust haben, mühselig überall einzuchecken. Nun erhalten sie eine Benachrichtigung, wenn sie einem auf einer abonnierten Liste befindlichen Ort näher kommen, oder wenn sich in dem Café um die Ecke drei oder mehr Freunde gleichzeitig eingecheckt haben.
Entscheidend ist dafür aber, dass Nutzer auch tatsächlich viele Listen mit Orten abonnieren bzw. eine gut gefüllte fourquare-ToDo-Liste besitzen. Laut GigaOm wollen die New Yorker in einem Monat einen “Save to foursquare”-Button für Website-Betreiber veröffentlichen, der Ortsangaben durch das Einfügen einer Codezeile in das CMS automatisch mit einer entsprechenden Schaltfläche versieht.
Onlinedienste, die auf viele Adressen verweisen – beispielsweise Branchenbücher, Restaurantbewertungsportale und Städteguides – können auf diesen Weise ihren Besuchern eine Möglichkeit geben, die jeweiligen Locations mit einem Klick in ihrem persönlichen foursquare-Konto auf einer Liste zu speichern und für später vorzumerken.
Eine derartige Funktion gab es zwar bereits vor einem Jahr, deren Implementierung erforderte von Website-Betreibern allerdings viel Aufwand und war daher kein Erfolg.
GigaOm bezeichnet das neue Feature treffend als “Instapaper für Orte“ (in Anlehnung an den bekannten Später-Lesen-Dienst Instapaper - auch wenn dazu noch ein foursquare-Browser-Bookmarklet kommen müsste). Attraktiv wird diese Option erst recht in Kombination mit foursquare Radar, der sich dann per Push-Mitteilung bemerkbar macht, wenn einen der Stadt-Spaziergang in die Nähe eines der gespeicherten Orte verschlägt.
Marcel Weiss von neunetz.com nannte foursquare jüngst “die erste große mobile Plattform”. Ungewöhnlich viel Zeit verging, bis sich das zweieinhalb Jahre alte US-Startup diese Bezeichnung verdient hatte – sofern man “groß” nicht allein durch die Anzahl der die foursquare-API einsetzenden Apps sondern auch durch die Bedeutung und Relevanz der Plattform definiert. Doch nun können Gründer Dennis Cowley und sein bald 100-köpfiges Team endlich die Früchte ihrer intensiven und geduldigen Experimente ernten.
Ich hoffe, dass mir foursquare zukünftig noch viele weitere Möglichkeiten an die Hand gibt, um abhängig von meinem aktuellen Standort für mich relevante und interessante Informationen zu beziehen – auch bei geschlossener App und ohne dass ich täglich fünfmal irgendwo einchecke. Sofern es foursquare gelingt, dies mittels dem konsequenten Einsatz des Opt-In-Verfahrens und ohne größere Datenschutz-Dramatik (sofern dies möglich ist, bedenkt man, dass foursquare Radar Nutzer permanent trackt) zu realisieren, wird es nicht schwer werden, auch solche Smartphone-Anwender anzusprechen, die auf den Check-In keine Lust haben.
Dieser bleibt selbstverständlich der beste Weg, um foursquare über die eigenen Präferenzen zu unterrichten und personalisierte Empfehlungen zu erhalten. Doch je mehr Nutzen man aus dem Location-Service ziehen kann, ohne aktiv regelmäßig einchecken zu müssen, desto schneller wird er wachsen.
Dieser Text ist mir was wert: Verwandte ArtikelNeue Schnittstellen von iOS 5: Turbo für Location-Dienste wie foursquareiOS 5 bringt neue Entwickler-Schnittstellen mit, die Applikationen besseren Zugang zu den Standortinformationen der Anwender gewähren - selbst wenn Apps geschlossen sind. (13. Oktober 2011)foursquare: Behutsamer Fortschrittfoursquare wächst deutlich langsamer als andere viel beachtete Startups des Social Web. Und doch scheint der New Yorker Dienst voran zu kommen - mit kleinen Schritten. (19. August 2011)Sonar: Mit dem Check-In zu neuen BekanntschaftenDie iPhone-App Sonar informiert auf Basis von foursquare-Check-Ins, welche Facebook- und Twitter-Kontakte man mit anderen Personen im selben Raum teilt. Das ist sehr nützlich. (17. Juni 2011)SPONSOREN
Analysen  location_based_services  foursquare  from google
october 2011
Schnauze, Schmidt!
Helmut Schmidt toll finden ist einer der großen gemeinsamen Nenner unserer Zeit. Schmidt ist bis heute der Kanzler der Herzen, politisch dahin gemeuchelt auf auf dem Höhepunkt seiner Regierungszeit, ausgerechnet von Birne, der Witzfigur der 80er Jahre. Für meine Generation ist er eine Kindheitserinnerung wie Captain Future und “Moskau” von Dschinghis Kahn – irgendwie auch heute noch cool, etwas peinlich aber aus einer Zeit, wo wir noch Gut (Schmidt) und Böse (Kohl) auseinander halten konnten und alles seine Richtigkeit hatte.

Am 6. März 1983 gab es Neuwahlen. Das Datum weiß ich bis heute auswendig. Ich war 9 Jahre alt, durfte bis in die Puppen aufbleiben, lernte viel über Prozente und Sitzverteilung und wartete ungeduldig auf OTTO!!!, der für den Abend angekündigt war. Das konstruktive Misstrauensvotum gegen Schmidt und die Neuwahlen ein paar Monate später waren das erste, was ich politisch bewusst wahrgenommen habe, auch wenn ich in meiner kindlichen Weltsicht im Verrat der FDP an der guten Sache einen Akt reiner Bosheit sah.

Vielen geht es ähnlich und viele verklären die Jahre zu einer goldenen Zeit, in der die Promis in Talkshows nur scheinbar klüger redeten als heute, dafür aber viel und öffentlich rauchten. Der Krisenmanager der Sturmflut von 1962 gehört nicht nur in dieselbe Ära wie Loriot, sondern ist auch ähnlich sakrosankt, was sein öffentliches Ansehen betrifft. Warum eigentlich? Dass Schmidt zur Katastrophenbekämpfung die Bundeswehr für Hilfsdienste im Innern einsetzte, wäre heute legal, war aber damals ein Verfassungsbruch, für den man Helmut Schmidt angesichts der Notlage freilich nicht verurteilen mag.

Schmidt tröstet. Wenn Ronald “Ich kann Deine Fresse nicht mehr sehen” Pofalla zu Wolfgang Bosbach über das Grundgesetz sagt „Lass mich mit so einer Scheiße in Ruhe.“, ist das zwar – gerade auch wegen des Anlasses (Fraktionszwang) – vulgär, aber dank Schmidt Schnauze eben nicht wirklich neu und kein Grund zur Beunruhigung. 1958 warf die SPD Schmidt aus dem Fraktionsvorstand, weil der pflichtbewusste Militarist, der bis 1945 seinem damaligen Führer noch als Oberleutnant diente, lieber als Hauptmann der Reserve an einer Wehrübung teilnahm statt an den Fraktionssitzungen. 16 Jahre später erlaubte man ihm das Regieren und er sorgte via Nato-Doppelbeschluss dafür, dass atomare Kurz- und Mittelstreckenraketen in Deutschland stationiert wurden, deren Einsatz nicht nur Polen und die DDR sondern auch gleich noch die westliche Hälfte Deutschlands unbewohnbar gemacht hätte, ohne dass es dafür noch eines sowjetischen Gegenschlages bedurfte. Die einst friedensbewegten Grünen schuldeten ihrem Geburtshelfer viel Dankbarkeit.

Aber das war damals – wo steht er eigentlich heute? Und so als Ökonom? Der alte Keynesianer, der in den 70ern gesagt haben soll, ihm seien 7% Inflation lieber als 7% Arbeitslosigkeit, hat sich um 180 Grad gedreht. Er steht voll hinter der neoliberalen Agendapolitik Schröders. Ginge es nach Helmut Schmidt, wäre der Hartz-4-Satz zu senken, zumindest aber auf Jahre hinaus einzufrieren und der Kündigungsschutz weiter zu lockern, natürlich nicht ohne die Wochen- und Lebensarbeitszeit ohne Ausgleich zu erhöhen. Dass im so geschaffenen Niedriglohnsektor keiner mehr vom Einkommen seines Jobs leben kann, stört das Urgestein der Sozialdemokratie nicht. Immerhin wäre er für einen (niedrigen) Mindestlohn – aber erst wenn den Flächentarifverträgen auch in ihren letzten Nischen der Garaus gemacht wird und Gewerkschaften keinerlei Einfluss mehr haben.

Da ist es nur folgerichtig, dass der autoritäre Parteipatriarch ein ebenso neoliberales Überbleibsel der Agendapoltik in einer unwürdigen Buchvermarktungsveranstaltung zum Kanzlerkandidaten krönt, kurz nachdem die SPD alle Ambitionen hat fahren lassen, so etwas wie Vorwahlen nach amerikanischem Vorbild durchzuführen. Bloß nicht mehr Demokratie wagen! Die SPD hat jetzt die Wahl zwischen Steinbrück und Steinmeier – und das soll die lang erwartete Antwort der Sozialdemokratie auf immer drastischere Umverteilung von unten nach oben sein? Auf Finanzkrise, Kapitalismusversagen und OccupyWallstreet?

Wenn ich verschiedene Texte von und über Helmut Schmidt so lese, bin ich geradezu bestürzt, in wie wenig Punkten ich mit dem einst verehrten Helden meiner politischen Kindheit eigentlich übereinstimme. Die multikulturelle Gesellschaft empfindet er als Illusion und bereitet so den Sarrazins in der SPD ihren Nährboden. Den Klimawandel habe es schon immer gegeben, die Debatte sei hysterisch und all die Wissenschaftler und Klimaforscher haben vermutlich einfach keine Ahnung. Das Verfassungsgericht möge sich künftig doch bitte ein wenig mehr zurückhalten und mit seinen Urteilen dem Kanzler weniger dreinregieren. Ach ja: wählen sollte man auch besser erst mit 21 statt schon mit 18 dürfen. Und wer Visionen habe, müsse zum Arzt gehen. Gerade der letzte Satz steht für das Ende von Poltik und den Anfang der Postdemokratie und ist ein Symbol für die Ursachen heutiger Parteienverdrossenheit.

Bleibt noch die schnarrende Schneidigkeit des alten Haudegens, seine Aufrichtigkeit und Prinzipientreue. Den Menschenrechten stellt er eine allgemeine Erklärung der Menschenpflichten gegenüber, die sich allesamt ehrbar lesen. Sie leiten sich aus dem kategorischen Imperativ ab, der Ehrfurcht vor dem Leben und der Ehrfurcht vor den Rechten unserer Mitmenschen. Über diese Deklaration musste ich sehr lachen, habe ich doch beim Lesen das Bild des halstarrigen Greises vor Augen, der seine Umgebung zum Passivrauchen zwingt.

Da wird klar, dass die SPD sich nicht erst unter Schröder von der Sozialdemokratie verabschiedet hat und Willy Brandt der letzte sozialdemokratische Kanzler war. Und es sieht derzeit nicht danach aus, als ob sich das ändert. Auch dank Schmidt Schnauze.
Politik  Helmut_Schmidt  from google
october 2011
Ich weiss, wo dein Browser sich rumtreibt (Update)
Das Bild kommt von Henning Tillmann und zeigt, dass die unfreiwillige und unwissentliche Weitergabe von Daten kein Problem von Social Networks ist, wie es uns diverse Datenschützer derzeit glaubhaft machen wollen, sondern ein wesentlicher Bestandteil des World Wide Webs. Viel besser kann es der Henning selbst erklären, Felix Schwenzel hat sich darüber hinaus die Mühe gemacht, ein paar Websites darauf abzuklopfen, wem wir unsere Daten denn noch so alles stecken.
Ein Aufruf der Spreeblick-Startseite sendet aktuell HTTP-Anfragen an die Domains googlecode.com, googleadservices.com, mokono.com, flattr.com, twitter.com, afy11.net, widgetsplus.com, ivwbox.de, vimeo.com, facebook.com, adition.com, fbcdn.net, google-analytics.com, scorecardresearch.com, vimeocdn.com, serving-sys.com, youtube.com, ytimg.com, soundcloud.com, googlesyndication.com, amazon.de, sndcdn.com, images-amazon.com, doubleclick.net, blogoscoop.net und gstatic.com.
Update: Vielleicht ist das Ganze etwas missverständlich, daher eine kurze Erklärung: wann immer euer Browser eine Website aufruft stellt er eine Anfrage an den gewünschten Server und übermittelt, neben weiteren Informationen automatisch eure IP-Adresse. Das muss so sein, andernfalls wüsste der Server nicht, wohin der die gewünschten Daten schicken soll. Was die Gegenstelle aber zusätzlich macht ist nicht klar! Im gezeigten Beispiel ist für euch nicht ersichtlich, dass zwar das Bild angezeigt, gleichzeitig aber auch eure IP gespeichert und ein Cookie gesetzt wird, und ihr darüber identifizierbar seid. Und das seitenübergreifend. Besucht ihr den Beitrag von Felix, in dem dasselbe Bild eingefügt ist, dann erkennt die Gegenstelle das. Ihr werdet getrackt. Es ist also mitnichten nur ein Problem von Social Networks und Facebook im Speziellen, sondern beruht auf der grundlegenden Technik, mit der das Internet überhaupt funktioniert.
Was letzten Endes mit den erhobenen Daten angestellt wird steht natürlich auf einem anderen Blatt, das stimmt.
(Die durch das Bild erhobenen Daten können auf der Konfigurationsseite eingesehen und gelöscht werden)
UPDATE Gedanken von Johnny dazu in den Kommentaren.
UPDATE Wir haben ein paar Veränderungen eingeführt.
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october 2011
The World Is Surprisingly Angry About the End of Google Reader
The demise of Google Reader's share features is affecting everyone from RSS-junkies to Iranian freedom fighters, and many of them are very displeased. Google Reader itself is very much alive and well, and in fact, the RSS reader will soon sport a slick-looking redesign. However, at some point this week, the ability to follow, friend and share links within Reader will cease to exist, as Google pushes people to use Google+ for those kinds of things. Along with it, the myriad communities that depended on Reader for years for everything from meeting new people to organizing protests will just have to figure something else out. It turns out Google wasn't so bad at social networks, after all.

Displeased is actually not a strong enough word to describe these sentiment. These people are pissed, and they're fighting back. (There are already protests planned outside of Google offices and a petition--using Google Docs, of course--to save Reader's social features.) The dissenters divide into two camps: Iranians and the Sharebros.

Iran

You've undoubtedly heard a lot about how the Iranian protests of 2009 were driven by Twitter. They were, and the government responded immediately, imposing firewalls and other censorship measures in an effort to quash the uprising. Ultimately, pretty much every single social network was banned in Iran over the past couple of years, leaving Iranians without a free speech forum--except Google Reader. As an Iranian blogger who goes by Amir explains, "Google Reader is not in a separated domain (like any other Google product) and thanks to https protocol, it is hard to filter by government." Amir and other Iranians are worried that Google+, which lives in a subdomain that could be more easily blocked, will suffer the same fate as the other social networks:


Popularity map for Google Reader shows that Google Reader is the 1st popular website in Iran, despite the fact that many users which are using VPN or proxies and are not counted! Then it makes sense why Google Reader matters for Iranian and why integrating it with Google+ will makes it like any already available and banned website like facebook!

Alan Green, the Google programmer saddled with breaking the bad news on the company's official blog, has received nearly 500 comments on his Google+ post announcing the changes, many of them from angry Iranians who believe their freedom of speech is in jeopardy. He hasn't responded to a single one.

The Sharebros

Sharebros identify themselves simply as "person(s) whom one is following and followed by on Google Reader (as formally recognized by a Google Reader founder)," but their devotion to Reader is uncanny. Like more well known online communities like Reddit or 4chan, they've developed their own glossary of hashtags and lexicon of pictograms. ( -_-  denotes "dissatisfaction or defeat.") The community doesn't just exist online, either. They have #sharebro parties, and many of them say they've met some of their closest friends via Google Reader. At least one Sharebro met his wife.

We talked to a number of Sharebros about the changes, and their arguments against axing the social features were about half as compelling as their stories about how Google Reader changed their lives. Richard Berger told The Atlantic Wire about how he ditched email and now primarily communicates with his mother via Google Reader. "Reader is the best way to share and discover content on the internet, period," says Richard.

Another, Stu Watson formed a band, No Sky God, with his friend James who he met through Google Reader. They just put out a 12" record featuring Nat Baldwin, the bassist from Dirty Projectors. "James and I would likely have never met without Reader," Stu wrote in an email, "but more importantly the social aspects of Reader allowed us to get to know each other in a more intimate and ultimately meaningful way than if we had, say, just been Facebook friends or something." Stu tells us that people in the Sharebro sphere are already working on coding their own Reader replacement--they don't want to use Google+.

The most compelling Sharebro story comes from Ramey Moore. In a Reader forum post, Ramey tells the story about how he and his wife, who's expecting a child soon, "first met at a #sharebro event, scheduled and organized solely through Reader." The (long) post concludes: 


I am 100% certain that even if someone at Google cares or commiserates with me that nothing will change. … Basically, this is a panegyric. An elegy. A final funeral oration. A fuck you to those who want to kill something that works and try to build a Frankenstein's Monster that will probably choke to death on its own blood. Reader works as is, this move is just a sad attempt to jump-start an already failed Buzz 2.0.

That's it, I'm done. If anyone cares I'm going to be trying to imagine how to delete G+.

At least one protest organized by Sharebros is scheduled to gather tomorrow at Google's DC headquarters. Meanwhile, the petition to save Reader's social features has gathered thousands of signatures. And despite all the backlash from their most devoted users, the Google Reader teams has yet to respond. We reached out for a response and haven't heard back.
from google
october 2011
Or you could just tell the users to...
Brent Simmons explains how RSS synchronization would work if you wanted to use five different RSS-reading apps on different devices. It sounds like a nightmare. I would never ever in a million years attempt to develop this. It's a million times more complex than RSS itself. Bad use of your energies as a developer.

Sometimes you just have to say no to users. No, we don't do that. If you want that feature feel free to get X, where X is the name of an app that promises to provide the annoying functionality. Especially when there's such a simple solution to the problem that requires the user basically giving up nothing.

For 10 points, what's the solution? Expand this heading on the story page for the answer.

PS: I had lunch today with Chris Anderson of CouchBase. I bet he'd say you could do a fine job of sychronization with CouchDB.
from google
october 2011
Why “Just Store the App Data on Dropbox” won’t work for RSS readers
When I was developing an RSS reader, users often asked me if I would make it sync via Dropbox (or WebDAV or iDisk or similar).

For a while, years ago, before Dropbox existed, my reader did sync by writing files to iDisk. It didn’t work very well at all, and, looking back, I shouldn’t have shipped this feature. I made a mistake.

Syncing for RSS readers seems like it should be easy. In the simple case, you have three things to sync:

The list of feeds (probably as an OPML file).

The list of articles that have been read.

The list of articles that have been flagged.

It seems like all you have to do is make each copy of your RSS reader read and write three files to Dropbox, one file for each item in the list above.

It seems like each reader could just read the files at startup and write out new files when it quits. Problem solved!

But not even close.

Apps run for a long time and run at the same time

If you launch a reader on your Mac and on your iPhone, it’s entirely likely that you might leave it running for days or weeks. That means that the apps would have to read and write periodically.

That leads to a couple questions:

How often should they check those files for changes? The more they check, the more performance is hurt. But the less they check, the less in-sync the apps are.

What happens if two or more apps want to access the same file at the same time?

What if you add a feed on one reader and delete a feed on another? If each app writes the entire feeds list, then one reader will see that the added feed isn’t in the list. Was it deleted? There are other easily-imaginable conflicts. You don’t want to constantly harass the user by asking them questions.

Lists can get very big

If you could solve the problems above, a large feeds list wouldn’t be too big to read periodically.

On the other hand, the list of read articles could be massive. It would get bigger every day. Reading and writing this entire list, were it a single file, would become a giant performance problem.

It would also be very prone to conflicts: if something isn’t on the list, but one reader thinks that item was read, does that mean the user marked it as unread, or does it mean that the other reader just hadn’t seen that item yet, or...?

If you could solve the conflicts problem, you could mitigate the size and performance issue by saying that you’ll only sync read states for recent items, for the last two weeks or a month.

Note that Google Reader syncs read states for just recent items, though the rules are a bit more complex than just n days. Doing it in a similar way would be a support issue forever, since people would still expect everything to be synced without any performance penalty — and rightly so.

Flagged articles may no longer appear in subscribed-to feeds

What happens if you flag an article, and then that item drops off the feed it’s in? Or what if you flag an article but then delete that feed later?

I think you expect to keep that article forever, or until it’s unflagged.

That means that you’d have to store the entire contents of the flagged articles on Dropbox too. For some people that could grow to a sizeable amount of data. Maybe not for most people, but the system has to be built to accommodate all users.

And, again, you have the issue of conflicts — and the consequences of losing a flagged article could be very bad.

Lists will not work

The above almost makes it sound like lists could work: all you’d need are policies to keep the sizes down, methods to deal with multiple apps wanting to read and write at the same time, and systems to deal with conflicts.

You could do the first two, but there are certain types of conflicts you can’t handle with this approach (particularly regarding deleting things).

In other words, the “just store the app data on Dropbox” approach won’t work.

A system that would work

I’ve worked with four different RSS syncing systems, and every one of them had holes. The ideal syncing system would work something like this:

An RSS reader would report actions and times to the system. For instance, it would tell the system things like this: "[Feed] was added to [folder] at [datetime]" and "[Feed] was deleted at [datetime]" and "[ArticleID] was marked unread at [datetime]."

By making deletes explicit and by including dates and times, the system would be able to deal with the conflicts that the list-of-data approach couldn’t handle. (A last-action-wins policy is sensible here.)

However, when pulling data, the clients would not want a replay of the actions: an RSS reader would want the current state of the feeds list, and lists of articles marked read/unread and flagged/unflagged since the last pull request. In other words, the system would have to have some smarts — it would have to know how to put that data together. Plain old files don’t have that kind of smarts.

(Why not just replay the actions? Say you just added a reader on your iPhone and you didn’t have one before, but you’ve been syncing for a year. Should the app on your iPhone download a year’s worth of actions? No.)

This system needs a web app with a database. The web app would not have to have an HTML UI: it could be built solely to support syncing, and be otherwise invisible.

But a web app with a database isn’t free — someone has to write and maintain the code and someone has to run it. Developer hours cost money. Bandwidth, storage, and CPU time cost money.

(And no, you can’t just put a SQLite file on Dropbox and use that for this case. Remember that each client would see a copy of the database — Dropbox just treats it like any other file that should re-sync on change.)

Mind the gap

The system described above would keep feeds and article states consistent between multiple readers, and that would be all that I personally would require. But it wouldn’t be enough for everybody.

The system above doesn’t handle this scenario:

Say you like to keep the last two weeks of articles in your readers. You normally read on your Mac, and you haven’t launched the reader on your iPad in a week. When you do, you expect your iPad to have the exact same articles that your Mac has.

But it doesn’t — it’s missing some, because some articles have fallen off the feed. So you write to support and explain that syncing isn’t working for you, because there’s a gap in the articles on your iPad. You prove it easily with screen shots comparing the same feed on your Mac and on your iPad.

To handle this case, the syncing system needs a feed retrieval system that would read and store the contents of all the feeds known by the system once an hour or so.

What happens when there are a million feeds in the system? This gets expensive. I wouldn’t be surprised if the feed retrieval part of this becomes the most expensive part by far.

And in the real world

Nobody wants to build and run this because there’s no money in it.
from google
october 2011
Schlecker rechtfertigt Claim mit niedrigem Bildungsniveau seiner Kundschaft
Man kann von dem neuen Claim „For You, Vor Ort“ halten was man will. Es gibt weitaus schlimmere, wohl aber auch bessere Claims. Aber ich bin ja auch nicht angesprochen, denn ich habe ja studiert und komme damit als Schlecker-Kunde nicht in Frage:

Allerdings, so beginnt der Schreiber dann seine Rechtfertigung, richte sich der Claim an die „durchschnittlichen Schlecker-Kunden, die niederen bis mittleren Bildungsniveaus zuzuordnen sind“. Schlecker habe „renommierteste Marketing- und Marktforschungsagenturen beauftragt, unter diesen Gesichtspunkten eine optimale Parole für uns zu finden.“ Durch sein „provokant kalauerndes Denglisch“ bleibe der am Ende ausgewählte Claim besonders gut im Gedächtnis und liefere dazu kontroversen Gesprächsstoff.

Schlecker war jetzt schon ein bisschen länger nicht mehr im Gespräch. Schön mal wieder von ihnen zu hören.

via W&V
Design&Werbung  claim  schlecker  w&v  from google
october 2011
Vom Luder zum Miststück
Mit einem Jahresumsatz von rund 1,65 Mrd. Euro ist Weltbild der größte deutsche Buchhändler. Was viele nicht wissen: Der Medienkonzern gehört zu 100% der katholischen Kirche.

Da überrascht es positiv, dass im Onlineshop etwa 2.500 erotische Titel angeboten werden, beispielsweise Vom Luder zum Miststück, die Reitschule und feuchte Höhepunkte.

Wie diese “satanischen” Medien mit dem hauseigenen Katechismus unter einen Hut zu bringen sind, können nur bigotte Bischöfe beantworten. Frei nach dem Motto: Keuschheit predigen und Erotik verkaufen.
Allgemeines  Bischof  feuchte_Höhepunkte  Katechismus_der_Katholischen_Kirche  katholisch  katholische_Kirche  Medien  Onlineshop  Reitschule  Vom_Luder_zum_Miststück  Weltbild  from google
october 2011
A Bit Precarious
Brent Simmons on the current, rather precarious, position that Google is putting RSS readers in with the possibility of killing of the syncing of feeds via unofficial APIs:
I’m not an RSS reader developer any more. But if I were, I’d start looking for an alternative syncing system right now.
I’m not either, but I am worried about this. Simmons makes the excellent comparison that right now RSS readers are a lot like Twitter clients:
It’s been an especially good thing for RSS reader users, who can mix-and-match clients on different platforms, who can move with relative ease between one client and another. (The situation is similar to Twitter clients: users are not stuck with one client from one particular developer.)
It’s what makes it so easy for me to stay up to date with news no matter the device I am on. If all of a sudden I have to be “locked-in” to one system you can bet it will be Reeder — and that really sucks for other developers as I will have no way to easily try their apps.
Links  google  reader  rss  from google
october 2011
Wer weiß was über die Nutzer: Die wirkliche Datenkrake heißt Amazon
Google, Facebook und vielleicht auch Apple bereiten Datenschützern Kopfschmerzen. Aber sie vergessen einen großen Konzern im Internet, der viel sensiblere Informationen über uns hat als alle anderen: Amazon.Datenschützer möchten uns davor schützen, dass unsere persönlichen Daten zu einem späteren Zeitpunkt gegen uns verwendet werden. Der Mensch im Allgemeinen lässt sich sehr leicht beeinflussen (abgesehen von netzwertig.com-Lesern natürlich). Marketingstrategen wissen wie es geht. Es haben sich ganze Wissenschaften darum gebildet, wie Menschen sich durch Werbung und Informationen beeinflussen lassen.
Der Schlüssel zum Erfolg eines Werbers sind Daten und zwar solche, die Datenschützer lieber schneller gelöscht sehen würden, als andere das Wort Datenschutz aussprechen können. Je persönlicher diese Daten sind und je mehr sie unseren emotionalen Vorlieben entsprechen, desto besser eignen sie sich, um bei uns einen Kaufimpuls auszulösen.

Facebook weiß, wer wir sein möchten Datenschützern läuft es hauptsächlich aus zwei Gründen kalt den Rücken runter, wenn sie an Facebook denken: Zum einen sorgen sie sich um zerstörte Jobkarrieren der Anwender, weil irgendwelche Bilder oder Aussagen öffentlich und unlöschbar im Internet verteilt werden. Zum anderen malen sie sich aus, was Facebook alles mit unseren Daten anstellt, um aus selbigen Profit zu schlagen.
Aber überlegen wir doch mal, was Facebook wirklich über uns weiß: Es kennt die Persönlichkeit von mir, die ich im Internet gerne wäre. Man kann (noch nicht) sein ganzes Ich im Internet abbilden, jeder beschränkt sich auf einzelne Punkte seiner Persönlichkeit. Einige tun das weniger erfolgreich (mit Bier in der Hand) als andere (Fan von Audi).
Die Aussage, dass mir Porsche gefällt, haben rund zwei Millionen andere Menschen bei Facebook auch abgegeben. Hat Porsche deswegen zwei Millionen Autos verkauft? Natürlich nicht. Starbucks hat fast 26 Millionen Fans auf Facebook. Einer bin ich. Dass ich aber im Monat zwischen 100 und 200 Euro in Kaffee dieser Rösterei investiere und damit zu den besseren Kunden zähle, steht nicht bei Facebook und Facebook weiss dies auch nicht. Rolex verzeichnet rund 260.000 Fans – trotzdem wird nur ein Bruchteil dieser Personen wirklich eine Rolex erworben haben. Die meisten versuchen lediglich, ihr Image aufzuwerten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Facebook Informationen darüber hat, wer oder was wir gerne sein möchten. Facebook kennt unsere Wunschpersönlichkeit. Es kann aber nur sehr eingeschränkt darüber Auskunft geben, was uns wirklich interessiert und keine sichere Aussage über meine Kaufkraft treffen – abgesehen von drei Erdbeeren bei Farmville.
Google hat Kenntnis darüber, womit wir uns beschäftigten und was uns interessiert Meiner Meinung nach spielt Google in Bezug auf Datenschutz in einer anderen Liga als Facebook. Bei vielen Produkten, allen voran Google Mail und Google+, hat der Internetkonzern aus Mountain View es geschafft, dass ich ihm meine Daten anvertraue. Darüber hinaus besitzt Google viele andere Gelegenheiten, Nutzerdaten zu sammeln: Durch das Werbeprogramm Adsense hat Google im ganzen westlichen Internet „Satelliten“ installiert, die nach Hause funken, wofür wir uns interessieren, und durch den kostenlosen Webseite-Trafficanalysedienst Analytics weiß Google außerdem noch, welche Websites im Internet wirklich relevant sind.
Google hat genaue Kenntnis darüber, womit wir uns beschäftigen und wofür wir uns interessieren. Anzumerken sei hier allerdings, dass Google eher “kopflastige” Daten über Anwender besitzt: Google kommt oft ins Spiel, wenn der Kopf die Kontrolle über uns Handeln hat und wenn wir uns versichern müssen, dass der Mercedes wirklich besser ist als der Opel, der wahrscheinlich eher dem Budget entspricht. Genau wie Facebook kann Google nur sehr eingeschränkt eine Aussage darüber treffen, ob wir uns unsere Interessen wirklich leisten können. Daran konnte auch Checkout nicht viel ändern, Googles bedingt relevanter Zahlungsabwicklungsservice.
Apple kennt unsere emotionalen Vorlieben Apple ist in Bezug auf persönliche Daten in einer ganz anderen Position als Google und Facebook. Apple kennt unsere emotionalen Vorlieben, weiß, welche Musik wir hören, welche Filme wir gucken und kann dieses Wissen anhand der Kreditkartendaten mit Adressen abgleichen. Dank iPhones weiß Apple vielleicht sogar, wo wir uns befinden und was wir letzten Sommer getan haben.
Anfragen an Apple bezüglich des Datenschutzes sind in der Regel zwecklos, Apple hüllt sich traditionell in Schweigen. Facebook und Google gehen damit anders um. Bei beiden ist Datenschutz immer wieder ein Thema und sie, in unterschiedlichem Umfang, ergreifen gelegentlich die Initiative, um über dieses Thema zu reden. Wann hat Apple das Thema Datenschutz das letzte Mal von sich aus angesprochen?
Apple hat sehr viele Daten über uns, doch es handelt sich dabei vorrangig um “Luxusdaten”. Apple-Produkte sind teuer, wodurch ganze Bevölkerungsgruppen ausgeschlossen werden. Dazu kommt, dass Apple eher „nice to have“ ist – niemand ist zum Leben auf einen iTunes-Song angewiesen.
Amazon, der freundliche Buchhändler im Internet? Mitnichten. Ich habe vor vier Jahren einen Gefrierschrank bei Amazon gekauft. In den USA liefert Amazon Lebensmittel. Amazon ist günstig, oft sogar der billigste Anbieter und dadurch fast für die ganze Bevölkerung attraktiv. Amazon weiß, was wir brauchen, mögen und uns wirklich leisten können. Amazon kennt auch die Bedürfnisse unserer Nachbarn und hat Informationen über den von mir benutzten Rasierer.
Vor vielen Jahren – ich erinnere mich leider nicht mehr genau wann – kam eine Diskussion auf, warum Amazon während des Bestellvorgangs nach der Telefonnummer fragt. In Deutschland war (und ist wahrscheinlich immer noch) zur Abwicklung von Onlinekäufen nur die Abfrage von Daten erlaubt, die dafür wirklich notwendig sind. Amazon fragt auch noch 2011 nach der Telefonnummer. Angerufen wurde ich nie, und ich habe schon viel bestellt. Warum will Amazon meine Nummer und warum unternimmt kein Datenschützer etwas? Mit 1-Click-Shopping kann Amazon sogar den Impulskauf bedienen, und wenn man in den nächsten drei Stunden noch zusätzliche Produkte erwirbt, kommt alles ohne zusätzliche Versandkosten nach Hause geliefert.
Oft ertappe ich mich selbst dabei, wie ich auf einen Artikel in der Rubrik „Kunden, die gekauft haben, haben auch gekauft“ klicke. Das sind Daten, die mir persönlich gefährlich werden können. Sie fördern, dass man sich auf seine Gefühle verlässt und der Kopf sich ausschaltet. Wer sich für Amazons Express-Versand Prime entscheidet, zahlt eine jährliche Gebühr für die Lieferung innerhalb eines Tages und kann dann versandkostenfrei so viel bestellen, wie er will. Damit sich das aber auch rechnet, wird geshoppt bis zum Umfallen.
Auch wenn ich bewusst überspitze: Wir sollten uns ruhig vor Augen führen, was Amazon alles über uns weiß. Angesichts dessen ist es verwunderlich, wie entspannt doch die Datenschützer in diesem Fall zu sein scheinen: Adresse, Bankkonten, den Inhalt unseres halben Haushalts, Bücher, DVDs, Musik, Kreditkartendaten, Umfelddaten. In meinem Fall weiß Amazon sogar über alle meine Umzüge Bescheid, da ich meinen Amazon-Account schon seit 2001 besitze.
Anfang 2010 berichtete die c’t über die Vermutung der Sippenhaftung bei Amazon. Im übertragenen Sinne bekomme ich nichts mehr geliefert, wenn mein Onkel die Rechnung nicht bezahlen kann. Das ist eine Entwicklung, über die sich Datenschützer wirklich Sorgen machen sollten. Die Schufa würde sich wahrscheinlich über solch genauen Bonitätsdaten sehr freuen.
Amazon hat schon jetzt genauere Daten als die, die Google sehr wahrscheinlich jemals bekommen wird. Die Interessen und die Bedürfnisse gepaart mit den finanziellen Daten können eine datenschutztechnisch explosive Mischung ergeben.
Fazit Ich behaupte nicht, dass Google, Facebook und Apple aus datenschutzrechtlicher Sicht nicht in Schach gehalten werden müssen. Aber Amazon hat bisher relativ unbehelligt Daten angesammelt, die für Verbraucher schon jetzt gefährlich werden können. Sie geben Auskunft über unsere finanziellen Möglichkeiten und unsere emotionalen Vorlieben auf persönlicher als auch auf gesellschaftlicher Ebene. Kein anderes Internetunternehmen verfügt über solche exakten und umfangreichen Bonitätsdaten. Während Datenschützer sich auf Facebook eingeschossen haben, scheint die wirkliche Datenkrake von ihnen sehr wenig Beachtung zu finden.
Dieser Text ist mir was wert: Verwandte ArtikelDie Macht der digitalen Ökosysteme: Der kommende Bedeutungsverlust deutscher MedienunternehmenGoogle, Apple, Facebook und Amazon schaffen digitale Ökosysteme und ziehen Konsumenten und Lieferanten magisch an. Deutsche Medienanbieter verlieren angesichts dieser Entwicklung Einfluss und Bedeutung. (30. September 2011)Konkurrenzkämpfe der Internetkonzerne: Das Risiko des digitalen GemischtwarenladensDie führenden Unternehmen der Webwelt werden zu digitalen Gemischtwarenläden und kommen sich dabei immer häufiger gegenseitig in die Quere. Unbefangene Startups können diesen Fokusverlust ausnutzen. (6. April 2011)Statusbericht: Wer wird das nächste große Ding?Die zu Ende gehende Dekade war das Jahrzehnt von Google. Doch wer wird in den kommenden Jahren das Netz dominieren? Ein Statusbericht. (14. Dezember 2009)SPONSOREN
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october 2011
Money Faces – Bills & Heads – Mashup (12 Pictures)
Die tagesaktuelle Meme, eine Idee aus dem Reddit-Dunstkreis, bei dem sich spontan User aus aller Welt entschlossen haben, zu partizipieren. Inzwischen hat es sich sogar bis zu Visual News herumgesprochen. Fantastic:

“Another day, another new trend on the World Wide Web. Now it’s Money Face.”

Some more “Money Faces”:

___
[via dyt]
Design_und_so  Film-/_Fotokunst  Funny_Shizznits  Netzkram  cxream  dollar_dollar_bill_yall  fratzen  fun  money  from google
october 2011
Neue Spielregeln für Blogger und Provider
Der Bundesgerichtshof hat heute die Voraussetzungen konkretisiert, unter denen ein Provider für Äußerungen haftet, die seine Kunden oder Dritte auf Blogs oder in Foren machen. Ausgangspunkt war eine Klage gegen Googles Blogdienst. Der Betroffene hatte sich durch Äußerungen verletzt gefühlt, die er auf einem bei Google gehosteten Blog fand.

Vor den Hamburger Gerichten hatte Google verloren. Dort sah man einen klaren Unterlassungsanspruch gegen den Provider. Jedoch hat man es sich in Hamburg möglicherweise zu leicht gemacht, denn der Bundesgerichtshof hob die Urteile auf und verlangt eine neue Prüfung des Sachverhalts.

Was hierbei zu beachten ist, führt der Bundesgerichtshof detailliert auf:

Ein Tätigwerden des Hostproviders ist nur veranlasst, wenn der Hinweis so konkret gefasst ist, dass der Rechtsverstoß auf der Grundlage der Behauptungen des Betroffenen unschwer – das heißt ohne eingehende rechtliche und tatsächliche Überprüfung – bejaht werden kann.

Damit dürfte die unmittelbare Haftung sich zunächst auf klare Sachverhalte beschränken, also offenkundige Beleidigungen oder eindeutig unwahre Tatsachenbehauptungen.

Außerdem gibt es künftig ein klares Prozedere, an das sich alle Beteiligten zu halten haben:

Regelmäßig ist zunächst die Beanstandung des Betroffenen an den für den Blog Verantwortlichen zur Stellungnahme weiterzuleiten. Bleibt eine Stellungnahme innerhalb einer nach den Umständen angemessenen Frist aus, ist von der Berechtigung der Beanstandung auszugehen und der beanstandete Eintrag zu löschen.

Stellt der für den Blog Verantwortliche die Berechtigung der Beanstandung substantiiert in Abrede und ergeben sich deshalb berechtigte Zweifel, ist der Provider grundsätzlich gehalten, dem Betroffenen dies mitzuteilen und gegebenenfalls Nachweise zu verlangen, aus denen sich die behauptete Rechtsverletzung ergibt.

Bleibt eine Stellungnahme des Betroffenen aus oder legt er gegebenenfalls erforderliche Nachweise nicht vor, ist eine weitere Prüfung nicht veranlasst. Ergibt sich aus der Stellungnahme des Betroffenen oder den vorgelegten Belegen auch unter Berücksichtigung einer etwaigen Äußerung des für den Blog Verantwortlichen eine rechtswidrige Verletzung des Persönlichkeitsrechts, ist der beanstandete Eintrag zu löschen.

Bislang liegt nur die Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs vor. Daraus wird leider nicht ganz klar, ob sich die neuen Spielregeln auch auf die ohnehin klaren und eindeutigen Rechtsverstöße erstrecken. Oder ob der Provider bei eindeutigen, einfach zu erkennenden Rechtsverstößen nicht vielleicht sofort und von sich aus löschen muss.

Fest steht aber schon jetzt, dass der Provider bei unklaren Sachverhalten jedenfalls nicht mehr in eigener Regie und sofort, das heißt unter großem Zeitdruck, entscheiden muss, ob er einer Beanstandung nachkommt. Vielmehr hat er die Möglichkeit, den Blogbetreiber zu einer Stellungnahme aufzufordern. Für die Stellungnahme kann der Provider auch eine “angemessene Frist” einräumen. Das dürften mindestens zwei, drei Tage sein. Liefert der Blogger nachvollziehbare Argumente für seinen Eintrag, muss diese wiederum der Beschwerdeführer entkräften und hierfür “Belege” präsentieren.

Der Bundesgerichtshof nimmt also die unmittelbar Beteiligten stärker in die Pflicht. Er zwingt sie, den Provider bei seiner Entscheidung zu unterstützen. Werden die erforderlichen Informationen nicht geliefert, guckt die schweigsame Seite halt in die Röhre. Im einzelnen ist das sicherlich diskussionsbedürftig. Es klingt aber zunächst mal wie ein Spielplan, der den wechselseitigen Interessen nach Kräften Rechnung trägt. Ob das Verfahren praxistauglich ist, wird sich zeigen.

Auch eine andere wichtige Frage hat der Bundesgerichtshof beantwortet. Ob nämlich deutsche Gerichte überhaupt für Provider zuständig sind, die wie Google im Ausland sitzen. Das haben die Karlsruher Richter bejaht. Ausländische Internetanbieter müssen damit rechnen, viel öfter als bisher in Deutschland verklagt zu werden.
Allgemein  from google
october 2011
Medientage München: Von Blogs und PDFs…
Medientage München: Von Blogs und PDFs…
by Christian Scholz on October 24, 2011



Wenn man wissen will, wie es früher war, dann geht man zu den Münchner Medientagen. Das ist der Eindruck, der sich bei mir nach 2 Tagen Medientagen eingestellt hat. Und dabei, so ein langjähriger Beobachter, sei es dieses Jahr schon recht progressiv gewesen, die letzten Jahre ging es wohl eher um das Zukunftsmedium Print.

Der digitale Kiosk
So ganz hat man Print aber wohl noch nicht hinter sich gelassen, denn ganz gross im Kommen, so scheint es, sind digitale Kioske. Der Marktführer hier natürlich Apple mit dem Newsstand. In Deutschland gibt dagegen keinen Marktführer, sondern nur viele zersplitterte Angebote, wie Springers iKiosk (der nur Springer-Titel enthält), PagePlace der Telekom oder pubbles.

Der Mangel an einem möglichst kompletten Sortiment an Zeitschriften wurde dabei damit abgetan, dass auch reale Kioske nicht alle Zeitschriften hätten, also z.B. der Kölner Kiosk keine Kieler Nachrichten. Von Long Tail und so hat man anscheinend noch nichts gehört und der Grund für die Vorherrschaft von Apple, Amazon und Co. wäre demnach auch schnell gefunden.

Auch Schuld seien aber langwierige Verhandlungsprozesse mit Verlagen oder gewisse Eifersüchteleien, mit denen Christoph Keese den Mangel an nicht-Springer-Titeln bei iKiosk begründete. Und wenn ich das richtig verstanden habe, hielt er die Abgabe von 30% an Apple dort für zu hoch, fand aber, wenn ich das richtig verstanden habe, eine Spanne von 20-30% beim eigenen Kiosk gar nicht so schlecht (wahrscheinlich eher so bei 29%). Derzeit sind es wohl 10% bei iKiosk, wie in den Kommentaren zu lesen ist, von daher ist mir nicht ganz klar, was Herr Keese meinte, vielleicht kann er das noch präzisieren.

PDF!
Auf die Frage des Moderators Florian Stadel, warum denn iKiosk nur auf PDF setzen würde, erging sich Keese in einem 10-minütigen Lobgesang auf PDFs. Der PDF-Markt sei unterbewertet, man könne PDFs schon einfach so super lesen und “mit unserer Vergrößerungsfunktion kann man das dann ganz prima lesen”. Er betonte zudem, dass man mit PDFs Geschichten opulent erzählen könne (siehe BILD), also nicht so wie vor der DTP-Zeit und dass Kunden ein PDF ja auch gerne mal auf Reisen mitnehmen wollen würden.

Auf die Frage nach HTML5 und vielleicht interaktiveren Formaten wurde von Bernhard Ribbrock, Manager bei PagePlace geantwortet, dass PDF ja standardisiert sei, im Unterschied zu interaktiven HTML5-Formaten.

Auf die Idee, dass man hier irgendwie mal innovativ tätig und Vorreiter werden könnte – vielleicht sogar mitzuhelfen, einen Standard zu definieren – kam auf dem Podium anscheinend keiner. Es blieb auch offen, was man neben HTML5 denn eigentlich noch standardisieren müsste.

Blogs!
Apropos innovativ: Blogs! Christoph Keese schwärmte plötzlich von TechCrunch, Mashable, AllthingsD und Huffington Post. Zu denen meinte er: “Das machen die alle beängstigend gut und wenn man ehrlich ist, besser als die traditionellen Medien”. Das müsse man sich mal anschauen, meinte aber auch: “Da sind wir auf entspannte und fröhliche Weise paranoid”. Verstanden hab ich das nicht, hört sich aber lustig oder erschreckend an, je nach Blickwinkel.

Auch beim Content-Gipfel-Panel hat er Blogs noch einmal angesprochen. Denn damals, als das Telefon erfunden wurde, hätte man in einer Redaktion ja auch eines angeschafft und gesagt “Da telefonier ich doch einfach mal mit!” und jetzt hiesse es eben “Da blogge ich doch mal mit”. Aber das mache keiner und er wolle nochmal dazu aufrufen, dies doch zu tun!

Auch weiss Keese nur Gutes über Blogs zu berichten: Während in der Redaktion Qualität durch internes Gegenlesen entstehe, so wäre das Korrektiv bei Blogs die Lesergemeinde. Es gehöre dazu, Fehler zu korrigieren und dies zu dokumentieren. Durch diesen iterativen Prozess könne die Qualität von Blogs teilweise besser werden als bei klassischen Medien. Das müsse man sich näher anschauen, da helfe keine Theorie sondern nur Mitbloggen.

Bei soviel Lob für Blogs verwundert dann schon sein Engagement für ein Leistungsschutzrecht, denn weiss er denn nicht, dass zum Bloggen eben auch das Aggregieren a la rivva oder TechMeme dazugehört? Weiss er etwa nicht, dass zum Miteinander im Netz gerade und vor allem das Teilen gehört?

Aber vielleicht spart man sich diese Erkenntnis dann auch einfach für die Medientage 2015 auf.

Und sonst so?
So zieht sich das eigentlich durch. Beim Thema Fernsehen wurde diskutiert, ob nun 3D oder HD die Zukunft sind, von Social Media und Community-Building war zumindest laut Programm keine Rede. Stattdessen wurde lang und breit über neue Herausforderungen der Regulierung debattiert. Denn es kann ja nie zu wenig reguliert sein.

Kostenfreies WLAN gab es natürlich nicht, getwittert haben ca. 2-5 Personen und wie man mir sagte gab es schon Anregungen an den Veranstalter, im nächsten Jahr doch mal mehr über Print zu reden.

Insgesamt kann man festhalten, dass es also nach wie vor eben das Festhalten ist. Man wartet auf Standards und setzt auf Regulierung, anstatt all die Chancen, die ungenutzt vor einem liegen, mal zu ergreifen und etwas neues zu machen. Man entschuldigt das mit unveränderlichen Produktionsprozessen, ist aber anscheinend auch nicht in der Lage, Ausgründungen wie AllThingsD zu verwirklichen.

Und wenn am Ende innovativere US-Unternehmen alles an sich gerissen haben, wendet man sich dann jammernd an den Staat wenden und bittet um Rettung!

Aber selbst das ist ja keine neue Einsicht. Deutschland bleibt also Entwicklungsland.

Update: Ich wollte noch klarstellen, dass ich es natürlich gut finde, wenn Christoph Keese seinen Kollegen zuruft, mehr zu bloggen. Ich hoffe, viele folgen. Denn ich denke ähnlich wie Keese: Nur durch das Machen versteht man das Medium, da hilft kein Erklären.

Die Mitschrift des Panels “Digitaler Kiosk” gibt es hier und die Mitschrift des Content-Gipfels hier

Update 10:40: Prozente beim iKiosk berichtigt und Ende versöhnlicht.
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october 2011
Lebensabend
Tomatenbericht:

Dank Frau Pummelfee gibt es noch einmal Thorstomaten: Nachdem Thorsten beim Umzug vom Balkon in die Wohnung verunfallt war, habe ich die geretteten grünen Tomaten mit einem Apfel in eine Tüte gesteckt. Und tatsächlich – sie werden rot:

Thorsten genießt derweil sein Gnadenbrot im Tomatenhospiz. Ich habe ihn ans Fenster gerückt, damit er Licht bekommt und vielleicht noch die letzten drei Tomaten fertig brütet:
Küche  from google
october 2011
Film- und Serienempfehlungen: Moviepilot startet Internationalisierung mit neuartigem Konzept
Deutschlands laut eigener Aussage größte Film-Community Moviepilot hat unter moviepilot.com einen international ausgerichteten Dienst gestartet. Dieser versorgt Nutzer mit personalisierten Empfehlungen zu Filmen und Serien, die in der Zukunft veröffentlicht werden.Im Jahr 2007 gründeten Tobias Bauckhage und Jon Handschin in Berlin das Filmempfehlungsportal Moviepilot. Mittlerweile ist es laut eigener Aussage die größte Film-Community Deutschlands mit 2,3 Millionen monatlichen Nutzern und erreicht durch die Integration seiner auf dem persönlichen Geschmack basierenden Filmempfehlungen in SetTop-Boxen des “Entertain” TV-Angebots der Deutschen Telekom über eine Millionen Haushalte. Auf der Plattform finden Filmfreunde Informationen zu über 50.000 Filmen und 120.000 Schauspielern.
Bisher begrenzte sich das Startup auf Nutzer aus dem deutschsprachigen Raum. Doch seit einiger Zeit arbeitete das gut 40-köpfige Moviepilot-Team auf eine ambitionierte Internationalisierung des Dienstes hin. Das Ergebnis kann seit gestern unter moviepilot.com begutachtet werden.

Bei dem neuen englischsprachigen Portal der Hauptstädter handelt es sich nicht lediglich um eine adaptierte Sprachversion der heimischen Plattform. Stattdessen setzen die Berliner auf ein völlig neues Konzept – wohl auch in Anbetracht der Tatsache, dass es im internationalen Bereich bereits eine ganze Reihe etablierter Filmempfehlungssites gibt (z.B. ImdB, Jinni).
Der neue Service fokussiert sich vollständig auf anstehende Veröffentlichungen von in Planung oder Produktion befindlichen Filmen und Serien. Auf Basis von bei Facebook hinterlegten Informationen über persönliche Präferenzen (z.B. aus Likes) sowie der Resultate aus Mini-Abfragen über bevorzugte Schauspieler und Filme schlägt die Site Nutzern noch nicht publizierte Streifen zum Abonnieren vor.
Anschließend tauchen Gerüchte, Meldungen und Vorab-Clips zum Film oder zur Serie im persönlichen Moviepilot-Stream auf. Passionierte Kinobesucher und Serienfans können so schon vor der offiziellen Veröffentlichung erfahren, für welche Titel sie in Zukunft das Popcorn warmhalten müssen.

Die Moviepilot-Macher erhoffen sich mit diesem ihrer Aussage nach bisher einmaligen Ansatz, die Art zu verändern, wie Filmmarketing funktioniert. Bisher beginnt dies zumeist erst wenige Wochen vor dem Kino- oder Serienstart. Mit ihrer Herangehensweise erlauben die Berliner den Film- und Produktionsstudios, bereits Monate oder gar Jahre vor der Veröffentlichung potenzielle Zuschauer anzusprechen und sie über Word-of-Mouth als Botschafter für anstehende Kinostarts zu gewinnen.
Dem Moviepilot-Team ist das Kunststück gelungen, durch Social-Media-Kampagnen und fleißige Updates schon vor dem Launch des neuen Portals über vier Millionen internationale Facebook-Fans für moviepilot.com gewinnen zu können. So wurde mir zu meiner Überraschung eine entfernte, über Facebook mit mir vernetzte Bekannte aus den USA als Fan von moviepilot.com angezeigt – die rein gar nichts mit der deutschen oder europäischen Webwelt am Hut hat. Diese Reichweite macht sich Moviepilot nun natürlich zunutze, um dem neuen Dienst schnellstmöglich hunderttausende Mitglieder zu verschaffen.
Entwickelt und operativ betrieben wird moviepilot.com wie das deutsche Pendant in Berlin. Für Sales und Business Development errichtet das deutsche Webunternehmen gerade eine Niederlassung in London. Für die nahe Zukunft steht außerdem die Eröffnung eines Büros in Los Angeles auf dem Programm. Für ein Filmportal mit globalen Ambitionen und der Hoffnung auf die Marketingbudgets der führenden Filmstudios ist eine physische Nähe zu Hollywood unerlässlich.
Ob die Idee, Filme und Serien schon während der Konzeptions- und Produktionphase zu empfehlen, bei Konsumenten am Ende wirklich ankommt, muss sich zwar erst zeigen. Doch der positive Gesamteindruck des schön übersichtlich und auf das Wesentliche konzentrierten Angebots sowie die bereits vorhandene lose Bindung von Millionen Facebook-Fans an den frisch gestarteten Dienst legen die Basis für eine erfolgreiche Verankerung von moviepilot.com bei Filmfans rund um den Globus.
Sympathisch ist auch, wie die Macher der Site mit ihrer deutschen Herkunft spielen: Moviepilot-Maskottchen Heinz von Hinkelberger hat im Präsentationsvideo (unten) offensichtliche Probleme, das “th” ordnungsgemäß auszusprechen. Auch hier zeigt sich einmal mehr der Paradigmenwechsel in der hiesigen Internetlandschaft: Noch vor zwei Jahren hätten deutsche Startups mit US-Ambitionen alles daran gesetzt, möglichst amerikanisch zu erscheinen. Mittlerweile ist es hip, die deutschen Wurzeln hervorzuheben.
Link: Moviepilot.com

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october 2011
Your 46894 shared items are public – Why i care about the announced Google Reader changes at ≈ Relations
Your 46894 shared items are public – Why i care about the announced Google Reader changes
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Google recently announced that it is going to make  some changes to Google Reader in a Blog Post called: Upcoming changes to Reader: a new look, new Google+ features, and some clean-up. My initial reaction was the following tweet:

@googlereader ONE week advance notice for shutting down services. WtF? Shift-S & shared feed were THE reason for me 2 use Reader #failOctober 21, 2011 8:29 am via Twitter for iPadReplyRetweetFavorite@gkampgkamp
I am not amused, may be to the extend that i might fall under the category of people that are characterized in that Google post as:

We recognize, however, that some of you may feel like the product is no longer for you.

Right now, i’m actively thinking about alternative solutions. And i’m not the only one.  Not surprisingly  the one’s that are complaining are the most avid users. And what they are telling is mostly the same.

For example Sarah Perez from TechCrunch (emphasis mine):

Although there are many other services out there that promise to bubble up relevant content based on my interests, the best product I’ve used to date was the human curation of my Google Reader friends. Not only did my group consistently share the top tech news I’d want to read, they also share those oddball but interesting stories from outside of tech, including humorous cartoons, popular videos, space and science news, parenting tips and other news completely unrelated to tech, but still compelling.

Or E.D. Kain from forbes.com (emphasis also mine):

For one thing, Reader is only sort of a social network. In many senses it’s ananti-social network. Not in the sense that people in Reader are anti-social so much as the point is to harbor a small enclave of carefully selected people and create a safe-haven of sorts where that “carefully constructed human curated” list of shares and insights can flourish. In Reader, you don’t go after as many friends as possible. You certainly don’t see anyone from high school. Nobody shares photos of their kids. The discussions that do blossom are almost always very smart and focused. It’s the internet if the world were a more prefect place.

Or Courtney Stantons post:

 I like that the primary verb of gReader is “share” – but not about you; about content that’s meaningful to you. I like that I have to click on a specific tab in order to get the little window that allows me to post only about myself.

My motivation for “human curation”
This brings me to the reason why i’m upset about the changes. The title of the post already says why. For me Google reader is THE essential tool for reading news, as well as a long running experiment in human curation. But from the sending side, not the receiving.

I’m a long time RSS-Feed reader and switched to Google Reader because i was able to access my feeds from multiple computers without losing sync of the read items. I then discovered the productivity gains of the keyboard shortcuts and the shared item feed.

At that point i decided to share all the posts that i  found interesting via Shift-S. Interesting in an impartial sense, e.g. providing useful or meaningful information, looking at some topic from an  interesting / different angle etc.

While the primary impetus for doing so was being able to access these items  more easily and being able to archive them via another client, early on i also decided to make all shares public to everybody. First and foremost because i wanted to have as little as possible overhead while reading. But also out of curiosity if somebody would discover this “human curated” feed and would find it useful.

Over the time quite a number of my colleagues found it (ok, i stopped sending separate emails about interested stuff and directed them at my sgared item feed). But after Google started it’S recommendation engine, quite a number of Google Reader users are following my feed and there is a small but dedicated number of  subscribers via other feed readers (as my Logfile shows).All in all im absolutely sure that my shared item feed has more readers than this blog.

On moving to plus
@googlereader Shift-s is fundamentally different to +1 (at least 4 me) Former is impersonal filtering/curating. Latter is personal sharingOctober 21, 2011 8:41 am via Twitter for iPadReplyRetweetFavorite@gkampgkamp
It should be clear now that for me sharing on Google Reader is about curation or if you prefer another, more humble term, about filtering. It is not about liking, agreeing or recommending. Hence i always struggled with the german translation of Sharin within Google Reader: “Empfehlen”, which backtranslates to “Recommend”.

Google is saying that my shares on Google Reader will be changed into +1. Looking at the presumed place, the plusones section of my profile (still empty) if find the following text:

Your +1′s appear here. +1 the things around the web you like, agree with, or want to recommend to others.

And here we are at the heart of the problem. No: I neither like, agrre with or recommend these things. I simply share them. Some of you might think i’m nitpicking. May be i am. But my background in Knowledge Representtation and AI as well as my common sense want to separate my social  “human curation”  activities, from my recommendations, likes, opinions and emotions.

I tried to summarize all this in the following tweet:

What’s next?
These  latter social activities are right now mostly happening on this blog and on Twitter (both for opionion andemotion) as well as my pinboard.in bookmark account (basically recommendations of technical things).

Recently switched from delicious to pinboard.in for basically the same reasons. I thought the changes especially in the T & C introduced by the new ownership were ridiculous and switched to another service where i’m more in control. But i habd plenty of time doing so. Yahoo announced that they were retiring delicious last December, and the switch to the new t&C was enforced only recently.

Google instead is giving only one week advance notice. This is definitely too short to come up with a soltuion for the third party providers that are using the inofficial Google Reader API. The one i care most about is Reeder, because it allows me to read (and easily share) on my iPad. Hopefully it will at least will work in reading mode after the changes.

@googlereader Do you think that Reeder and other apps can adapt in 1week? It will take that long in review. Ok, you don't care.October 21, 2011 8:32 am via Twitter for iPadReplyRetweetFavorite@gkampgkamp
Even if an official API would be announced today and implemented by Silvio Rizzi in an instant, it would take a weeks time until the new app in the app store. So opefully Google is going to keep the inofficial API around , maybe even announce an official one.

In the meantime i’m going to look for a short-term workaround to sharing via send_to (at the moment either to pinboard, readability or to my own server). May be i’m reverting to the fever installation on my own server but then i would loose the iPad connectivity via Reeder. Supporting Fever and other services is supposedly on Silvio’s list. But this will definitely take some time

I’ll keep you posted.

P.S: This is the first post in which i’m using Blackbird Pie for embedding Tweets. Works like a charm. Highly recommended.
from google
october 2011
Ihr könnt uns unsere Meme nehmen, aber nicht unsere Ehre
Noch vor ein paar Tagen war das Meme so unschuldig, die Pointe war zwar nicht unverbraucht, aber hatte ihr Pulver noch nicht verschossen. Doch plötzlich ist es vorbei.

Ab heute werden Nicht-in-Deinem-Land-verfügbar-Witze nie mehr so sein wie zuvor. Sie gehören nun der Werbung.

Damn you, Opel.
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october 2011
Old wood Expedit box
Materials: Expedit, old wood

Description: I designed this box for the Expedit bookcase. The sides and bottom of the box is made of MDF. The old wood had been used as a front. A nice IKEA doorknob serves as a handle. A practical box with lots of storage. Very quick and easy to make!

See more of the Expedit box.

~ Trudie, Holland
storage  Expedit  from google
october 2011
Steve Jobs: “I Admire Mark Zuckerberg For Not Selling Out”
The 60 Minutes interview with Steve Jobs biographer Walter Isaacson is up on the web, but one of the most interesting parts is an outtake that didn’t make it into the televised segment.  In it, we hear Steve Jobs talking about his rivals directly from some of Isaacson’s taped interviews.  While Jobs was withering in his assessment of Google and Microsoft, he expressed respect for Facebook and founder Mark Zuckerberg.

“We talk about social networks in the plural,” Jobs told Isaacson, “but I don’t see anybody other than Facebook out there. Just Facebook, They are dominating this.  I admire Mark Zuckerberg . . . for not selling out, for wanting to make a company.  I admire that a lot.”

He doesn’t have such nice things to say about Google or Microsoft.  He was angry at Google for what he saw as its attempt to copy the iPhone with Android.  But when Larry Page became CEO Jobs agreed to meet with him to give him some advice: Don’t be like Microsoft with products all over the map, focus.  And don’t try to be too nice as a CEO.

Jobs’ relationship with Bill Gates goes back the furthest and is the most complicated.  But the two pioneers of the PC era met one last time near the end of Jobs’ life and talked for several hours.  Gates told Jobs that he proved his model—of controlling computer products from end to end—works.  And Jobs said that Microsoft’s model of licensing out the OS to other manufacturers worked as well.

Only later did Gates relate to Isaacson: “What I didn’t tell Steve is that it only works when you have a Steve Jobs.”  When Isaacson asked Jobs if he really thought the Microsoft model works, Jobs replied: “Yeah, it works, but only if you don’t mind making crappy products.”
from google
october 2011
No more missing out – MoviePilot lets fans follow only upcoming films
One of the annoying things about the movie industry is that if you blink while the promotion for a new release is on – about 48 hours in marketing terms – you effectively miss the launch. It’s a bizarre scenario that much of this marketing dollars are spent in inly a few days before a new film hits the screens are are aimed at the ‘first weekender’ fans. But many people – myself included – follow actors and their IMDB profiles to see what is ‘to be released’. So there’s a behaviour there industry is just not capitalising one.

Stepforward today MoviePilot. This new recommendation and discovery platform brings upcoming films to fans based on their taste. That twists the old marketing model on its head and makes the whole process much more efficient.

Already claiming to be the largest movie community in Germany via its existing recommendation portal Moviepilot.de, it’s already garnered more than five million fans on its Facebook app.

As a recommendation service, Moviepilot focuses solely on upcoming movie projects and TV shows says Tobias Bauckhage, Moviepilot’s founder and CEO. That’s handy as it means fans are less likely to miss new releases.

Fans can sign into Moviepilot.com using their Facebook login and immediately get personalised movie recommendations based on their social networking activity on Facebook, for example what they ‘Like’.

Disney, Universal and Paramount have been working with the German version of Moviepilot.de since its launch in 2007.

Moviepilot was founded by filmmakers Tobias Bauckhage and Jon Handschin (CPO), as well as former OMDB founder Benjamin Krause (CTO). The company is based in Berlin, Germany and has received funding from Grazia Equity, Passion Capital’s Stefan Glanzer and Deutsche Telekom Ventures, as well as Peter Read, who previously ran Nielsen Entertainment for the movie studios in Los Angeles.

CrunchBase Information

Moviepilot

Information provided by CrunchBase
TCUK  from google
october 2011
Analyse: Google schafft Shared Items im Google Reader ab, eine Chance für Reeder und co.
Google wird im Laufe dieser Woche die Shared-Items-Funktion im GoogleReader zugunsten einer Google+-Verknüpfung abschalten:

Im Rahmen des Facelifts plant Google außerdem, sich von einigen sozialen Features des Readers zu trennen: Das Sharing gelesener Artikel und das Abonnieren der “Shared Items” anderer Nutzer innerhalb des Google Readers wird abgeschafft. Stattdessen verspricht Google eine engere Verbindung zwischen dem Reader und Google+ – für lesenswert befundene Artikel aus den eigenen RSS-Feeds sollen dann direkt ausgewählten Kreisen bei Google+ zugänglich gemacht werden können.

Inhalt:

Feedreader + Followerprinzip
RSS, Baby
Google+: Ersatz statt zusätzliches ‘Social Layer’?
Clients to the rescue

Feedreader + Followerprinzip
Das ist insgesamt bedauerlich und besonders für Leute wie mich ausgesprochen desaströs. Eine kurze Erklärung: Für mich (und nicht nur für mich, wenn man die dazugehörigen Artikel von Techbloggern hierzulande und aus den USA liest), ist das im GoogleReader implementierte Followerprinzip eines der wichtigsten Tools für Informationsbeschaffung und Überblick über aktuelle Vorgänge in der jeweiligen eigenen Nische.

Die Erklärung dafür ist recht einfach:

Das extrem mächtige Followerprinzip (ich folge, wen ich für interessant halte, der/diejenige muss mir nicht zurückfolgen) hat im Kontext mit dem populären Feedreader zur effizientesten ‘verteilten Redaktion’ geführt, die ich je gesehen habe: Die Leute, denen ich folge, agieren praktisch noch einmal als Filter zwischen mir als Leser und den Autoren, deren Artikel ich lese. Das funktioniert besser als vergleichbares Filtern/Aggregieren auf Facebook, Twitter, Digg oder Google+. Warum? Darum:
Die Shared Items sind deshalb so effizient, weil sie direkt in dem Tool stattfinden, in dem der Konsum stattfindet. Wer auf Twitter, Facebook oder Google+ einen Link teilt, hat diesen nicht auf der Plattform gelesen. Wer einen Artikel im GoogleReader teilt, hat ihn in der Regel (dank Volltextfeeds) auch dort gelesen und nach dem Lesen lediglich auf ‘Share’ geklickt. Die Shared Items derer, denen ich folge, können direkt im Feedreader, dem effizientesten Konsumtool, gelesen und reorganisiert werden. Die Folge ist ein Ordner, “People you follow”, dessen Qualität unerreicht ist. Unter anderem ist das auch die Folge von zum Beispiel Aggregation, wenn mehr als eine meiner Verfolgten den gleichen Artikel im GoogleReader teilt.

Man kann das Ergebnis aus 1.) und 2.) am folgenden Screenshot schön sehen:

Je mehr Leute einen Artikel teilen, desto wichtiger scheint er zu sein. Ein Klick und ich kann (in der Regel) den kompletten Text sofort lesen und gegebenenfalls mit einem weiteren Klick weiter verteilen.

Ich folge im GoogleReader 371 Personen. Meine Shared Items wurden von 494 Nutzern abonniert.

Zusätzlich zu meinem Shared-Ordner habe ich einen High-Quality-Ordner angelegt, in dem ich nur die Shared Items von Leuten wie zum Beispiel Felix Schwenzel, Martin Weigert oder Carsten Pötter vorfinde. Dieser Ordner ist seit ungefähr einem Jahr die erste Anlaufstelle, um schnell die wichtigsten neuen Entwicklungen in meinem Interessensfeld zu erhalten.

Das ist das Ergebnis einer steten Verfeinerung meiner Nutzung der Shared Items, die ich nun seit Jahren täglich einsetze. Zum ersten Mal schrieb ich 2007 über Shared Items im GoogleReader. Zuletzt ausführlich habe ich 2008 darüber geschrieben. Damals gab es auch mit unter anderem Readburner und RSSMeme ein aktives Ökosystem rund um die Shared Items, das das Potential der Redistribution und Aggregation der Shared Items zeigte.  Beide Dienste existieren nicht mehr. Google selbst hat leider in diese Richtung nie etwas gemacht. (Dabei hätte es vor allem viel Potential in readerweitem Aggregieren von Themenclustern oder auch in der Verwendung von FOAF gegeben.)

Um das noch einmal in aller Deutlichkeit zu sagen: Die bevorstehende Abschaltung der Shared Items trifft mich in meinem Arbeitsfluss stärker, als würden zum Beispiel von heute auf morgen sowohl Twitter als auch Google+ verschwinden. Ein weiterer Grund neben den bereits benannten findet sich im nächsten Punkt:

RSS, Baby
Meine Shared Items sind dank dem Wordpress-Plugin Postalicious die Grundlage für die quasi-werktäglichen Linkhinweise zu News und lesenswerten Analysen hier auf neunetz.com gewesen.

Da ich über das Plugin die Linkliste direkt aus GoogleReader heraus befüllen kann, waren die Übersichten quasi ein Nebenprodukt meines täglichen Feedkonsums. Der zusätzliche Aufwand war praktisch minimal. Mit dem Wegfall der Shared Items und des damit verbundenen Linkblogs werden auch die Linkübersichten vorerst ein Ende finden, da es keinen adäquaten Ersatz gibt. Die Verwendung eines zusätzlichen Tools kommt für mich aus Zeitgründen aktuell nicht in Frage.

Das Problem, das Google für Nutzer schafft, entsteht auch durch die Abschaffung der RSS-Feeds. Eine unnütze Featureverknappung, die lediglich Google/Google+ hilft – oder vielleicht nicht. Siehe dazu den Punkt “Reeder to the rescue”.

Der Google-Mitarbeiter Louis Gray schreibt auf Google+ zu den Veränderungen:

more details will come when the rollout occurs, but yes, sharing within Reader will be retired. The public shared items page will no longer have new entries.

Das bedeutet, dass es zwar weiterhin eine Sharing-Option geben wird, diese wird aber beschränkter sein als die bisherige:

Nur Google+
Kein RSS (weil Google+ noch kein RSS anbietet)
(Höchstwahrscheinlich) Keine Verknüpfung zwischen Sharingplattform (Google+) und Konsumtool (Reader)

Das Nützliche an der Tatsache, dass die Shared Items einen eigenen RSS-Feed besitzen, ist die einfache Integration in andere Dienste: Ich kann meine Shared Items leicht hier in Wordpress reinlaufen lassen, in Pinboard mit all meinen anderen Lesezeichen archivieren und in unzählige Dienste, die RSS-Import erlauben, wie zum Beispiel Tumblr oder Twitter, über diverse Tools importieren.

Google+: Ersatz statt zusätzliches ‘Social Layer’?
Das Interessante und gleichzeitig Beunruhigende an Googles Vorgehen ist, wie Google mit dem bestehenden Featureset umgeht. Seit Google+ eingeführt wurde, hört man von Google-Managern und -Sprechern immer wieder, dass Google+ die zusätzliche soziale Schicht, das Social Layer, werden soll, dass alle Google-Dienste (und am besten noch den Rest des Webs) mit einander verbindet.

Google+ wurde als eine neue Ebene vorgestellt. Zumindest in diesem Fall ist Google+ allerdings ein minderwertiges Substitut für eine Funktion, die zu dessen Gunsten eingestellt werden soll.

Es ist offensichtlich, was Google damit erreichen will: Die Poweruser, die GoogleReader benutzen (und das sind sehr viele), sollen ihr Sharingverhalten Richtung Google+ verschieben. Das Erstaunliche ist, dass Google mit (seinem bald toten Google+-Vorläufer) Buzz wenig richtig gemacht hat, zu dem Wenigen aber die GoogleReader-Integration zählte:

Die unangetastete Sharing-Option lies such mittels Opt-in in Google Buzz integrieren. Neue Shared Items erschienen in Buzz. Kommentare in Buzz waren gleichzeitig Kommentare in GoogleReader. Der GoogleReader war sozusagen eine Art Buzz-Client für Poweruser. Genau das hätte Google auch im Zusammenspiel von GoogleReader und Google+ als Strategie umsetzen sollen:

Den Powerusern es so einfach wie möglich machen, mit GoogleReader glücklich zu werden und gleichzeitig ihr dortiges Sharing-Verhalten sanft (sprich ohne Einbußen) in Google+ hereinzuziehen. Gleichzeitig wäre es sinnvoll für Google, GoogleReader bewusst zu einem Tool auszubauen, dass nützlich für Poweruser ist.

Immerhin ist immer ungefähr ein Prozent der Nutzerschaft für die Inhalte auf einer Webplattform verantwortlich. Auch Google+  braucht dieses eine Prozent. Google+ selbst ist aber nicht der perfekte Ort für Poweruser, um zum Beispiel die Empfehlungen anderer Poweruser zu konsumieren.

Wir erinnern uns an den Tag, als wir vor einer Woche anfingen, diesen Text zu lesen: Shared Items im GoogleReader sind so perfekt, weil sie direkt im Konsumtool integriert sind. Zwischen den Linkempfehlungen gibt es keine Fotos von Katzen oder Hundewelpen, keine Diskussionen zum aktuellen Wetter.

Zusätzlich zu diesem Problem kommt die Tatsache, dass die Nutzung von Google+ und GoogleReader auch aus der Perspektive der Außendarstellung der Nutzer nicht identisch sein muss und oft nicht sein kann. Ich habe nichts davon, Mahendra Palsule, Techmeme-Redakteur und eine der interessantesten Shared-Items-Quellen in meinem Reader, jetzt in Google+ zu folgen. Ich bekomme mehr als die Links und gleichzeitig weniger, weil ich die Links nicht mehr auf der für mich als Poweruser bequemsten Plattform erhalte.

Was passiert, wenn Google dieses Vorgehen auch bei Blogger und YouTube an den Tag legt? Wenn es native Features dieser Dienste zugunsten minderwertiger Google+-Funktionen einfach abschaltet? Das kommt mir zumindest kurz- und mittelfristig nicht wie eine erfolgversprechende Strategie vor.

Im eigenen Interesse und nicht im Interesse der Nutzer zu handeln, ist natürlich das gute Recht von Google. Ein solches Verhalten kann aber leicht nach hinten losgehen:

Clients to the rescue
Mehr als alles andere war das oben beschriebene Followerprinzip, das in den GoogleReader integriert wurde, ein perfekter Lockin. Solang ich Personen im Reader folge, und diese mir folgen, und das im Interface gut integriert ist, gibt es für mich gute Gründe beim GoogleReader zu bleiben.

Indem nun dieser Lockin wegfällt, wird auch GoogleReader ersetzbarer. Das muss nicht zwangsläufig ein anderer webbasierter Feedreader werden. Das kann auch, um den Übergang weg vom GoogleReader möglichst smooth zu gestalten, über einen GoogleReader-Client geschehen.

Es gibt jetzt für Reeder und andere Feedreader, die auf GoogleReader als Synchronisationsplattform setzen, die einmalige Chance sich abzusetzen und Nutzer an[…]
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october 2011
Papierloses Büro: ich habe es fast geschafft
Im Januar schrieb ich darüber, wie man ein Büro ohne Papier realisieren könnte. Den Spaß kann niemand pauschal beantworten. Der eine hat ein Home Office, der andere bekommt nur Mahnungen und wirft diese weg, der andere heftet alles A-Z ab. Schwer da für alle eine Empfehlung zu geben – ich kann nur von mir sprechen. Ich habe es in den letzten Wochen tatsächlich geschafft und konnte mein rumfliegendes Papier auf den Faktor Null runterbrechen.

Je nach Papieraufwand kann der ganze Spaß mit Nullkosten oder mit etwas mehr Kosten verbunden sein. Viel Papier bedeutet oftmals viel Gedöns, welches man scannen muss. Hat man dann einen normalen Scanner oder ein All in One, welches Ewigkeiten für einen Scan braucht, dann kann einen das Archivieren schon richtig ansacken – kostet ja Zeit. Ich selber hatte pures Glück, das will ich hier nicht verheimlichen, denn ich bekam die Möglichkeit, einen Dokumentenscanner zu testen.

Dabei handelt es sich um den ScanSnap S1500M von Fujitsu. Das passte alles ganz gut, denn mein bester Freund ist mit einer eigenen Versicherungsagentur am Start, der interessierte sich auch für so ein Gerät. Spartipp vorab, falls ich jemand für einen Fujitsu ScanSnap interessiert: in den Amazon Rezensionen las ich, dass der nicht für Mac OS X geeichte Dokumentenscanner trotzdem funktionieren würde – denn die Treiber liegen dabei.

Faustregel: der ScanSnap 1500 ist für Windows, der ScanSnap 1500M für den Mac. Letzterer ist teurer, ersterer funktioniert auch unter Mac OS X Die Geräte eignen sich eher für das kleine oder größere Büro, denn einen Dokumentenscanner für 400+ Euro muss man ja auch erst einmal amortisieren können. Nun aber mal zur eigentlichen Sache, dem Fujitsu ScanSnap 1500M und meinem Büro ohne Papier. Umzugsbedingt habe ich mich von vielen Sachen freigemacht. 10.000 Sachen besitzt der Mensch, 5000 wirft der Mensch vor seinem Umzug weg und nach dem Umzug merkte ich dann, dass ich von den restlichen 5000 Sachen doch wieder 3000 auf dem Dachboden lagere.

Alles was ich nicht brauchte an Papier wurde hemmungslos weg geworfen. Alte Bestände, unrelevante Dinge, die sich eh in Ordnern befanden, wurden auf den Dachboden verfrachtet. Übrige blieben Papiere der letzten Monate. Ausgehende Rechnungen, eingehende Rechnungen, Quittungen, Gehaltsbescheinigungen, Krankenkassen-Quatsch, Bahntickets, Visitenkarten, Infobriefe, Verträge – tausend Sachen eben. Für jede Plattform gibt es Lösungen – sowohl für Mac, als auch für Windows. Elo Office, Devonthink und wie sie alle heißen. Was habe ich genutzt? Evernote! Das Tool ist auf Windows und Mac zu haben und wer nicht mehr als 60 MB monatlich in die Wolke pusten muss, der fährt sogar kostenlos.

Evernote baut eine Datenbank auf, diese ist durchsuchbar, man kann Notizbücher anlegen. Wer Evernote als Premium-Variante benutzt, der kann auch offline seine Notizbücher synchronisieren. Alternativen? Klaro, Google Docs wandelt auch PDFs in durchsuchbare Texte um. Angst vor der Cloud? Auch kein Thema: der Fujitsu ScanSnap 1500M kann auch in durchsuchbare PDFs konvertieren (OCR und Co), die ihr lokal nutzen könnt. Wer andere, kostenlose Lösungen zum einfachen Verwalten von Dokumenten kennt, darf sich gerne hier in den Kommentaren zu Wort melden! So, zum Scanner und meinem Papier.

Der ScanSnap 1500M wird über USB 2.0 angeschlossen und verfügt über eine 600er-Auflösung. Dokumente können in Farbe, als auch logischerweise in s/w gescannt werden. Ob die Dokumente nun beidseitig bedruckt sind oder nicht – egal, das erkennt das Gerät. Um das Scannen so einfach wie möglich zu gestalten, prüft der ScanSnap jedes Dokument und entscheidet dann, ob ein Dokument in schwarz-weiß oder in Farbe gescannt werden soll, welche Größe die zu scannende Seite hat und ob leere Seiten entfernt werden müssen. Ihr könnt da zum Beispiel wirklich 50 Blätter einlegen und der zieht die so durch – 20 Seiten pro Minute Simplex und 40 Duplex. Ein Heidenspaß. Einlegen, Knopf drücken und dann geht es ratz fatz (Tipps und Tricks findet man auch hier).

Am Ende fragt dich der Scanner, was du mit dem gescannten Spaß machen willst, denn mehrere Optionen stehen zur Verfügung. So kann man direkt in Ordner scannen, Scans per E-Mail versenden, drucken, auf ein Mobilgerät schicken, als PDF oder Notiz an Evernote senden – oder eben Google Docs, Word oder Excel nehmen – wer andere Anwendungen nutzt, kann diese auch einbinden. Die Software des Scanners ist einfach zu bedienen, mehrere Setups sind einstellbar – wirklich easy, kam ich sogar sofort mit klar. Neben der reinen Scanner-Software liegt noch Adobe Acrobat bei, eine Software, die im Handel alleine schon nen knappen Hunni kosten würde.

Die Bedienung des ScanSnap 1500M, der die schmalen Maße von 29 x 16 x 16 Zentimeter bei einem Gewicht von 3 Kilogramm aufweist, könnte kaum einfacher sein: eine Einschalttaste gibt es nicht. Das Gerät legt sich in den stromsparenden Standby-Modus, wenn alle Dokumenten-Halterungen eingeklappt sind. Ich habe alles weggescannt, was geht, verschlagwortet, durchsuchbar gemacht und halte es nun so: unwichtiger Kram wie Paketmarken, Infobriefe und Co, von denen ich keien originale benötige, landen gleich in der Papiertonne, alles andere kommt wie früher in einen Ordner – allerdings ist das nur noch mit wenig Aufwand verbunden, da es sich nur noch um einen minimalen Prozentsatz handelt.

Fazit nach dem kompletten Eliminieren meines Papieraufkommens: Ich überlege jetzt immer ernsthaft, ob ich ein Dokument wirklich noch brauche. Ich scanne sofort alles ein, nichts bleibt liegen. Ich lagere alles zentral und durchsuchbar. Plattformunabhängig. Jau, der Fujitsu ScanSnap 1500M ist schuld daran, super geiles Teil – aber ich sage ehrlich: für den normalen Menschen zuviel. In zweierlei Hinsicht: er kann zuviel und kostet zuviel, als das man ihn für 5-6 Seiten im Monat unterfordert. Für kleinere Büros aber sehr cool. Papierloses Büro. Habe ich nicht gedacht, dass es so einfach ist, wie jetzt bei mir. Wobei – ganz Papierlos ist es ja nicht, Originale werden teilweise ja noch gelagert. Von daher kann man sagen: das Papierlose Büro ist so realistisch wie die Papierlose Toilette Falls Fragen zum ScanSnap bestehen: er steht gerade neben mir Und denkt dran: falls ihr auch anfangen wollt, macht es bald – am 27.10 ist der Paper Free Day

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october 2011
Edeka, die "Extraklasse"-Eigenmarken und ein wertloses Liebesgeständnis
In einer grundsympathischen Werbekampagne erklärt Edeka seit einiger Zeit, dass auch Supermärkte Gefühle haben. "Wir lieben Lebensmittel", heißt es in den Fernsehspots von Deutschlands größter Handelskette. Ganz besonders groß ist diese Zuneigung offensichtlich gegenüber der Eigenmarke "Edeka", die gerade erst aufgehübscht wurde und sogar eine eigene Hochglanzbroschüre spendiert bekommen hat, mit der die ganze Welt von der Supermarktromanze erfahren soll. Gleich auf der ersten Seite räumt das "Edeka-Team" ein für alle Mal mit dem Vorurteil auf, es ginge im Lebensmittelhandel bloß um betriebswirtschaftliche Ziele:

"Aus Liebe entstehen oft die tollsten Sachen, bei uns z.B. eigene Produkte, die sowohl in ihrer Qualität als auch ihrem Preis einfach Extraklasse sind und die den Anspruch haben, sich in ihrer Warengruppe durch echte Vorteile abzuhaben – etwa durch innovative Rezepturen oder eine besondere Herstellung."

Mehr als 30 Seiten umfasst die Liebeserklärung an Laktosefreie H-Milch, Thunfisch-Filets und Mini-Schnitzel, auf die das Logo des Unternehmens gedruckt ist. Und die Liebe geht sogar noch einen Schritt weiter. Denn dass die Eigenmarke "gleichzeitig auch noch günstig" angeboten würde, sei "übrigens eine kleine Liebeserklärung an Sie. Deshalb müssen Sie jetzt aber nicht rot werden – genießen Sie es einfach!" Machen wir! Wer könnte einem solchen Angebot auch widerstehen? Nur eine Frage noch: Was sind das denn jetzt für Vorteile, in deren Genuss Kunden kommen, die sich für die Produkte der Edeka-Eigenmarke "Edeka" entscheiden und nicht etwa für die Produkte der Edeka-Eigenmarke "Gut und günstig"?

Oder – um's mal konkret zu machen: Warum ist die Nudel- und Dosenbevorratung im selben Edeka-Markt in diesem Fall exakt 2 Euro teurer?

Einkaufszettel 1: "Edeka""Tomaten in Stücken Classic", 400-g-Dose: 0,79 Euro"Champignons 1. Wahl ganze Köpfe", 400-g-Dose: 1,49 Euro"Spaghetti aus 100 % hochwertigem Hartweizengrieß", 500-g-Packung: 0,99 Euro"Mandarin-Orangen gezuckert", 312-g-Dose: 0,99 EuroMacht zusammen: 4,26 Euro

Einkaufszettel 2: "Gut & Günstig" "Tomaten gehackt", 400-g-Dose: 0,49 Euro"Champignons 1. Wahl ganze Köpfe", 400-g-Dose: 0,89 Euro"Spaghetti aus 100 % Hartweizengrieß", 500-g-Packung: 0,39 Euro"Mandarin-Orangen leicht gezuckert", 312-g-Dose: 0,49 EuroMacht zusammen: 2,26 Euro

Ist schon klar: Die Billigmarke hilft Edeka, auch Kunden anzulocken, die sonst zum Discounter gehen würden. Und dass billige Produkte nicht immer automatisch schlechter sein müssen als Markenware, wissen die meisten Kunden auch. Aber seit die Supermärkte im großen Stil auch eigenproduzierte Mittelmarken ins Regal stellen, verschwimmen die Unterschiede.

("Mittelmarke" wird hier als Synonym für Produkte verwendet, die von den Supermärkten unter eigenem Namen hergestellt werden ["Edeka", "Rewe", "Kaisers Star Marke", "Real Quality"], aber teurer sind als die klassischen Billigmarken ["Gut & Günstig", "ja!", "A&P", "Tip"] und günstiger als Bio- und Feinkost-Eigenmarken ["Edeka Selection", "Rewe feine Welt"].)

Wer sich bei Edeka nach den konkreten Unterschieden der eingekauften Produkte erkundigt, erhält eine deutlich weniger romantische, dafür aber sehr allgemein gefasste Antwort:

"Die Basismarke Gut & Günstig bietet den Verbrauchern im Preiseinstieg Markenqualität zum Discount-Preis. Das gehobene Sortiment unter dem Edeka-Logo zeichnet sich durch echte Produktvorteile aus, denn alle Artikel bieten dem Kunden neben einem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis einen klaren Mehrwert. Dieser Zusatznutzen resultiert beispielsweise aus besonders hochwertige Rohstoffen, einzigartigen Rezepturen oder speziellen Produktionsverfahren."

Na gut: Auf der Verpackung des "Edeka"-Produkts wird versprochen, dass ausschließlich "erntefrische Tomaten" verwendet wurden – aber heißt das im Umkehrschluss, dass die "Gut & Günstig"-Tomaten erst eine Weile liegen bleiben bevor sie in die Dose kommen? Und was genau ist an der "traditionellen Herstellung mit Bronzeformen" der "Edeka"-Spaghetti so toll, dass mehr als doppelt so teuer sind wie dasselbe Produkt von "Gut & Günstig"? Müsste ein Unternehmen, das Lebensmittel so sehr liebt, all das nicht flott erklären können, vor allem, wenn es vorher umfassende "Mehrwert"-Versprechen auf Hochglanzpapier abgibt?

Es müsste schon. Edeka allerdings schreibt auf nochmalige Anfrage:

"Bitte haben Sie Verständnis, dass wir diese wettbewerbsrelevanten Informationen nicht kommunizieren."

Das probieren Sie am besten gleich mal zuhause: Dem Partner erst überschwänglich Ihre Liebe gestehen und wenn sie oder er dann nachfragt, warum Sie sich so hoffnungslos verknallt haben, antworten: "Bitte, Schatz, hab doch Verständnis, dass ich dir diese wettbewerbsrelevanten Informationen leider nicht kommunizieren kann." Kleiner Tipp: Vielleicht ducken Sie sich dabei besser.

Wie die anderen großen Handelsketten mit Eigenmarken-Zwillingen umgehen, steht in den kommenden Tagen im Supermarktblog.

Fotos: Supermarktblog

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october 2011
Grand Theft Apple: Steve Jobs Declared War on Android
It was easy to see that Steve Jobs wasn’t a fan of Google or Android. But I’ll admit, I was surprised by the pure vitriol he expressed toward the search giant’s mobile OS.

It was Apple’s commander-in-chief declaring war.

I have been reading Walter Isaacson’s biography of Jobs for the past few days. And while I will have plenty more to say about the in-depth look at one of the world’s greatest innovators and entrepreneurs, I do think the subject of Jobs and Android deserves deeper exploration.

In the book, Jobs accuses Google of “grand theft” with Android — the Apple co-founder believed that the search giant’s leadership “personally betrayed” him by stealing concepts like the app screen and multitouch. Google Executive Chairman Eric Schmidt (who sat on Apple’s board of directors until August 2009) had inside information on the iPhone, while co-founders Page and Brin looked to Jobs for mentorship.

“We did not enter the search business,” Jobs told Isaacson in the book. “They entered the phone business. Make no mistake. They want to kill the iPhone. We won’t let them.”

Jobs, enraged as he talked about Google, went on to bash the company’s famous motto. “I want to go back to that other question first and say one more thing,” he said. “This ‘Don’t be evil’ mantra, it’s bullshit.”

Just a few pages later, Jobs declares what is essentially a manifesto of war against Google and Android. His dying words to Apple’s leadership is simple: Android must be destroyed, no matter the cost. They are words that will likely echo in the ears of Google’s leadership for years to come:

“Our lawsuit is saying, ‘Google, you fucking ripped off the iPhone, wholesale ripped us off.’ Grand theft. I will spend my last dying breath if I need to, and I will spend every penny of Apple’s $40 billion in the bank, to right this wrong. I’m going to destroy Android, because it’s a stolen product. I’m willing to go to thermonuclear war on this. They are scared to death, because they know they are guilty. Outside of Search, Google’s products — Android, Google Docs — are shit.”

A Declaration of War

Did Google steal any proprietary technology from Apple in order to build Android? There is no way to truly know — neither side is going to be objective in this debate.

The debate is a moot point, though. Jobs believed that Google ripped off Apple in the worst way possible, and now that sentiment is public knowledge. And while I doubt that will affect what phone consumers choose when they are at the AT&T or Verizon store, you can bet that everybody working at Apple will remember the dying words of their visionary leader.

It’s that type of statement that will create an even greater divide between the two companies. It’s the type of statement that will spark a bitter war between Google and Apple, because Jobs’s words were nothing less than a declaration of war.

The war will only get uglier as Google closes in on Motorola. It’s going to look like Grand Theft Auto — there are going to be bodies before this thing is settled.

The Social Analyst is a column by Mashable Editor-at-Large Ben Parr, where he digs into social media trends and how they are affecting companies in the space.

Lead image courtesy of Gamefaqs, sleepmode.

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october 2011
Google+: Der Schlüssel heisst Android
Google+ macht knapp vier Monate nach seinem Start den Eindruck, vorrangig ein Nischennetzwerk für die Social-Media-Szene und Intensivnutzer zu sein. Doch dank der engen Integration in Android 4.0 kann sich dies schnell ändern.Moritz Adler ist Product Manager Mobile bei local.ch und ein ehemaliger Mitarbeiter von Blogwerk, der Betreiberin von netzwertig.com.
Martin Weigert beschrieb vor einigen Tagen, wie Google+ bisher vor allem die üblichen Verdächtigen anzieht: Geeks, Social Media Experten, SEO-Berater und mehr und mehr Spammer. Das neue Social Network aus dem Hause Google drohe daher, zu einem Nischenangebot zu werden. Einen wichtigen Aspekt hat er in seiner Analyse jedoch außer Acht gelassen: Die Zukunft von Google+ liegt in erster Linie im mobilen Bereich.
Sicher: Die Anfangseuphorie rund um Google+ scheint vorbei zu sein. In letzter Zeit stieß ich häufiger auf Artikel, die Google+ verlangsamtes Wachstum, eine geringere Nutzung und die Präsenz der ewig gleichen Gesichter attestierten. Gleichzeitig erinnern mich diese Abgesänge aber sehr an Gartners Hype Cycle. Fakt ist: Über 40 Millionen Nutzer sind nach knapp vier Monaten kein schlechtes Resultat und die Qualität der Diskussionen auf Google+ ist signifikant besser als auf Facebook und Twitter.

Der entscheidende Erfolgsfaktor für Google+ wird meines Erachtens nach aber die tiefe Integration in Android-Geräte darstellen.
In der vergangenen Woche präsentierten Google und Samsung das Galaxy Nexus inklusive Googles neuestem Android-Release “Ice Cream Sandwich”. Besonders auffällig (neben den technischen Highlights) ist die tiefe Integration von Google+ in Android. Entscheidend ist hier vielleicht weniger das soziale Netzwerken selbst – dafür hatten Android-Nutzer auch bisher schon Facebook- und Twitter-Apps. Besonders interessant scheinen mir Messenger (vormals Huddle) und der Video-Chat Hangout zu sein.
Diese Features sind Google+-Dienste, auch wenn der User sie gar nicht unbedingt als Teil eines Social Networks betrachtet. Maik Hettich schreibt in seiner Einschätzung zu Google+:
“Die Integration von Google+ in Android schreitet voran. Besonders die Funktion Hangout wird eng mit dem Smartphone OS verwoben. Hier hat Facebook das Nachsehen, zumal Apple im neusten iOS5 zwar die tiefe Integration von Twitter in das OS vorgenommen hat, nicht aber, die von vielen Nutzern gewünschte, Integration von Facebook.”
Mit über 190 Millionen verkauften Android-Geräten (sprich: Google-Nutzern) hat Google bereits eine gewaltige Gruppe von potenziellen Google+-Anwendern und vor allem einen Vorteil gegenüber Facebook, das abgesehen von einigen gerätespezifischen Partnerschaften nicht auf eine derartige Einbettung in ein dominierendes mobiles Betriebssystem bauen kann.
In Zukunft werden daher auch noch weitere Dienste (YouTube, Picasa bzw. Google Photos) eng an Google+ angebunden werden und dem Android-User jederzeit zur Verfügung stehen. Einen ähnlichen Weg geht derzeit Apple mit der Integration von Twitter.Ich bin mir daher sicher, dass mittelfristig die mobile Nutzung von Google+ im Fokus steht und nicht die über das “stationäre” Web. Wenn Googles Vice-President Brad Horowitz also sagt “Google+ is Google itself”, dann spricht er über Mobile.
Und dann hat Google mit seinen fast 200 Millionen verkauften Android-Geräten einen Trumpf in der Hand, der aus dem vermeintlichen Geek-Netzwerk Google+ in kurzer Zeit ein starkes Mainstream-Produkt machen kann.
Moritz Adler ist Product Manager Mobile bei local.ch und ein ehemaliger Mitarbeiter von Blogwerk, der Betreiberin von netzwertig.com.
Dieser Text ist mir was wert: Verwandte ArtikelErwartungsgemäß: Facebook stehen stürmische Wochen bevorDie Zeit für eine neuerliche Facebook-Kontroverse auf breiter Front scheint gekommen. Traditionell wird dies Alternativen helfen, sich ins Gespräch zu bringen. Ein bleibender Effekt ist allerdings nicht garantiert. (27. September 2011)Facebooks neuer "Abonnieren"-Button: Ein kleiner Knopf mit großer WirkungFacebook erlaubt es Nutzern schon länger, öffentliche Status Updates von Nicht-Kontakten zu abonnieren. Eine neue Schaltfläche rückt diese Funktion ins Zentrum und unterstreicht Facebooks Bestreben, der Konkurrenz das Wasser abzugraben. (15. September 2011)Soziale Beziehungen im Web: Auf der Suche nach der perfekten VernetzungWebplattformen, die Nutzer miteinander in Kontakt bringen, bauen auf unterschiedliche Ansätze zur Abbildung von Beziehungen und Schaffung von Interaktion. Nach dem perfekten System wird noch gesucht. (18. Juli 2011)SPONSOREN
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october 2011
Walking Backwards In Public Then Playing The Video Backwards
Joanne von Rocketboom zeigt uns einen genialen Videotrick: Sie lief rückwärts durch New York und spielte die Aufnahmen rückwärts wieder ab. Das Ergebnis ist faszinierend: Es sieht tatsächlich so aus als würde sie als Einzige geradeaus gehen, während sich der Rest der Welt rückwärts fortbewegt.

via vvv
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october 2011
Alternativlos No. 20 mit Frank Schirrmacher über den Verfall der politischen Debatten. Mit Zensurpiepsern!
Fefe und ich machen Alternativlos ja primär, weil die Themen, über die wir reden, uns selber interessieren und weil wir jedes mal selbst eine Menge dazulernen. Vor einer Weile hatten wir vorsichtig bei Frank Schirrmacher, einem der Herausgeber der FAZ gefragt, ob er Lust hat eine Sendung mit uns über Demografie zu machen. Nachdem wir kurz das Konzept der Sendung erläutert hatten, war er dann tasächlch gerne bereit, es dauerte nur eine Weile einen Termin zu finden. Das Demografie-Thema ist eines der Lieblingsthemen Schirrmachers zu dem er ja auch schon viel publiziert hat. Aber relativ bald kristalisierte sich dann in den Vorgesprächen heraus, daß wir eigentlich ein Thema haben, daß uns alle noch mehr interessiert: den Verfall der politischen Debatte in Deutschland. Und so haben wir uns dann neulich zusammengesetzt und entstanden ist ein echtes Alternativlos-Highlight.

Die Diskussion war intellektuell ziemlich anregend. Im Laufe der Sendung kamen uns lauter Ideen und Gesprächsfäden die mit dem eigentlich vorbereiteten Ablauf nur noch so ganz grob zu tun hatten. Wir konnten einfach nicht umhin die Lage der Welt, wer Schuld an der Krise ist, die Motivation und Verantwortung von Politikern und Bankstern und natürlich auch Gegenwart und Zukunft der Piraten ausführlich zu debattieren.

Zwischendrin sind wir dann lustigerweise doch kurz bei der Demografie gelandet, nämlich bei der Frage welche Rolle das Durchschnittsalter einer Gesellschaft bei der Wahrnehmung und Bewältigung von Krisen spielt. Dazu gibt es noch einiges an faszinierenden Einsichten in Geschichte und Gegenwart des deutschen Politikbetriebes und der Medienmechanismen. Am Ende landen wir bei der Frage, wie es den nun weitergeht, wie wir uns als Gesellschaft am besten darauf verständigen können, was nach der Revolution / dem Zusammenbruch passieren soll. Definitv eine Alternativlos-Sendung, die man sich auch in ein paar Jahren nochmal anhören wird, weil sie ein bemerkenswertes Zeitdokument der geistigen Verfassung des Jahres 2011 geworden ist.

Achja, als Erheiterung zwischendurch haben wir ein paar “Jugendschutz”-Zensurpiepser über Äusserungen, die historisch bedeutsame deutsche Politiker so übereinander getätigt haben, als Anregung mal ein wenig jüngere Geschichte nachzulesen. Viel Spass beim hören!
General  from google
october 2011
What's going on with Google Reader?
I don't follow Google Reader. Basically I think it's great that there's an RSS tool that people like so much. But it's scary, because so much of RSS use is in that one app.

Google seems to have the power to either seriously injure RSS, or perhaps set it free. Not sure which would happen if they radically changed course. I just know that users have made the other RSS reading tools be dependent on it. And that's not a great way to do things. What makes RSS useful is its power to de-centralize. To re-centralize it for a little convenience is to miss out on the variety that's possible if you're willing to suffer a bit. Software is full of tradeoffs.

Anyway, I've been hearing little snippets of conversation here and there that things have changed, or are going to change, in Google ReaderLand? I don't know. So if you don't mind -- could you all tell me the story. What just happened? What are your thoughts?

Perhaps now we can start working on a variety of tools from independent developers that don't depend on a central mother ship to coordinate. That's really taking too big a risk with something as important as RSS.

So I'm all ears. Tell me what happened, please.

PS: As Google Reader is to news, iTunes is to podcasting. Major dependence there, for a lot of users. Not good, imho.

PPS: Please don't tell me how futile it is to use RSS independent of Google and Apple. I do it, and I think I have a better system than you do. Not only do I refuse to be dependent on those companies, I've done something about it.
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october 2011
Siri, Seriously: 10 Ways We’re Really Using Apple’s Voice Assistant [POLL]
By now it seems we’re all well aware of the many Easter eggs Apple has left for us in Siri, the intelligent assistant baked into the iPhone 4S. She has enough answers to silly questions to delight you for a weekend or more. Some sites are getting a lot of mileage out of finding each and every amusing answer Siri has up her sleeve.

But once the novelty has worn off, will you really use Siri in your everyday life — or will she fade into the background, an unwanted extra like Apple’s previous iPhone voice control feature? After using the 4S for more than a week, I think Siri will enter our lives in small but vital ways. Most of these are things you could do before, but that required too many cumbersome steps that Siri can easily overcome.

Here’s my shortlist of ways Siri really works for me. If you have an iPhone 4S already, how are you putting her to work? Take our poll and let us know in the comments.

SEE ALSO: Siri Is Impressive, But Still A Work In Progress

1. Siri, Wake Me Up. When you’re ready to crash, the last thing you want to do is fiddle with an alarm app. It’s much faster and more satisfying to hold down the home button and say “Wake me up at 7:15.” This also works well for power naps — “Wake me in 40 minutes.” — or the weekend, when you don’t have a specific appointment but don’t want to oversleep: “Wake me in eight hours.”

2. Siri, Find Coffee. Likewise, typing on a small screen is something you just don’t want to do when you’re caffeine-deprived, especially in a strange town. For more complex restaurant requests later in the day, you’ll probably want to go straight to the Yelp app — but if you just need a java jolt to get started, she can point you at the nearest coffee place. Chances are it’s a Starbucks.

3. Siri, Do You Know The Way To San Jose? Here’s another area where typing takes too damn long (and if you’re doing it on the road, where most of us need directions on the go, typing can kill.) Siri is an effective and reliable shortcut to Google Maps directions. She’d be a lot more effective if she offered to read the directions out ahead of each turn; that would give GPS device manufacturers like TomTom a run for their money. But Siri hasn’t steered me wrong on any city name I’ve tried yet. And yes, putting your question in the form of a song title works too.

SEE ALSO: iPhone 4S: Siri Politely Answers 10 Absurd Questions [PICS]

4. Siri, Play A Random Song. I’m pretty fastidious about organizing my tunes; setting up a new “most wanted” playlist every month is only the beginning of it. I thought nothing could ever stop me from scrolling through them to choose the playlist I wanted — but Siri did. What’s more, instructions that match my spur-of-the-moment musical tastes — like “Siri, play some Queen” — have come in very handy, especially on my morning run.

5. Siri, Send A Text. Here’s where Siri’s lift-to-talk feature comes in handy. No more texting and walking! Just turn the phone on, put it to your ear and say “Siri, text my wife and let her know I’m going to be late.” No muss, no fuss, and anyone walking past will simply think you’re talking to your personal assistant. Which, of course, you are.

6. Siri, Will It Rain Today? Apple made a big deal of Siri’s weather prediction capabilities, so it’s no surprise that she understands all manner of meteorological questions. But I never expected to be asking so many of them as I stand and stare at my closet, hat rack and umbrella stand.

SEE ALSO: Teach Siri How to Pronounce Your Name

7. Siri, Remind Me To Do This Every Day. Here’s another area where I had my system all thought out — a to-do app called Things combined with Google Calendar. Siri hasn’t replaced this system, but she has lessened my need to put stuff in it. Best of all, she can set repeating items with ease: try “Siri, remind me to brush my teeth at 10pm every night.” That may sound like micromanaging, by the way, but it’s the most effective way I’ve found to get me to wind down at a certain time.

8. Siri, Remind Me When I Come Back Here. Siri’s location-based reminders aren’t perfect — it’s hard to get her to understand location labels other than “home” or “work,” for one thing. But one location she definitely understands is “here” — your current GPS coordinates. This can be useful in all sorts of small ways. For example, the other night I walked past a beautiful house I really wanted to take a picture of during the day. A quick note to Siri, and she reminded me when I passed that way a few mornings later. Good Siri.

9. Siri, Settle Our Argument. No, Siri doesn’t know it all. But she is plugged into Wolfram Alpha, a two-year-old “computational knowledge engine” that can give you everything from the height of Mount Everest to the size of global GDP to quotes from Pulp Fiction — all in response to questions in natural language. She just might be able to give you the last word in that spirited discussion of yours faster than Google can. Besides, Google doesn’t give you the satisfaction of asking, holding the phone up, and smiling smugly.

SEE ALSO: A Duet With Siri [VIDEO]

10. Siri, Send a Tweet. Going to Twitter.com to post your update? Launching the Twitter mobile app? That’s so last month. Twitter and Siri were made for each other — you just have to do a bit of work to get them together. Follow our step-by-step instructions here.

How Are You Most Using Siri?

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october 2011
Hands On With Everpix, The Service That Centralizes All Your Photos From Desktop & Web
For the past week, I’ve been testing the alpha version of the Everpix service, which aims to automatically centralize and organize all your digital photos, both online and off. I’m happy to report that, so far, it works as advertised.

In case you missed it, Everpix, a creation of ex-Apple engineers, was one of this year’s TechCrunch Disrupt finalists. Using a small utility that runs on your computer, Everpix lets you connect to your local photo stores, online services like Facebook, Flickr, Picasa and Instagram, and even to the photos sent to you in Gmail.

Given that two of Everpix’s Co-founders, Pierre-Olivier Latour and Kevin Quennesson, each spent several years with Apple (Co-founder Wayne Fan was previously at frog design), it’s no surprise that Everpix is launching first for Mac users.

To get started, you install a utility that places an icon in the Mac’s menu bar. Initially, the syncing may slow your computer down a bit as it uploads your entire photo library. For that reason, it might be a good idea to get the upload started before bed so it doesn’t interrupt your work.

Clicking the Menu Bar icon will take you to the Everpix website, where you can configure the various services you want to connect to, as well as point it to which folders on your desktop contain photos you want to sync online.

For those of you with complicated folder-within-a-folder systems for organizing photos on your computer, you may be a bit disappointed to find that with Everpix you can’t choose to upload only a selection of folders or files. You must either globally enable or disable your entire Pictures folder (or optionally, your Documents and Desktop, too). However, I’d argue that, for most people, this will be a feature, not a bug. In providing fewer choices in terms of what can be synced, it simplifies the setup, reducing the amount of clicks it takes to get started. (You click the icon, go to “Photo Sources” then click the folder you want online. That’s just two clicks).

In my case, though, the folder I use to save photos that appear accompany blog posts is in my Pictures folder, and I had no desire to include these alongside my family photos on Everpix’s website. I will be forced to relocate that folder elsewhere, it seems.

By default, all your photos are private and will always remain private unless you specify otherwise, so unless you have some really personal photos, I wouldn’t worry too much about having them posted online. Of course, seeing a secure URL (i.e., one beginning https://…) would make me feel a bit more comfortable.

From the Everpix website, you can choose to enable additional online photo-sharing services, all of which connect using OAuth or, in Facebook’s case, Facebook Connect. The one big disappointment here was Gmail. Despite the fact that Gmail added support for OAuth back in March 2010, Everpix straight up asks you for a Gmail username and password, noting that it will store your encrypted password or its servers. No thank you. When a better method is available, there’s simply no reason to handle things this way. I chose not to connect my Gmail, and will not do so until OAuth is supported.

As for the organizational aspects to the service, Everpix does as promises – it groups photos together by “moments.” These moments are periods of time representing life events. For the most part, I found photos grouped by date, but in some cases, it knew to separate the group of photos I took during the day from those taken later at night.

One wish I had for the “Moments” feature was a desire to manually combine some of these groupings into one. For example, photos from a conference like TechCrunch Disrupt were spread across multiple days, when I’d rather save it as one moment. Since all the photos are fairly recognizable to the human eye as belonging to the same group (i.e., green background, conference stage), it’s clear there’s no super-intelligent machine algorithm handling the groupings.

The other big feature, auto-curation, I liked more. In large photo sets, the service will run through the batch and hide (not delete), bad photos like those that are blurry, out-of-focus, dark, or under or over exposed.  You can return these photos to view with one click at the bottom of the page. And to keep the photo unhidden for good, just click the arrow icon on the photo.

The best feature of all is Everpix’s simple privacy settings. As noted above, all photos are private by default, but with one click, you can change that. With a toggle switch at the top of the page, an album (or select photos in an album) can be made accessible via a provided URL which you can share with Facebook, Twitter or via email.

Overall, despite the service’s simplicity, there are still many features Everpix lacked. For example, photos that appeared in landscape when they should be portrait aren’t rotated for you and there’s no mechanism on the site to do so. (Sure, that’s probably how they appear on the original site, too, but it mars the experience.) The forthcoming mobile interface for Everpix is also a much-needed addition, as it would provide the means to actually have your photos on hand wherever you are, plus provide a much simpler method for automatic uploads from your device. That’s in development, though, so it’s only a matter of time. I’d also like to name some of my moments, tag them or search them by people, places, dates or subjects, but search is not provided at all.

It would be great, too, if Everpix could pull in the face tags that iPhoto and Facebook already have and combine them – that would truly be a feat worthy of praise. I imagine that these are the kind of things Everpix is working on next – they would be crazy not to. A comprehensive photo database needs to be searchable and structured, not just organized and pretty, I’d say.

The company still doesn’t have details regarding pricing or a public launch, but in the meantime, I’m fairly happy to have this resource on hand. Before now, my photos had been widely spread out across the Web forever, with no easy way to centralize them. For that feature alone, Everpix is a tool worth having, in my opinion.

Everpix is accepting registrations here.






Crunchbase





EVERPIX






Company:
Everpix


Website:
everpix.com



Everpix lets you have all your photos in the cloud, automagically uploaded, organized and curated. View, rediscover, and share your best photos all in one place, effortlessly.

Taking photos is fun, viewing them is fun, but everything else in between still sucks. People have lots of photos in various libraries and devices, accessing and organizing them is a pain, and putting them online or sharing them is cumbersome.

Compare with the breath of fresh air that Everpix is:

• All your photos...






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Opinion  Startups  TC  Photography  photos  from google
october 2011
Erneut Warnung des BVL zu Botulismusgefahr durch Oliven
Nach einer noch im vergangenen September erfolgten Warnung vor hochgiftigen Keimen in » französischer Oliven- und Tomatenpaste warnt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) nun vor dem Verzehr von Oliven der Marke "Bio Gaudiano" aus Italien. Der Meldung zufolge sind in Finnland zwei Personen nach deren Verzehr an » Botulismus erkrankt. Betroffen sind mit Mandeln gefüllte Bio-Oliven des Herstellers "Società Cooperativa Agricola G.M.G. a. r. l. dei F.lli Gaudiano" im 314 ml-Glas. Da es erste Hinweise gibt, dass die betroffenen Produkte auch nach Deutschland geliefert worden sind, rät die Behörde, genannte Mandeln mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 09/2012 nicht zu verzehren, sondern in den Hausmüll zu entsorgen. Eine Vergiftung mit » "Clostridium botulinum" oder » "Botulinumtoxin" kann schwerste gesundheitliche Schäden nach sich ziehen. Hintergrundinformationen des BVL: "Botulismus ist eine Vergiftung des Nervensystems ... Erste typische Symptome sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfälle. Ihnen folgen neurologische Einschränkungen wie Sehstörungen, Mundtrockenheit und Sprech- sowie Schluckstörungen, die mit starker Müdigkeit, Schwächegefühl und Schwindel einhergehen. Die Krankheit entwickelt sich weiter mit einer Lähmung der Halsmuskulatur und der Arme, bevor die Atemmuskulatur und die untere Körperhälfte gelähmt werden. Die Symptome treten in der Regel 12 bis 36 Stunden nach Verzehr auf." Verbraucher, die nach dem Verzehr der betroffenen Olivenprodukte vergleichbare klinische Symptome aufzeigen, "sollten" ihren Arzt kontaktieren und diesen auf den Verzehr der Oliven hinweisen. » www.bvl.bund.de | » Weitere Informationen im PDF-Format Lesenswert: bfr.bund.de » Selten, aber gefährlich: Lebensmittelvergiftungen durch Clostridium botulinum
frontpage  from google
october 2011
What the Upcoming Google Reader Changes Mean for FeedDemon
Yesterday Google announced some big changes to Google Reader which will impact FeedDemon (and every other application that uses the unofficial Google Reader API).
In an effort to better integrate with Google+, Reader is retiring friending, following and shared link blogs. That means the social features in FeedDemon that rely on Google Reader will eventually stop working.
They won't stop working right away, though. Google will continue to support those features in its API even after they disappear from Reader's UI. But at some point (I don't know when yet) they will cease to function, and you'll be unable to share articles in FeedDemon or follow the shared articles of other users.
Before that happens, I'll release a new version of FeedDemon that removes those features. But I won't do that until the new Reader goes live and I have a chance to test against it, which will likely take a few weeks.
I am, of course, disappointed to see those features disappear. I know a lot of FeedDemon customers will miss them, and I'll personally mourn the loss of shared articles since that's something I use every day.
FeedDemon  from google
october 2011
The Unsocial Network: Why Google Is Wrong to Kill Off Google Reader
I wrote a pretty sober piece about the death or near-death of Google Reader yesterday, but after reading Sarah Perez and Austin Frakt and after thinking about just how much I use Google Reader every day, I’m beginning to revise my initial forecast. Stay calm is quickly shifting toward full-bore Panic Mode.

First of all, how do you think I found Sarah’s piece? From a share in Google Reader. How did I easily and quickly archive both Austin’s and Sarah’s posts so that I could access them in the future for a post like this one? Again, Google Reader. How can I quickly search a variety of excellent sources, or dig back through my own writing in a quick and efficient manner? Yeah, you guessed it. As Sarah notes, Reader is a “carefully constructed “human curated” list of shares. It is, and will be up until the day it disappears, one of the most regular and enjoyable news consumption behaviors I engage in every day.” And it’s a tool for writers like myself as well.

When Google killed Buzz, everyone in Reader started to worry. Keep your hands off my Reader! we all said. But Google didn’t listen. This may be because nobody has worked on Google Reader in years – the service has been alone with its loyal users for a long time without updates or changes. We like it this way.

For one thing, Reader is only sort of a social network. In many senses it’s an anti-social network. Not in the sense that people in Reader are anti-social so much as the point is to harbor a small enclave of carefully selected people and create a safe-haven of sorts where that “carefully constructed human curated” list of shares and insights can flourish. In Reader, you don’t go after as many friends as possible. You certainly don’t see anyone from high school. Nobody shares photos of their kids. The discussions that do blossom are almost always very smart and focused. It’s the internet if the world were a more prefect place.

The microcosm that is Google Reader is a valuable and important piece of social media. It’s a shame that Google doesn’t recognize this. Why not create a Google Reader Plus for everyone on Plus and just leave Reader itself alone? This seems like a simple solution to a non-problem. Google would reward its most loyal users, while expanding its RSS service to everyone else.

So what about it, Google? Preserve this piece of technological genius for those of us who’ve been sticking with you for so long.

Sign the petition to save Google Reader.

Follow me on Twitter or Facebook. Read my Forbes blog here.
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october 2011
Urgermanische Sprachpflege
In der letzten Woche wurde im Sächsischen Landtag ein Antrag der NPD verhandelt, der Regierung und Verwaltung zur Vermeidung von Anglizismen verpflichten sollte. Dieser Antrag hat den grünen Abgeordneten Miro Jennerjahn zu einem Ausflug in die deutsche Sprachgeschichte inspiriert, der es verdient, als großer Moment der Sprachnörglerkritik in die Chroniken einzugehen.

Den Antrag der NPD vom 17. Mai 2011 kann man als moderate Sprachnörgelei klassifizieren, er lehnt sich stark an die sonst vom Verein Deutsche Sprache bekannte Wortwahl und Rhetorik an:

Die Staatsregierung wird aufgefordert, darauf hinzuwirken, in ihrem Verantwortungsbereich keine unnötigen Anglizismen mehr zu verwenden und der Sprachverhunzung durch „Denglisch“ den Kampf anzusagen. Dies betrifft den internen und externen Schriftverkehr ebenso wie Publikationen und Internetauftritte. [Sächsischer Landtag, Drucksache 5/5834, PDF]

Vor allem bezieht er sich in seiner Begründung und den Umsetzungsvorschlägen sehr geschickt auf eine Initiative des Bundesverkehrsministers Peter Ramsauer:

Hierzu sollen Erlasse nach dem Vorbild der Deutsch-Initiative des Bundesverkehrsministers Dr. Peter Ramsauer für sein Ministerium ergehen sowie ein entsprechendes Handbuch erstellt werden, das den Mitarbeitern im Bereich der Staatsregierung die Möglichkeit gibt, Anglizismen zu vermeiden und sich stattdessen in korrektem Deutsch auszudrücken. [Sächsischer Landtag, Drucksache 5/5834]

Geschickt ist das deshalb, weil Ramsauer für seine Initiative (über die das Sprachlog z.B. hier, hier und hier berichtet hat) seinerzeit großes Lob von vielen Seiten erhielt, und was richtig ist, wenn es von Ramsauer kommt, kann ja nicht falsch sein, wenn die NPD es sagt.

Die Staatsregierung in Person des sächsischen Innenministers Markus Ulbig (CDU) versicherte dann in ihrer Antwort im Juni dieses Jahres [ebenfalls in der Drs. 5/5834 enthalten] zunächst auch erst einmal, dass man Ramsauers Initiative natürlich ausdrücklich begrüße. Für Sachsen gebe es aber keinen Handlungsbedarf, da die Dienstordnung für die Behörden des Freistaates Sachsen eine entsprechende Regelung bereits enthalte.

Und tatsächlich heißt es dort unter 23(1):

Schreiben sollen höflich, verständlich und so kurz wie möglich sein. Fremdwörter sind möglichst zu vermeiden. [Verwaltungsvorschrift der Sächsischen Staatsregierung zur Regelung des Dienstbetriebes für die Behörden des Freistaates Sachsen, PDF]

Nach soviel grundsätzlicher Zustimmung schafft Ulbigs Antwort es dann doch noch, ein paar kritische Worte zu finden:

Die deutsche Sprache ist als lebendige Sprache ständig Einflüssen und Veränderungen unterworfen und entwickelt sich fort. ... Generell alle englischen Wörter aus dem allgemeinen Sprachgebrauch zu verbannen, die bereits Eingang in die deutsche Rechtschreibung gefunden haben, wäre nicht zeitgemäß. [Sächsischer Landtag, Drucksache 5/5834]

Aber die Antwort, die der NPD-Antrag eigentlich verdient, kommt, wie eingangs angedeutet, vom Grünen-Abgeordneten Miro Jennerjahn. In dieser großartigen Antwort erfahren wir unter anderem, warum das Wort download „urgermanische Sprachpflege vom Feinsten“ ist.

(via Jay Martin)

© 2011, Anatol Stefanowitsch
_Sprachpolitik_  from google
october 2011
Der hinterhergetragene Arsch mancher Akademikerkinder
Blogs sind bekanntlich zum Aufregen da. Und dafür bot mir heute ein Artikel im SZ-Magazin Gelegenheit: Eine Redakteurin enthüllt darin in launiger Schreibe, dass die meisten Facharbeiten an bayerischen Gymnasien sowieso von Schülermüttern geschrieben werden, so auch die ihres Sohnes. Folgerichtig nennt sie ihren Namen nicht.

Diese Akademieadlige kommt offensichtlich so selten aus ihrer Akademikerinnenburg, dass sie keine Gymnasiasten einkalkuliert, deren Eltern noch nie im Leben eine wissenschaftliche Fußnote gesehen haben, geschweigen denn die Konventionen der Fußnotensetzung erahnen. Gegen Ende ihrer zwei Seiten schafft es Anonyma gerade mal zu schreiben: „Was machen eigentlich Jugendliche, deren Eltern sich nicht auskennen, kein Geld, keine nützlichen Bekannten, keine Zeit haben?“ Womöglich kann sie zurecht davon ausgehen, dass diese nicht die 12. Klasse eines bayerischen Gymnasiums erreichen: Die OECD rügt immer wieder das deutsche Bildungssystem, weil fast nirgends in Europa der Bildungshintergrund der Eltern die Bildungschancen von Schülern so stark determiniert wie hierzulande.1

Die in Teilzeit als Reinigungskraft arbeitende Jale aus Tunesien wird ihren begabten, aber ein wenig schlawinerigen Sohn kaum unterstützen können. (Hier sehe übrigens ich das eigentliche Potenzial für eine schöne Magazingeschichte.) Doch ich befürchte, dass das Weltbild der SZ-Redakteurin keinen Platz für solche Konstellationen bietet.
Dieses Weltbild erinnert mich an die Kolumne einer SZ-Redakteurin, die durchaus identisch mit der anonymen Facharbeitsautorin sein könnte: Vor einigen Jahren, noch tief in G9-Zeiten, echauffierte sie sich über die hohen Anforderungen bayerischer Gymnasien. Ihr Beweis für die übermenschliche Schwierigkeit: Jedes ihrer drei Kinder benötige Nachhilfe, um am Gymnasium bleiben zu können. Für diese akademische Dame war offensichtlich undenkbar, dass ihre Kinder ihren Weg mit einen anderen Schulabschluss als Abitur machen könnten. Sie kam schlicht nicht auf die Idee, die Schwierigkeiten ihres Nachwuchses könnten aus mangelnder Eignung fürs Gymnasium rühren.

Die Überidentifikation vieler Akademikereltern mit ihrem Nachwuchs wird ja regelmäßig beklagt (eine befreundete Grundschullehrerin berichtet Mutterzitate wie: „Wir haben ja jetzt eine Drei in Mathe geschafft.“). Die Autorin des Facharbeitsartikels weist zahlreiche Symptome für diese mangelnde Distanz auf. Noch dazu zu einem eher unangenehmen Menschen. Ihr Sohn „Marc“ ist der Ansicht, nur Streber begönnen ihre Facharbeiten früher als eine Wochen vor Abgabetermin? Er spielt lieber Fußball, geht auf Partys? Das klingt doch sehr nach einem verdünkelten Vollidioten, dessen einzige Chance auf charakterliche Besserung in einem schmerzhaften Fall auf die Schnauze besteht.

Professoren an der Münchner Ludwig-Maximilian-Universität berichten, dass in ihren Sprechstunden immer häufiger neben dem Studenten oder der Studentin, um die es geht, deren Eltern sitzen. (Und dass sie nach rechtlichen Argumenten suchen, mit denen sie die Eltern aus dem Zimmer komplimentieren können.) Meine Prognose: Genau solch eine Studentenmutter wird Frau „XXXXX XXXXXXXX“.

Offenlegung: Ich bin ein Gastarbeiterkind, das 1986 in Bayern Abitur gemacht hat. Bei meiner Facharbeit für den Leistungskurs Altgriechisch unterstützte mich meine Mutter mit ihren eingerosteten Fertigkeiten im Schreibmaschinenschreiben.

Nachtrag 22.10.: Ich habe den Artikel jetzt auch verlinkt.

Das wäre eine ideale Stelle für den Einsatz des klassischen Leserbriefwehlauts „Armes Deutschland!“ – richtig?
General  from google
october 2011
“News Junkies” halten den Atem an: Google will seinen RSS-Reader aufräumen
Sein bei Bloggern und “News Junkies” beliebtes RSS-Werkzeug Reader hat Google seit Jahren vernachlässigt. Doch für die nächste Woche ist eine neue Version angekündigt – mit Änderungen, die nicht leicht zu verdauen sind.Googles browserbasierter RSS-Reader Google Reader gehört zu den Produkten des Internetriesens aus Mountain View, die seit jeher eher stiefmütterlich behandelt wurden. Weder optisch noch funktionell gab es in den vergangenen Jahren größere Veränderungen bei dem Dienst, der zu Googles besten und gleichzeitig am meisten unterschätzten Angeboten gehört (was sich auf übergeordneter Ebene über das RSS-Format als solches auch sagen lässt).
Für mich ist der Google Reader mit meinen etwa 150 abonnierten Feeds das Herzstück meines Internetalltags und meiner Informationsbeschaffung – noch vor Twitter. Entsprechend weitreichende Auswirkungen können von Google vorgenommene Modifikationen an der Funktionsweise des Tools auf meine Produktivität und Effizienz haben. Während es also bisher schade war, dass der Webkonzern seinem RSS-Reader über all die Jahre nicht mehr Ressourcen zuwies, hatte dies immerhin den Vorteil, dass an meinen Arbeitsroutinen rund um das Bewachen von RSS-Feeds nicht gerüttelt wurde.

Doch die fast schon liebgewonnene unveränderliche, heile Google-Reader-Welt hat nur noch wenige Tage Bestand: In der kommenden Woche will Google eine optisch und funktionell leicht abgeänderte Version des RSS-Werkzeugs lancieren und es damit an das Erscheinungsbild anderer, in letzter Zeit überarbeiteter Google-Dienste (wie z.B. Google Docs oder die Google Suche) anpassen.
Im Rahmen des Facelifts plant Google außerdem, sich von einigen sozialen Features des Readers zu trennen: Das Sharing gelesener Artikel und das Abonnieren der “Shared Items” anderer Nutzer innerhalb des Google Readers wird abgeschafft. Stattdessen verspricht Google eine engere Verbindung zwischen dem Reader und Google+ – für lesenswert befundene Artikel aus den eigenen RSS-Feeds sollen dann direkt ausgewählten Kreisen bei Google+ zugänglich gemacht werden können.
Das integrierte Follow-Feature des Google Reader gehörte trotz seiner äußerst begrenzten Funktionsweise zu meinen Lieblingsfunktionen des Dienstes (anderen geht es ähnlich). Seit zwei Jahren nutze ich dies, um neben den von mir händisch abonnierten Feeds Zugang zu weiteren, von den von mir knapp 70 gefolgten Usern empfohlenen Quellen zu erhalten. Es ist ein guter Weg, um den eigenen Informationshorizont über die persönlichen Lieblings-RSS-Feeds hinaus zu erweitern. Gleichzeitig folgen knapp 280 andere Nutzer meinen “Shared Items” – Bei lesenswerten Texten im Google Reader den “Share”-Button zu betätigen, ist mir mittlerweile ins Blut übergegangen.
Dass Google versucht, Google+ an eine größtmögliche Zahl seiner Services andocken zu lassen, und dass vom Großen Ganzen losgelöste Social-Features in den Augen das Unternehmens dadurch überflüssig werden (wie auch Buzz und Jaiku), verwundert nicht. Dennoch hoffe ich sehr, dass Google bei der Neukonzeption des Readers nicht nur die eigenen Interessen (“Google+ Google+ Google+”) berücksichtigt, sondern auch die Nutzungsszenarien seiner Anwender.
Die Social-Elemente des Google Readers sind ein Nischenfeature eines Nischenproduktes und dementsprechend relativ irrelevant für Googles Geschäftserfolg. Gleichzeitig war der Betrieb derartiger Tools für spezifische Nutzergruppen stets ein wichtiger Eckpfeiler in Googles “Don’t be evil”-Strategie, mit dem sich der Konzern das Wohlwollen der Entwickler-Community, von Power Usern und Bloggern sicherte.
Google weiß dies. Deshalb – und im Sinne der bei netzwertig.com oft propagierten positiven Grundhaltung zu Veränderungen – gehe ich davon aus, dass der mit Google+ verbundene Sharing-Prozess von Artikeln aus dem Google Reader letztlich besser funktionieren und vielseitiger ausfallen wird, als dies bisher der Fall ist. Wenn nicht, wäre dies allerdings äußerst schade.
Wobei man wohl froh sein muss, dass Google den Reader nicht gleich ganz dicht macht.
Dieser Text ist mir was wert: Verwandte ArtikelHoffnungsträger: Google bringt den +1-Button in jede Ecke des InternetsSeit der Veröffentlichung im März arbeitet Google eifrig daran, den +1-Button in jede Ecke des Internets zu bringen. Eine offizielle Erweiterung für den Chrome-Browser ist der jüngste Schritt auf dem Weg dahin. (1. September 2011)Google+, Heello, Subjot: Aufbruchstimmung im Social WebWährend Google+ in rasantem Tempo neue Nutzer gewinnt, tauchen mit Heello und Subjot zwei weitere neue Social-Web-Aspiranten auf. Eine derartige Aufbruchstimmung gab es lange nicht mehr. (16. August 2011)NewsBlur: Konkurrenz für den Google ReaderNewsBlur ist ein webbasierter RSS-Reader, der zu einer echten Konkurrenz für den Google Reader werden könnte. (8. November 2010)SPONSOREN
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october 2011
Google Reader+ And Identity vs. Personas
Google has announced that Google Reader will finally get a much-needed revamp. It will now be integrated with Google Plus, and its native isolated social network will be abandoned. See Techmeme for responses from the tech blogger community. The response from Google enthusiasts has been largely positive, as you can see in this Google Plus thread. For non-Google enthusiast responses, see this Hacker News thread.

As a heavy user of Google Reader, I have mixed responses to this announcement.

Positives

Google Reader will finally get a much-needed UI revamp. I suspect removing the native social follower-model within Google Reader will make it much faster.
Sharing from Google Reader to Google Plus will be much easier. I can quickly share an item from my Google Reader to my “Tech Enthusiasts” circle on Google Plus.
No way to get an RSS feed of your Google Reader shares. Many people use this RSS feed for auto-posting shares on their WordPress/Blogger/Tumblr blogs, in addition to Twitter. Of these, Twitter is where the most noise is generated by this auto-posting. I have written about this in great detail before.

Negatives

No way to follow a highly-curated tech-focused feed of other Google Reader enthusiasts. As a passionate Reader enthusiast who stays on top of tech news all day, my feelings about missing this feed is well expressed by Sarah on TechCrunch.

Understanding the Root Problem
My Google Reader shared feed is a tech-focused feed and nothing else. My Google Plus feed, however, is a mix of personal photos, personal blog posts, shares as a father about my daughter, etc. Where will my Google Reader followers get my tech-focused feed now? No, Google Circles doesn’t solve the problem.

The reason I have this tech-focused blog, and keep a separate personal blog (where I’m currently writing about Western Classical Music appreciation) is that readers of this blog expect to read tech-focused posts, while friends who know me personally enjoy reading my personal blog too. I do not pollute my own Google Reader shared items with my own personal blog posts.

The reason I have two separate Twitter accounts is for the same reason. @ScepticGeek is well-known as a tech expert, while people who either know me in real life or are interested in my other non-tech interests follow @Palsule. Different people even call me in real-life either as “Mahendra” or “ScepticGeek”.

Identity and Personas
Both Google and Facebook are now forcing me to be myself with all my varied interests in all my sharing and engagement on those networks. Twitter allows me to be two different persona. This is a crucial difference, recently described best by Chris Poole, nicely summarized by Tim Carmody here. The money quote:

Both Google+ (with Circles) and Facebook (with Smart Lists) misunderstand the core problem of online identity: It’s not only about who you’re sharing with, but how you represent yourself. “It’s not who you share with, but who you share as.”

On Google Reader I am @ScepticGeek, on Facebook I am @Palsule, on Twitter I can be both, and now I wonder what I am supposed to be on Google Plus.

The Future: Focus on Interest Graph
Does this mean Google Plus necessarily becomes a place of incongruous, irrelevant shares? No. What we need is better filters for relevance. I have written before about how Quora complements the Social Graph with an Interest Graph for greater relevance as well as serendipity. As a general-purpose social network, Google Plus needs to do more.

We need to be quickly able to filter the Google Plus feed by source – Google Reader, Photos, YouTube, etc. Google needs to invent a way to auto-tag/auto-classify Google Plus posts such that I can view a feed of tech news, personal photos, humor, photography, etc. using a simple UI filter.

This problem is understood by Bill Gross, who started Chime.in as a way to “Follow a Part of a Person”, the idea being that you can follow both @ScepticGeek and @Palsule on the same network, and depending on your interests, you will auto-magically see only the shares you are interested in. But with the likes of Google and Facebook in the race for dominance of the social web, it is unclear whether new startups focusing exclusively on this problem stand a chance.

Do you know who is already capitalizing on this problem and is hugely successful? Tumblr. Most people use Tumblr by sticking to a specific area of interest, and the social network makes it easy to follow others sharing your interests. With 850 million Facebook users, 50 million Google Plus users, why are there almost 30 million Tumble blogs out there with over 10 billion posts? I suspect it is because neither Facebook, nor Google Plus are an interest-based social network like Tumblr. The future war of the social web hinges on who better creates the most relevant experience for users.
Social_Web  Google_Plus  google_reader  Identity  relevance  from google
october 2011
The year's best wildlife photos will break your heart [Photography]
This monkey is insanely cute and lovable — and endangered. This is a young golden snub-nosed monkey, high up in China's Qinling Mountains, keeping its extremities as warm as possible, while its mother isn't around. Poor lonely monkey. But that's not the most distressing of the year's best wildlife photos, from the Veolia Environnement Wildlife Photographer of the Year competition.

The most distressing photo is the one which actually won the contest:
Yes, these are brown pelicans smeared with oil from the Deepwater Horizon spill, part of photographer Daniel Beltra's portfolio, called "The Price of Oil." These birds are sitting in a box, at a rescue facility in Fort Jackson, Louisiana. In the photo, they've just gone through the first stage of cleaning off the crude oil, which involves spraying them with a lighter oil to break up the heavier crude that's trapped in their feathers. The resulting heavy, foul-smelling residue dripped from the birds onto a white sheet. Beltra told the BBC, "The problem with birds is that as soon as they get dirty, they try to clean themselves, which means they swallow a lot of oil. By November 2010, I think they had recovered over 6,000 dead birds."

Here are a couple of the other winners, which are less depressing although they also show how fragile and beautiful the natural world is, and how much we need to protect it.

A salmon's-eye view of a swimming bear in Katmai National Park, Alaska. Photographer Paul Souders submerged his camera on a ballasted tripod and set up a radio-controlled remote trigger. He waited for four days for this shot of a deft and powerful female.

Romance between yellow-sac spiders, photographed by Dmitry Monastyrskiy. The spiders were racing around the seedheads in a meadow just outside the city of Rostov-on-Don, Russia, stopping only briefly to touch their legs together.

Two American oystercatchers in Long Island, NY. Young wildlife photographer of the year, Mateusz Piesiak, from Poland had to crawl along wet sand to capture this image of the two oystercatchers. Whenever the young bird saw an adult with a bite of food, "it would run over with loud, begging 'queep queep' cries and try to snatch it from them."

Check out more photos and details over at the BBC. [BBC News]
Photography  Nature  Science  science_art  from google
october 2011
Schluckt Google+ den Google Reader?
Alan Green, Softwareentwickler im Google Reader Team gibt auf dem offiziellen Reader-Blog einige Veränderungen bekannt, die das Produkt wohl relativ stark verändern werden. So hat man, um einer größeren Abwanderungswelle gerecht werden zu können, den Umfang dessen, was man aus Reader exportieren kann, vorsichtshalber schon einmal erweitert.

Geht Google Reader in Google+ auf?
Der Blogpost liest sich zunächst recht harmlos. Man werde dem Google Reader in der nächsten Woche, wie schon anderen Google-Diensten zuvor, einen brandneuen Look verpassen, steht da. Zudem werde man Google Reader und Google+ näher zusammen bringen, um das Teilen lesenswerter Artikel zu vereinfachen. Das klingt im Grunde gut.

Dann jedoch nimmt der Post eine Wende. Gleichzeitig werde man viele Funktionen, die bislang in Reader verfügbar waren, entfernen. So wird es ab nächste Woche nicht mehr möglich sein, anderen Reader-Nutzern zu folgen oder Links innerhalb der Reader-Community zu teilen. Benennt man es beim Namen, ist wohl zu erwarten, dass die Reader-Community komplett aufgelöst werden wird. Sie soll in Google+ aufgehen.

Green empfiehlt allen Reader-Nutzern, die bislang keinen Google+ Account haben, sich einen eben solchen zuzulegen und schon einmal ein paar Circles mit Readerbezug anzulegen. Wie weitreichend die Änderungen wohl sein werden, lässt sich daraus vermuten, dass Green davon ausgeht, einige bisherige Nutzer könnten sich vom Produkt abwenden.

Google Reader: Erweiterte Exportmöglichkeiten für Abwanderer
Denen gibt man erweiterte Exportmöglichkeiten an die Hand. So lassen sich künftig neben den RSS-Abonnements, die geteilten Beiträge, die “Freunde”, die Likes und die markierten Beiträge exportieren. Neben dem Sharing via Google+ bleibt laut Green die Möglichkeit des Teilens via “Senden an” erhalten.

Google Reader bislang: Dröge Optik der späten Neunziger

Na, das wird ja wieder einen Aufschrei geben. Ich, als überzeugter Google Plusser, verspreche mir von den Neuerungen eine nahtlose Nutzungsmöglichkeit meiner Reader-Feeds in Google+, möglicherweise sogar integriert, etwa über G+ Sparks und die Suchfunktion. Könnte ich nach einem Thema in Google+ suchen und erhielte direkt Feed-Ergebnisse mit angezeigt, das wäre schon großartig…

Wie seht ihr das? Gehört ihr zu den “Some”, die “may feel like the product is no longer for you”? Oder könnt ihr euch ebenfalls eine Integration in Google+ als deutliche Verbesserung des bisherigen Leistungsspektrums vorstellen?
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october 2011
Upcoming changes to Reader: a new look, new Google+ features, and some clean-up
Posted by Alan Green, Software Engineer

In the next week, we’ll be making some highly requested changes to Google Reader. First, we’re going to introduce a brand new design (like many of Google’s other products) that we hope you love. Second, we’re going to bring Reader and Google+ closer together, so you can share the best of your feeds with just the right circles.

As a result of these changes, we also think it's important to clean things up a bit. Many of Reader's social features will soon be available via Google+, so in a week's time we'll be retiring things like friending, following and shared link blogs inside of Reader.

We think the end result is better than what's available today, and you can sign up for Google+ right now to start prepping Reader-specific circles. We recognize, however, that some of you may feel like the product is no longer for you. That's why we will also be extending Reader's subscription export feature to include the following items. Your data belongs to you, after all, and we want to make sure you can take it with you.

Your subscriptions
Your shared items
Your friends
Your likes
Your starred items

Like always, the new Google Reader will be a great place to read and share your feeds. And in addition to Google+, you'll still be able to share to almost any service using Send To. We're looking forward to launching the new features very soon.
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october 2011
Street View hits the stunning Swiss Alps railways
(Cross-posted on the Lat Long Blog)

From the Amazon to the ancient ruins of Pompeii, Street View technology has put imagery of some of the world’s most interesting and significant sites online for everyone to enjoy. Now, for the first time in Google Maps, we’re hitting the train tracks to capture the majesty of the famous railway lines of the Swiss Alps and the surrounding scenery.

In cooperation with Rhaetian Railway, our Street View team has collected images from one of the world’s most scenic railway routes—the Albula-Bernina line in Switzerland—that will soon be live on Google Maps. The picturesque route through the Swiss Alps is one of most famous in the world, winding its way through wild mountain scenery from Thusis, Switzerland; past the resort town of St. Moritz; to its final stop just over the border in Tirano, Italy.

View Albula-Bernina Line in a larger map

A complex system of tunnels, viaducts and galleries allow the railway line to pass through the narrow valleys and climb almost 2,000 meters in altitude. It’s unique to see technology and architecture like this in a natural landscape, and the route is a popular tourist destination offering amazing photography opportunities.

To capture the stunning scenery for Street View, we mounted our trike—a three-wheel pedicab with a camera system on top—to a flatbed at the front of a train. As the train travelled along the line, cameras facing nine different directions captured still photos of the surrounding areas that we’re now stitching together into 360-degree panoramic views. Soon, we’ll publish the imagery on Google Maps for people around the globe to enjoy and experience themselves. The imagery will provide admirers of this route with completely new perspectives, and also help document and preserve this UNESCO World Heritage site.

In the meantime, enjoy these photos from imagery collection day:

To get the latest on Street View go to maps.google.com/streetview.

Posted by Ulf Spitzer, Street View Program Manager, Europe
maps_and_earth  from google
october 2011
Amen?
Das Meinungsäußerungs-Startup Amen (Review) scheint ein Problem zu haben: Die Einträge des Amen-CEO Felix Petersen machen über 90% meines Amen-Streams aus.

Immerhin benutzen die Amen-Gründer ihren eigenen Dienst. Das ist mehr als man von vielen anderen deutschen Gründern sagen kann. (eat your own dogfood ist extrem wichtig) Aber das sieht nicht gut aus für Amen. Ich folge auf Amen zwar nur 43 Personen, das sind aber Leute, die auf vergleichbaren Diensten immer recht aktiv sind. Wenn diese experimentierfreudigen Leute keinen Sinn in der Amen-Nutzung sehen, dann hat Amen ein Problem.

Es kann natürlich auch sein, dass von viele Amen benutzt wird, sich aber aufgrund der Niederschwelligkeit immer viele Updates pro Nutzer anhäufen. Das wäre dann ein leichter zu behebendes Problem der Informationsarchitektur.

Ich glaube allerdings, dass es eher so ist, wie ich es in meiner ursprünglichen Kritik schrieb: Amen fehlt Attraktivität für die Nutzer. Es gibt aktuell schlicht keine Anreize, sich auf das Amenkorsett einzulasssen, wenn man nicht Gründer von Amen ist. Das scheint sich in der Nutzung widerzuspiegeln.

Markus Breuer fasst es auf Google+ so zusammen:

Ich halte Amen gar nicht für soooo eine schlechte Idee … im Prinzip, irgendwie …Ich befürchte nur, dass das Modell zu sehr von der Verbrauchs-Seite her getrieben wird (“Wir wollen einfach auswertbare Sentiments) und nicht so sehr von der Anwenderseite her. Denen missfällt das extrem enge Korsett für Meinungsäußerungen vermutlich. Zumindest ich finde es sehr einengend.Es gibt kein wirklich gutes Incentive für Anwender, sich in ein solches Korsett zwängen zu lassen. Der unmittelbare Nutzen für sie – und nicht für den Betreiber – wird schlecht vermittelt (oder ist nicht vermittelbar).

 

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Ähnliche Artikel:Amen ist Meinungsäußerung im engen Korsett

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october 2011
Nokia N9 review
The Nokia N9 is, without doubt, one of the most fascinating phones of the last few years. The tale of its development and launch interweaves almost all the multivariate strands of the Nokia narrative. It is simultaneously the last big hurrah for the Nokia of old and the first showing of what the new Nokia, steered by Stephen Elop, is capable of. Much like the N8 and E7 that came before it, the N9 features an industrial design that sets it apart from the carbon copy smartphone crowd and marks it out as an unmistakeable Nokia product. Unlike its predecessors, however, the N9 shrugs off the aging, touchscreen-antagonistic Symbian operating system and moves to the long-awaited MeeGo Harmattan software.

As the first new Nokia smartphone to operate without the chains of legacy software, the N9 finally demonstrates some of that dormant software innovation from the labs in Espoo. I first saw it at Nokia’s introductory event in June of this year and, though my expectations were low, was blown away by how intuitive, responsive, and fluid the whole interface was. I wasn’t alone, either. Just about everyone who got a chance to play with the N9 remarked upon its superlative design and wondered aloud why Nokia was abandoning such a promising platform. Because, oh yes, Nokia had decided a few months earlier to transition its entire smartphone strategy to Microsoft’s Windows Phone OS and consign MeeGo to the status of a one-hit (i.e. the N9) wonder.

Today, the humble smartphone that made an unintentionally spectacular first impression is shipping in a limited release around the world and doing its level best not to disrupt Nokia’s big WP7 launch plans later in the month. That makes the N9 a niche product if you’re just after phone buying advice, but if you care about real advances in smartphone UI concepts and perhaps a hint of what we can expect in Nokia’s Windows Phones, you’ll want to read this review.

Hardware / design
I say this without any qualification: the Nokia N9 is beautiful. Everything about this phone’s design exudes elegance and harmony. Lines flow seamlessly into one another, fit and finish is perfect, and the feel in the hand is sublime. Aside from the intentionally squared off top and bottom, there are no straight edges on the N9. It’s evocative of supercar design in the way it simply transitions from one curve to another, albeit in the pursuit of a cohesive, unified look rather than aerodynamic excellence.

Nokia achieves its goal of a cohesive appearance by encasing the N9′s display and electronic parts into a single-piece polycarbonate shell. Polycarbonate may be just a fancy word for “plastic,” but don’t underestimate its usefulness or quality. Even Lamborghini’s been happy to use the material in its lightweight Gallardo Superleggera and in the case of the N9 it really goes a long way to upholding the company’s reputation for durable and reliable construction. All three color options on the N9 are built out of a polymer that matches the external color, meaning that even as the phone picks up scratches and scuffs, you won’t see some superficial paint job peeling away, you’ll just expose more of the same blue, or pink, or black material. As Marko Ahtisaari, Nokia’s head of design, puts it, the N9 will “age elegantly.”

I’ve used the N9 alongside an iPhone 4S and an HTC Radar over the last few days and would say it has the best ergonomics of the three. The aluminum-clad Radar often feels cold to the touch (because of its inherent thermal conductivity), while the iPhone’s glass surfaces and straight edges can’t match the N9′s smooth curvature and grippy texture. The N9′s Gorilla Glass screen slopes off at the sides, making it feel as if it were melted onto the phone’s body. The sensation of using it is exactly as divine as that analogy makes it sound. I would advise ignoring this smartphone’s relatively uncompetitive 12.1mm thickness — in day-to-day use, that just translates into an excellent user experience — and if you absolutely must have a spec to tout to others, the N9 is 5 grams lighter than the iPhone 4S at 135g (4.76 ounces).

There’s one solitary complaint that I must level at the N9′s external design and it relates to the two physical buttons located on its right side. The volume rocker and power / lock button are placed too close together and it’s oftentimes difficult to distinguish between them by touch alone. Neither offers much travel, which exacerbates the issue, though at least Nokia bundles in a nice silicone case that delineates between them by literally running a thin line of material between the two keys. That case is the only one in recent memory that I’d actually consider using on a regular basis — it’s extremely thin and doesn’t impede use of the phone in any tangible way. Yes, Nokia has even made the optional extra to a superb standard.

Display and internals
The aforementioned Gorilla Glass should reassure you that the N9′s screen will endure for quite a while. I’ve yet to discover a way to do any permanent damage to a Gorilla Glass screen and the one Nokia’s using here is no different. Sitting beneath that protective sheath and an anti-reflective polarizer is an 854 x 480 AMOLED display. At 3.9 inches, that gives the N9 a pixel density of around 251ppi, which is very similar to what you’d get from the 3.7-inch Nexus One / Desire by HTC and marks a significant upgrade over Nokia’s previous slab-shaped smartphones. Another similarity between the Nexus One and N9 is that both use a PenTile Matrix subpixel arrangement. In simple terms, that means you’re not getting as many subpixels as you would on a more conventionally arranged 854 x 480 screen, which in turn means you won’t be seeing quite as much detail as the resolution initially suggests. In my testing, however, I found this to be just a technical point with little practical impact. There’s no way to perceive the pixel layout with the naked eye (I had to zoom way in on some macro photos to verify the PenTile grid) and the N9 offers consistently bright, punchy color reproduction and typically wide viewing angles. Moreover, it lives up to Nokia’s ClearBlack Display branding by providing blacks so deep that you’ll often be unable to recognize the boundaries of the display panel under the glass. That seamless appearance plays a big role in making the N9 look and feel effortlessly graceful.

Where the N9′s AMOLED screen does falter is in its handling of white and light grey shades; they start to take on a blue hue when looked at from the side. Admittedly, I don’t make a habit of reading the web with the phone tilted away from me, but it’s a noticeable degradation in color fidelity that definitely knocks the N9 back a couple of steps from the superlative IPS display in the iPhone 4 and 4S or the equally impressive Super AMOLED Plus on offer in Samsung’s Android phone line. Another discernible issue is color fringing — the appearance of color at the very edge of white onscreen items — which is most apparent when looking at the standby clock (white numbers on a pure black background). These are things that you’ll inevitably spot over the course of owning an N9, but will they make you regret buying it? Probably not. There’s still a whole lot more good than bad about the N9′s display.

One thing undermining the N9′s imaging performance is the phone’s inconsistent ambient light sensor. All too often it takes the shadow of your hovering finger as indication that the handset has moved to a darker setting and aggressively dials down the brightness of the display. The resulting and annoying fluctuation in brightness marks a jarring departure from the N9′s overall theme of harmonious excellence.

In moving to its polycarbonate unibody design, Nokia has had to make some tradeoffs with the N9′s internals. The most obvious and easily forgivable is the omission of the 12-megapixel camera from its predecessor, the N8. Not because that wasn’t a wonderful camera — it’s still the best picture-taking equipment that’s been attached to a phone yet — but the sheer size of its imaging and lens compartment would’ve broken up the N9′s gorgeous curves and led to a fundamentally different phone. Second on the list of understandable exclusions is a microSD card slot. Nokia offers a version of the N9 with 64GB of storage, so if you’re really after ample room in your phone, the missing expandability shouldn’t pose too much of a problem. Only Apple’s iPhone 4S offers as much built-in memory and it also matches the N9 in another significant way: neither phone will accept a full-sized SIM card, with Nokia moving to a MicroSIM for the N9.

The final and most regrettable sacrifice Nokia has made with the N9 is a user-replaceable battery. Considering the loudspeaker occupies the bottom and the MicroUSB port and SIM door take up the top, there isn’t exactly a great deal of room to insert a battery door as well, but it’s still preferable to be able to swap a dead cell instead of the entire phone.

Battery life, reception, and audio
I was impressed by the N9′s battery life, particularly since it runs an aged and not particularly efficient OMAP3630 processor. The phone makes a habit of lasting over 24 hours on a charge, with typical use involving push notifications for Gmail messages and regular updating of the Events homescreen with Twitter updates. Idle power consumption is commendably frugal and, thanks to the AMOLED screen, Nokia is able to keep a clock and a set of notification icons permanently displayed on the standby screen without impacting longevity. More intensive task loads than my routine web browsing, photography, music playback, and occasional calls will inevitably shorten the time you can rely on the N9, but from what I’ve seen it’s safe to say that Nokia’s MeeGo phone is at least equal to, if not better than[…]
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october 2011
Amazon und die Buchverlage: Bald wünschen sie sich Google Books
Google und die Buchverlage sind schon öfter aneinander geraten. Doch angesichts der zunehmenden Dominanz von Amazon wird sich die Buchbranche bald wünschen, sie hätte sich gegenüber Google kooperativer gezeigt.Amazon steigt in das Verlagsbusiness ein – es ist ein kleiner Schritt für Amazon, aber ein großer für die Buchbranche. Ihr bester Abnehmer mausert sich zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz. Hätte man das voraussehen können? Ja, klar! Wer sich mit dem Internet auskennt, weiß, dass im Digitalen vieles anders läuft als in der alten Welt. Was Amazon mit seiner Marktmacht alles anrichten kann, hat kürzlich erst Borders spüren müssen – einst die Nummer drei der Buchhändler in den USA, mittlerweile insolvent.

Vorlage:  Musik- und Filmbranche
Die Buchbranche wird von der selben Entwicklung getroffen, die auch schon die Musik- und Filmbranche erreicht hat. Dieses Mal jedoch ist der Wandel verheerender.
Wir reden in dieser Branche nicht von kleinen Teams, die Filme oder Musik kopieren und durch Piraterie (angeblich) galaktische Schäden anrichten, sondern von einem weltweit agierenden Konzern mit Milliardenumsatz, der die Veränderung vorantreibt. Dieser Konzern arbeitet dabei innerhalb gesetzlicher Vorgaben.
Amazon präsentiert zwar gerne den Kindle, aber es geht nicht nur um digitale Daten, sondern um die reale Welt und alles, was mit ihr zusammenhängt, wie Papier und Logistik. Kaum ein Händler, geschweige denn ein Verleger, hat ein ähnliches Logistiknetz wie Amazon. Es ist für Autoren jetzt schon einfacher, Verlage außen vor zulassen. Sie können ihre Bücher heute einfacher in Eigenregie auf den Markt bringen, als es im letzten Jahrzehnt für Musiker möglich war, ihre Songs zu den Hörer zu bringen.
Schon vor rund zehn Jahren hat die Musikbranche die sinkenden Einnahmen in Folge des digitalen Wandels bemerkt. So richtig dramatisch wurde es aber erst, als Apple mit dem iTunes Store in das Musikbusiness einstieg. Apple konnte mit viel Geld eine Infrastruktur aufbauen, die erfolgreicher und leistungsfähiger war als das bestehende Modell und bequemer als illegale Downloads. Das Gleiche tat Amazon in den letzten Jahren – aber keiner hat es so richtig gemerkt. Jetzt kommt der Paukenschlag.
Das Internet funktioniert ohne Zwischenschritte Das Verlagswesen, wie wir es heute kennen, besitzt keine Zukunft. Hat wirklich jemand gedacht, dass die Menschheit auf ewig Verlage braucht, wie sie im Moment existieren? Das Internet eliminiert Zwischenschritte. Eine Distributionskette, wie sie im letzten Jahrhundert nötig war, benötigen wir nicht mehr. Der Produzent tritt direkt mit dem Konsumenten in Kontakt. Das ist der Zeitgeist. Dieses Verhalten gibt es sogar nicht nur im Internet, sondern kann in jedem größeren Kaufhaus mit Shops-in-Shop, wie Esprit im Kaufhof, ausprobiert werden.
Für Amazon, den treuen Händler der Verleger, ist es nur ein kleiner Schritt, direkt die Autoren anzusprechen. Für die Verlage hängt ihr bisheriges Geschäftsmodell daran. Bei netzwertig.com berichten wir regelmäßig über disruptive, durch das Internet ermöglichte Geschäftsmodelle – die Entwicklung in der Buchbranche verdeutlicht das par excellence und auf einem sehr hohen und schnellen Level. Amazon ist offenbar wesentlich effizienter als die Verlage, sonst könnte Amazon kaum mehr Geld an Autoren ausschütten als bisher üblich.
Die Verlage sind ausgeliefert
Das Problem für die Verlage ist, dass sie gar keine andere Wahl haben, als mit Amazon zu kooperieren. Sie können nicht einfach ihre Bücher aus den virtuellen Regalen des weltgrößten Buchhändlers entfernen. Dies würden weder die Konsumenten noch die Autoren akzeptieren. Und doch finanzieren sie durch die erzwungene Zusammenarbeit ihren eigenen Untergang.
Google wäre eine Lösung für die Verlage gewesen. Ein Duopol aus Amazon gegen Google und die bestehenden Verlage wäre aus marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten immer noch besser als ein Monopol, das den Zugang zu den Kunden beschränkt. Google hätte genug finanzielle Ressourcen gehabt, um Amazon zumindest bei digitalen Büchern Paroli bieten zu können. Doch der holprige Umgang mit den Akteuren der “realen Welt” führten dazu, dass Google Books vor allem in Europa eher ein zahnloser Tiger wurde. Den Verlagen ist es (mit Hilfe der Politik) gelungen, ihr Geschäft gegen ihren möglichen Kooperationspartner abzusichern. Herzlichen Glückwunsch allerseits.
Wahrscheinlich wird der Feldzug gegen Google Books in den Chefetagen der Buchverlage immer noch als Erfolg gewertet, aber das Erwachen droht. Neue Verhandlungen sind auf Grund des fragmentierten Marktes schwer und ziehen sich hin. Zeit, die Amazon hat, um sich in Ruhe auf die nächsten Schritte vorzubereiten.
Die reale Welt
Google kann aber nur online eine Hilfe sein. Für die reale Welt müssen die Verlage und deren bisherige Distributionskette selbst sorgen. Doch dieses Schlachtfeld ist viel schwieriger. Amazon kann dort seine ganze Macht ausspielen. Und wenn Amazon sagt, dass sie ganz auf den Kindle setzen, ist das gelogen. Das Buch auf Papier ist immer noch wichtig, nicht umsonst fast verdoppelt Amazon in Deutschland in diesem Jahr seine Lagerfläche.
Fazit
Kurzfristig ist die aktuelle Entwicklung für den Konsumenten gut. Das alte, teure System wird abgelöst durch eine effiziente Maschine, dadurch gehen die Preise für Bücher, also für Wissen der Menschheit, nach unten. Auf der anderen Seite erstellt Amazon gerade hohe Markteintrittsbarrieren in einer Branche, die bis jetzt durch ihre Fragmentierung neuen Unternehmen einen leichten Marktzugang bot.
Es bleibt zu hoffen, dass das Internet auch Amazon irgendwann überflüssig macht, und Autoren und Leser wirklich direkt in Kontakt treten. Wo es mit den Verlegern hingeht, kann man nur mutmaßen. Eventuell müssen sie sich in einzelne Nischen zurückziehen oder werden zu einer Art “Talentscouts” für neue Autoren. Ihre heutige Rolle zumindest behalten sie nicht mehr lange.
(Foto: Flickr/trekkyandy, CC-Lizenz)
Dieser Text ist mir was wert: Verwandte ArtikelAnaloge Reste: Von der mühsamen Ankunft der Buchbranche im MedienwandelAuch im Jahr 2011 gehen die Vorstellungen von Nachfragern und Anbietern im E-Book-Segment noch weit auseinander. Dabei könnte eine stärker nutzerorientierte Marktbearbeitung das elektronische Buch zu einem schnellen Erfolg führen. (20. Oktober 2011)E-Book-Reader, Smartphones & Co.: Der Kampf um die nächste Generation digitaler InhaltskanäleDigitale Inhalte lösen sich immer mehr vom PC. Kann die Medienbranche aus dieser Entwicklung Gewinn schlagen? (2. Januar 2010)Gesenkter Bedarf an Regulierung: 12 Thesen zur Medienpolitik in der Online-Welt (Teil 2)Das Internet verändert die Medienwelt – und nicht nur die. Der Kommunikations- und Medienwissenschaftler Prof. Dr. Gerhard Vowe beschreibt in 12 Thesen die aktuellen Vorgänge sowie die Konsequenzen für die Medienpolitik. (13. Oktober 2011)SPONSOREN
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october 2011
“Das Land wird von Sicherheitsbeamten regiert”
Die heutige aktuelle Stunde im deutschen Bundestag zum Thema Behördentrojaner offenbarte phasenweise starke kaberettistische Züge und mutete stellenweise wie eine Episode von “Neues aus der Anstalt” an. In Abwesenheit von Innenminister Friedrich durfte Hans-Peter Uhl die Rolle des Anstaltsleiters übernehmen.
Den einsamen Höhepunkt der Rede Uhls bildete allerdings nicht das naheliegende CCC-Bashing, sondern folgende Aussage:
“Das Land wird von Sicherheitsbehörden geleitet (…) es wird regiert von Sicherheitsbeamten”
Das ist das Outing eines Zwangsdemokraten. Für ein Land, das von Sicherheitsbehörden geleitet und regiert wird, gibt es einen äußerst prägnanten Begriff: Polizeistaat. Dessen Apologet Hans-Peter Uhl hat heute für die Union im Bundestag gesprochen. Wirkliche Angst kann einer wie Uhl dennoch nicht mehr verbreiten. Dafür agiert sein Widersacher der CCC zu überzeugend und zu souverän. Und das haben mittlerweile auch die Kommentatoren der konservativen Presse erkannt.
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october 2011
Ich habe heute im Flieger mal wieder darüber nachgedacht, warum...
Ich habe heute im Flieger mal wieder darüber nachgedacht, warum es in Flugzeugen eigentlich Schwimmwesten und keine Fallschirme gibt. Und ob es dann zum Ausgleich wenigstens in irgendeinem Paralleluniversum Fallschirme auf Kreuzfahrtschiffen gibt?

Und nachdem es viele Antworten auf diese Frage gibt, folgt hier das gebündelte Antwortenpaket zum Totschlagen.Zum Einen sind Start und Landung die kritischsten Momente und hier - das leuchtet ein - nutzt ein Fallschirm im Falle eines Falles nicht sehr viel.

Sollte es dann doch einmal zu einem Zwischenfall in der Luft kommen, bei dem das Flugzeug nicht durch eine Explosion in Tausend Millionen Fetzen gerissen wurde, ist ein Absprung allein durch die Reisehöhe von knapp 10 Kilometern in der sich Verkehrsflugzeuge normalerweise bewegen, und dem Unterdruck in der Kabine schlichtweg unmöglich. Jeder hat vermutlich die Szenen diverser Hollywood-Schinken vor Augen, die eben jene Auswirkungen eines solchen Druckabfalls sehr schön darstellen.

Und selbst wenn der Absprung bei einer Reisegeschwindigkeit von rund 900km/h gelingen sollte, und man nicht durch das Triebwerk zerfetzt wird, ist ein Überleben in diesen Höhen aufgrund des fehlenden Sauerstoffes und Temperaturen von bis zu -55° Grad schlichtweg einfach nicht möglich. Auch wenn der Pilot noch dazu in der Lage wäre, die Maschine in eine niedrigere Höhe zu manövrieren, aus der ein Absprung mit einem Fallschirm möglich wäre, würde bei dem Verhalten das Menschen schon beim normalen Besteigen und Verlassen eines Flugzeuges an den Tag legen, in einer Notsituation vermutlich niemand auch nur bis zum Notausgang kommen.

Aber das beste Argument ist noch immer, das Fallschirme deutlich größer sind als Schwimmwesten und gar nicht unter den Sitz passen.
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october 2011
Parasite turns Wasps into Zombie Queens
Ich hatte hier schon von Parasiten befallene Zombie-Ameisen und Zombie-Raupen, die von Wespen gesteuert wurden hatte ich auch schon, von Fliegenlarven gesteuerte Zombie-Wespenköniginnen hatte ich aber noch nicht, glaube aber, dass ich den Themenkomplex „Parasitengesteuerte Zombie-Viecher“ schon ziemlich bald komplett habe.

Wie auch immer, von Larven gesteuerte Zombiewespen unterscheiden sich in ihrem Verhalten von je nach Geschlecht der Larve. Alle vom Parasiten befallenen Wespen eines Nests sammeln sich nach einer Weile an einem gemeinsamen Ort, dort schlüpfen die Männchen wärend ihr Wirt stirbt. Dann vögeln sie die ebenfalls beinahe ausgewachsenen Weibchen, während die noch in ihrem Wirt rumsitzen, die dann aus irgendeinem Grund die Verhaltensweisen von den Wespenköniginnen des Nests annehmen und mit diesen überwintern. Schließlich schlüpft die nächste Generation der Xenos vesparum und der neueste Lebenszyklus beginnt, die Parasitenweibchen verbringen ihr komplettes Leben also innerhalb der Zombiewespe. Nature is strange. Von Wired:

Infected P. dominulus — better known as common European paper wasps — reject their genetically preordained roles, abandon their hives and embark on a long, macabre journey during which a few live for a time as queens, albeit murderous queens. […]

For an individual wasp worker, the story begins during a springtime encounter with X. vesparum fly larva, which might be found under a leaf or even deposited in a colony. (More on that later.) The larva leaps onto the wasp, burrowing into its abdomen, where it will feed on its host’s blood. That’s just the beginning. In coming weeks, the larva grows larger and stronger. […]

Early in summer, when a hive is busiest, the infected wasp leaves and travels, as if under command, to some unknown but predetermined place. Other parasitized wasps converge there, too. When enough have gathered, mating begins — not for wasps, which now have shrunken and non-functional ovaries, but the parasites. Male X. vesparum, now fully grown and winged, wriggle from their hosts’ stomachs. They copulate with females, which remain mostly inside their hosts, poking only one end of themselves outside. For wasps that were infected by male X. vesparum, the story ends. They die, mostly from pathogens entering through the gaping holes in their sides.

Wasps still hosting female X. vesparum, however, live on. They gather food and fatten themselves, a treat experienced only by wasp royalty, then travel to sites where queens gather in late autumn. There they spend winter, resting beside the queens. “The parasite is triggering a queen behavior, but you can’t say they’re really queenlike, because they’re not reproductive,” said Manfredini. Come spring, the real queens go off to prepare nests, but infected wasps stay behind, waiting. Inside them, gestation is nearly complete.

Parasite Turns Wasps Into Outsider Zombie Queens

Vorher auf Nerdcore:
The High-Noon Graveyard of the Fungi-infected Zombie-Ants
48 Millionen Jahre alter Parasitenpilz eating Zombie-Ants found near my Hometown. No, really!
News from the Fungi-controlled Zombie-Ants
Und_so.  Animals  Insects  Weird  from google
october 2011
Wie viel Interaktion Google+ wirklich schafft (Teil 2) | People&Media
Wie viel Interaktion Google+ wirklich schafft (Teil 2)


Posted on October 17, 2011 by StephanN


Ende September habe ich hier eine Grafik erstellt, die zeigt, wieviel Interaktionen pro Kalenderwoche auf Google+ generiert werden. Das Thema kam gut an und daher hier Teil 2 mit einer Fortsetzung der Daten bis zur KW 41. Insgesamt scheint sich der Abwärtstrend was die Zahl der auf Google+ durch die Nutzer veröffentlichten Beiträge (auf Deutsch) angeht, fortzusetzen.

Im Sommer 2011 kam Google+ auf 479.000 deutschsprachige Beiträge, im Oktober 2011 nur noch auf circa 20.000 bis 40.000 Beiträge. Schreiben also Google+-Nutzer weniger Statusmeldungen oder verliert das Netzwerk jetzt schon wieder massiv an Traffic und Nutzern? Das würde immerhin der offiziellen Vermeldung von 40 Millionen Usern widersprechen. Wobei Google keine Nutzerzahlen nach Ländern aufgeschlüsselt veröffentlicht.
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october 2011
Hans-Peter Uhl erzählt was vom Staatstrojaner
Nein, das ist keine Satire. Nein, niemand hat diese Rede neu vertont. Das ist Hans-Peter Uhl im O-Ton. Vorwärtsverteidung unter Zurhilfenahme von vielen, vielen Blendgranaten. Ein twitternder Altmaier macht noch keine Partei der Internetversteher.
Politik  ccc  cdu  csu  netzpolitik  staatstrojaner  from google
october 2011
Wann kommt Icecream Sandwich für mein Handy?
Mein bestimmendes Thema heute – sorry, aber das Mobile Computing fesselt mich. Nach der ganzen Hülle an Android-Informationen wollen viele Benutzer wissen: bekommt mein Smartphone ein Update auf Android 4.0 Icecream Sandwich? Die Frage ist nicht einfach zu beantworten. Theoretisch könnte Android 4.0 Icecram Sandwich schon wenige Wochen nach dem Marktstart des Samsung Galaxy Nexus auf Geräte mit Gingerbread gebeamt werden.

Die Realität wird sicherlich anders aussehen – denn Firmen wie HTC, Sony & Co, die ihre eigene Oberfläche über Android stülpen, werden sicherlich auch ohne Ende Anpassungen vornehmen – und eben jene brauchen sicherlich ihre Zeit. Ganz vorne im Zeitplan dürften sicherlich die Glücklichen sein, die ein Samsung Galaxy S2 ihr Eigen nennen – und auch Motorola will beim Droid Razr “Anfang 2012″ aktualisieren. Abwarten und Tee trinken. Seht es sportlich. Schaut euch an, wie Hersteller in der näheren Vergangenheit mit Updates umgegangen sind und nehmt diese Erfahrung mit in den zukünftigen Smartphonekauf. (via)

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october 2011
EFF: "We are generally satisfied with the privacy design of Silk"
The Electronic Frontier Foundation has been investigating Silk, the web browser built into Amazon's new Android-derived Kindle Fire. Silk is billed as being a very fast browser, thanks to acceleration achieved by funneling all requests through Amazon's cloud servers. This may speed up network sessions, but it creates many privacy questions, since it means Amazon gets a view into your network sessions that it wouldn't otherwise have -- a copy of all the web-pages you receive.

But as Dan Auerbach reports, Amazon made some very good privacy choices in the design of Silk. First, the "acceleration" is user-configurable, and you can just turn it off if you're worried. Further, SSL connections are never intercepted, and Amazon only lightly logs your network sessions, and expires those logs after 30 days. The service isn't perfect, but it's got a lot to recommend it.

It is good that Amazon does not receive your encrypted traffic, and does not record any identifying information about your device. And there are other benefits to user privacy that can result from cloud acceleration mode. For one, the persistent SPDY connection between the user’s tablet and Amazon’s servers is always encrypted. Accordingly, if you are using your tablet on an open Wifi network, other users on that network will not be able to spy on your browsing behavior.

Amazon does not act like an anonymizing proxy, because it does not shield your IP address from the websites you visit or strip unnecessary information out of the outgoing request. Indeed, because the XFF header is set for HTTP requests, your IP is still passed through to the websites you visit. Other headers, such as the HTTP referer header, are set as normal. Thus, the website you are visiting using Silk has access to the exact same information that it would if you were using a normal browser.
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october 2011
Lidl als Vermieter: Ein Pfund Zucker, zehn Scheiben Wurst – und die Wohnung im Obergeschoss bitte
Die Bornholmer Straße 71 im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg ist eine – sagen wir: seltsame Wohnadresse. Weil die künftigen Mieter dort auf einem Fleckchen Erde ihre Wäsche waschen, Kaffee trinken und die Kinder zu Bett bringen werden, wo die DDR bis vor 22 Jahren eine ihrer Grenzabfertigungsanlagen aufgebaut hatte. (Nicht daneben, sondern direkt darauf.)

Als die Mauer fiel, war die dahinter liegende Bösebrücke der erste Übergang in den Westen, an dem die Passkontrollen eingestellt wurden. Es ist also nicht übertrieben zu behaupten, dass es sich um einen historischen Ort handelt. Nach der Wende lag das Grundstück lange brach. Auch heute kommen Touristen dort selten hin, trotz des potenziellen Fotomotivs: einem relativ gut erhaltenen Stück Mauer. Ende des vergangenen Jahres wurde auf dem schmalen Streifen im nördlichen Teil der früheren Grenzanlage der "Platz des 9. November 1989" eröffnet. Als Gedenkstätte "repräsentativer wäre der Platz gegenüber gewesen", schrieb das Blog@inBerlin damals. Und: "Meines Wissens gehört dieser Platz einem privaten Investor, mal schauen was passiert."

Anfang Oktober, einen Tag nach dem Tag der Deutschen Einheit, ist was passiert: Lidl hat eine neugebaute Filiale mit riesigem Parkplatz eröffnet.

Dort, wo früher die Barrikaden und Wachtürme standen, parken jetzt die Lidl-Kunden, wenn sie ihren Großeinkauf erledigen wollen. Manche brauchen dafür künftig nicht mal mehr ein Auto – sie müssen einfach die Treppe runterlaufen. Denn direkt auf den Markt (und daneben) baut Lidl derzeit ganz normale Wohnungen, die Anfang des nächsten Jahres bezugsfertig sein sollen.

"Es ist geplant, die Wohnungen im betreffenden Gebäude in der Bornholmer Straße am freien Markt zu vermieten. Die Vermarktung kann beginnen, sobald eine Besichtigung des Obergeschosses möglich ist, nach jetzigem Stand voraussichtlich Ende Oktober 2011", sagt Lidl-Sprecher Stephan Krückel auf Anfrage. Es geht um acht Wohnungen "mit Terrassen und Atrien", rundherum soll das Dach begrünt werden. Hoffentlich ist der Architekt nicht derselbe wie beim letzten wichtigen Lidl-Bauvorhaben.

Wer schon immer mal einem Discounter aufs Dach steigen wollte, und das auch noch völlig legal, sollte sich beeilen: Weil sonst nämlich nur noch die Wohnungen frei sind, die direkt über den riesigen Lüftungsanlagen des Markts liegen.

Dass Supermärkte als Wohnungsvermieter auftreten, ist in Deutschland relativ neu. Ganz so drastisch wie der Expansionsdrang des britischen Konzerns Tesco, der in Großbritannien ganze Stadtviertel aus dem Boden stampft, scheint der Lidl-Ausflug ins Immobiliengeschäft noch nicht zu sein. Aber der Platz in der Bornholmer Straße ist nicht der einzige, auf dem Lidl entsprechende Pläne verfolgt. In der nahegelegenen Prenzlauer Allee hat sich der Konzern ebenfalls ein Grundstück gesichert. Dort sollen außer einem 2000 Quadratmeter großen Markt eine "großflächige Tiefgarage sowie drei Wohngebäude mit insgesamt ca. 30 Wohnungen" errichtet werden sollen. So berichtet es zumindest die örtliche Mieterberatung unter Bezug auf Lidl (pdf; siehe auch Prenzlauer Berg Nachrichten).

Konzernsprecher Krückel möchte dazu noch nichts sagen: "Was das Bauvorhaben in der Prenzlauer Allee angeht, bitten wir um Verständnis, dass wir hier noch keine Aussagen treffen können, da sich das Projekt noch in einer sehr frühen und damit noch nicht verbindlichen Entwicklungsphase befindet."

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Wie viele Wohnbau-Projekte Lidl außerhalb Berlins verfolgt, verrät der Sprecher ebenfalls nicht. In Tegernsee bei München existiert ein ähnliches Vorhaben, lässt sich in der Lokalzeitung nachlesen. Ob Lidl in den betroffenen Filialen künftig Oropax ins Sortiment aufnimmt, damit die Mieter die frühmorgendliche Warenanlieferung per LKW unterm Schlafzimmerfenster abmildern können, ist noch unklar. Dass das Unternehmen Wohnungen baue, gebe es aber "nur in Ausnahmefällen", berichtet Krückel: "nämlich dort, wo in aller Regel die baurechtliche Situation am Standort eine mehrgeschossige Bebauung vorsieht bzw. sich die Lage für ergänzenden Wohnungsbau eignet". Das heißt wohl soviel: Da war halt noch Platz.

Ganz so unrecht scheint Lidl das Betätigungsfeld jedenfalls nicht zu sein – sonst könnten die Wohnungen nach der Fertigstellung ja auch verkauft werden. (Und die vom Lebensmittelhandel unabhängige Expansion, zum Beispiel als Kreuzfahrtanbieter, läuft derzeit auf Hochtouren.)

Für die künftigen Anwohner der Hausnummer 71 in der Bornholmer Straße wird es in jedem Fall eine Leichtigkeit sein, ihren Gästen eine Wegbeschreibung zukommen zu lassen: Immer geradeaus bis zur Brücke, wo früher auf Mauerflüchtlinge geschossen wurde, dann rauf auf den Lidl-Parkplatz und am Treppenhaus direkt neben der Pfandrückgabe klingeln.

Fotos: Supermarktblog

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october 2011
Android 4.0 Ice Cream Sandwich: etwas ausführlicher
Kurz nach 7, 3,5 Stunden nach meinem Aufstehen und “Google & Samsung-Event gucken”. Was ist bisher geschehen? Ich schrieb in der Kürze über die neuen Funktionen von Android 4.0 Ice Cream Sandwich (hier gibt es einen Dump der System-Apps), das neue Galaxy Nexus von Samsung und machte eine Gegenüberstellung Motorola Droid Razr vs. Samsung Galaxy Nexus. Ach ja, auch das Hands on- und das Teaser-Video bloggte ich und nahm abschließend noch n kurzen Podcast mit auf. Nun möchte ich Android 4.0 Ice Cream Sandwich und seine Neuerungen etwas genauer vorstellen – gewürzt mit vernünftigen Screenshots – nicht die aus der Präsentation.

Wir sehen bei Android 4.0 Ice Cream Sandwich eine komplett überarbeitete Oberfläche (Roboto), Hardwaretasten sind nicht mehr vonnöten, wird alles über das System gesteuert. Neuer Lockscreen mit animiertem Hintergrund und der Möglichkeit, schnell Fotos zu schießen. Der Lockscreen lässt sich, wie bisher, per Geste und Code entsperren, neu ist die Funktion der Gesichtserkennung zum Entsperren. Auch nett: wenn ihr einen Anruf ablehnen wollt, dann könnt ihr über den Lockscreen vordefinierte Antworten rausjagen.

Multitasking ist weiterhin im Fokus (logisch), ein Task Manager wie auf Tablets und Android Honeycomb findet man auch vor. Das soll es erleichtern, zwischen Anwendungen hin- und her zu schalten. Auch wird es ein neues Benachrichtigungssystem geben. Was und worüber ihr benachrichtigt werdet, ist Einstellungssache. Ob Twitter, Mail & Co – liegt in eurer Hand.

Neu sind die Widgets, die sich auch in der Größe verändern lassen. Sehr cool. Widgets sind wichtig, denn sonst lässt es sich nicht erklären, dass sie einen eigenen Reiter neben den Apps bekommen haben, wie der Screenshot zeigt. Übrigens: die Leiste ganz unten lässt sich anpassen, in diese könnt ihr eure Favoriten ziehen. Ordner lassen sich wie bei iOS erstellen: zwei Apps übereinander ziehen und schon entsteht ein Ordner.

Toll auch die neue Eingabe. Es die Überprüfung eurer Texte verbessert, ihr könnt leichter Wörter austauschen, in euer Wörterbuch übernehmen & Co. Und wenn man einfach keine Lust zum Tippen hat, dann sabbelt man in das Mikrofon. Ob das gut funktioniert, wird sich zeigen.

Neu ist auch die Möglichkeit, alle Daten einer App zu überwachen. Ihr seht detaillierte Statistiken über ein- und ausgehenden Netzwerk-Traffic. So könnt ihr unterwegs auch den Datenhunger einiger Apps komplett blocken und diese dahingehend trimmen, dass WLAN-only genutzt wird. Einzelnen Apps kann in Android Ice Cream Sandwich auch ein Datenlimit vorgegeben werden.

Wichtig ist weiterhin die Vernetzung der Menschen. Ice Cream Sandwich gibt uns die People App in die Hand. Auf alle Streams von Kontakten zugreifen, mit ihnen agieren, Bilder , Status-Updates sehen & Co.

Neue Funktionen der Kamera-App. Durchgehender Fokus, Zero Shutter Lag (Auslöseverzögerung), Snapshots von Videos erstellen (also während des Filmens). Die Kamera hat eine Gesichtserkennung und verfügt über die Möglichkeit, Panoramen zu erstellen. Des Weiteren sind ein Haufen automatischer Filter dazu gekommen, mit denen ihr eure Filme aufwerten könnt. Da freue ich mich wirklich drauf.

Auch die Galerie hat einen frischen Anstrich verpasst bekommen. Große Ansichten der Bilder, Sortierung per Location oder Person, das Smartphone wird zum multimedialen Alleskönner. Bilder & Co können immer und überall hin geteilt werden.

Wie ihr seht, erinnert auch der Android Browser an die Honeycomb-Variante, große Vorschau bei den Tabs, Offline-Speichern und Co. Sehr gut. Bookmarks lassen sich mit Google Chrome synchronisieren. Auch Google Mail wurde verbessert, so hat man jetzt auch eine Offline-Möglichkeit eingebaut. Des Weiteren findet man Phrasen, die man häufig verwenden kann – kennen einige vielleicht von der Desktop-Version. Auch kann man jetzt per Wischen durch die E-Mails blättern.

NFC-Unterstützung. Near Field Communication inklusive. Geräte gegeneinander halten, Kontakte tauschen, Links zu Apps – das ganze Gekröse ist in Android Ice Cream Sandwich enthalten. Ach ja – und Screenshots sind jetzt von Haus aus mit drin: Volume Down + Home-Button. Diese landen in der Galerie.

Und Leute? Ist das spannend? Ich finde ja . ich denke, ich habe da mein zukünftiges Smartphone und mein neues mobiles Betriebssystem gesehen. Wer spart noch? Ich tippe ja immer noch auf 549 – 599 Euro.

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october 2011
Subway station decorated with pixelart inspired by 8-bit games
A Stockholm metro station has been redecorated with pixel-art inspired by classic games. They're lovely -- what a nice way to start your daily commute.

(via Neatorama)
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october 2011
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